So, die Hippies auf La Palma stellen auf einmal ein Problem dar.
Das fällt den Politikern jetzt auf.
Hippies auf La Palma, das ist wirklich schon lange her. Ich behaupte, es gibt auf La Palma schon lange keine echten Hippies mehr.
Wahrscheinlich ist die heimische Definition für Hippies aber Höhlenbewohner.
Ich kenne seit Jahren Menschen, die in Las Tricias in Höhlen wohnen.
Ja, sie wohnen dort und haben einen Wohnsitz.
Ich habe da auch schon Urlaub gemacht, direkt im Barranco Izcagua.
Strom haben die Gemeinden diesen Bewohnern immer verweigert.
Ein Gericht hat dann geregelt, dass sie wenigstens Photovoltaik-Anlagen bekommen.
Und so leben sie dort gar nicht so schlecht, wovon ich mich überzeugen konnte.
Sie arbeiten und verkaufen Produkte der Insel.
Im Prinzip leben sie in der Tradition der Banahoaritas. Sowas finde ich eher schützenswert.
Warum will man sie verjagen? Man sollte eher darüber nachdenken, ob man interessierten Urlaubern in Zusammenarbeit mit Bewohnern in speziellen Touren etwas von dem Höhlenleben näher bringen kann.
Direkt an den Cuevas de Buracas habe ich noch nie eine bewohnte Höhle gesehen. Da kommen ja auch viel zu viele Touristen hin.
Was soll dann so eine Meldung?
Soll man auf Tenerife vielleicht die Bewohner von Chinamada ausquartieren?
Ich kannte mal einen Deutschen, der wohnte in eine Höhle zwischen Granadilla und Vilaflor.
Der hat da sogar Bücher geschrieben.
Eines an der Meldung ist aber richtig. La Palma braucht Attraktionen im sog. sanften Tourismus.
Leider wird auf der Insel seit Jahren das Gegenteil gemacht.
Man schaue sich nur den PTE für die touristische Entwicklung an.
5 Golfplätze, 3 oder 4 Yachthäfen und bis zu 12.000 neue Betten, obwohl die vorhandenen nur zu 40% ausgelastet sind.
Statt diesen Wahnsinn zu beenden, konzentriert man sich jetzt auf Höhlenbewohner.
Das verstehe, wer will.
Hoffentlich sind das, wie häufig auf La Palma, nur Ankündigungen abgedrehter Stadträte, die erfahrungsgemäß im Rausch des Carnavals sehr amnesieanfällig sind.
Salu2
M.d.A.
Zitat:
LA PALMA - Höhlen sollen Eigentum der Inselregierung werden.
Die Hippies auf La Palma sind den Behoerden ein Dorn im Auge.
Prähistorische Fundstätten wie die Höhlen von Buracas sollen der Forschung erhalten bleiben und nicht als Behausung für die letzten Blumenkinder dienen.
Noch sind die Höhlen in Privatbesitz. Eine Vertreibung der Bewohner ist daher ausgeschlossen. Mit einer gezielten Aufkaufaktion will die Inselregierung Herr über die Höhlen werden. Die Bewohner sollen aus den Höhlen entfernt werden.
Archäologen folgen den Hippies und trennen den Müll der letzten 40 Jahre von den geschichtsträchtigen Hinterlassenschaften der Ureinwohner La Palmas. Für den sanften Tourismus entsteht damit eine weitere Attraktion. Radio CLM |