Es gibt nach vorsichtigen Schätzungen Hoffung für Patienten, die an dem Parkinson-Syndrom erkrankt sind. Die Hoffnung wird genährt durch gentechnisch rückprogrammierte Hautzellen der betroffenen Patienten. Forschern ist es nämlich gelungen, durch neuere gentechnische Methoden aus Hautzellen "induzierte pluripotente Stammzellen" (iPS) zu programmieren. Diese seien möglicherweise in der Lage, die für die Krankheit verantwortlichen und funktional ausgefallenen dopaminergenen Neuronen in den Basalganglien zu ersetzen. Frühere Versuche mit embryonalen Stammzellen (aus Föten gewonnen) gelten als gescheitert, weil - so wird vermutet - diese als körperfremdes Gewebe abgestoßen wurden. Das wäre bei rückprogrammierten iPS aus körpereigenem Material nicht der Fall.
Der Weg wird allerdings noch lange und beschwerlich sein. Auch wenn die bisherigen Laborversuche vielversprechend sind und von mehreren Wissenschaftlerteams nachvollzogen und damit validiert werden konnten, können in der weiteren Entwicklung der Methode, die zunächst über Tierversuch und später klinische Versuche geht, noch Probleme auftreten. Auch werde noch geraume Zeit vergehen bis zur ersten regulären Behandlung eines Parkinson-Patienten mit iPS. [
Quelle: Ärzteblatt]