Nachdem auf Teneriffa ein hoher Anteil älterer Auswanderer lebt, dürfte es von Interesse sein, was ich heute im Nachrichtendschungel gefunden habe. Dieser Betrag betrifft die Männer.
Die Forscher um Arul Chinnaiyan von der Universität Michigan haben ein Molekül isoliert, das Hoffnungen weckt, einen Urintest zur Prostatakrebs-Erkennung entwickeln zu können. Die Substanz
Sarkosin sei ein besserer Indikator für die Erkrankung als bisherige Bluttests, wie z. B.
PSA (Prostataspezifisches Antigen).
Dazur untersuchten die Forscher über 1.100 im Gewebe, Blut oder Urin anfallende Stoffwechselprodukte. Etwa zehn davon, die aus Proben von Männern mit beginnendem (Anteil 40%) und fortgeschrittenem (Anteil 80%) Prostatakrebs stammten, enthielten signifikant häufiger diese Substanz als bei gutartigen Prostatazellen. Die Erhöhung des Sarkosin-Spiegels im Urin war damit ein besserer Indikator für Prostata-CA als der bekannte PSA-TEST.
Sarkosin ist eine Aminosäure.
Zitat:
Aus Meyers Lexikon:
Sarkosin [griechisch] das, N-Methylaminoessigsäure, Methylglycin, Methylierungsprodukt des Glycins, das v. a. in Muskeln als Abbauprodukt des Kreatins vorkommt. Sarkosin ist eine farblose kristalline Substanz, deren Fettsäurederivate (Sarkoside) zur Herstellung grenzflächenaktiver Reinigungsmittel (z. B. schäumende Zahnpasten) verwendet werden.
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Allerdings werden auch gutartige Prostatazellen bösartig, wenn den Zellkulturen Sarkosin zugefügt wird, stellten die Forscher fest. Sarkosin könnte somit auch ursächlich für die Entstehung von Prostatakrebs sein und nicht oder nicht nur Indikator.
Bevor der Test verfügbar gemacht werden könne, müssen, nach Aussage der Wissenschaftler, die bisherigen Ergebnisse in unabhängigen Untersuchungen bestätigt werden. Es bestehe aber Hoffnung, dass auf Basis dieser Entdeckung, ein einfacher und aussagekräftiger Urintest auf Prostata-CA entwickelt werden kann. Prostatakrebs stehe gemäß Weltgesundheitsorganisation (WHO) an sechster Stelle bei Krebserkrankungen des Mannes.
[Quelle: SDA/ATS]
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