Auf El Hierro lebt eine WELTWEIT EINZIGARTIGE Eidechsenart, die sog. "Lagarto Gigante", die "Rieseneidechse".
Dieses Reptil wird bis zu 75cm lang (!!) , wurde 1930 offiziell für ausgestorben erklärt, bis dann zufällig durch einen einheimischen Hirten 45 Jahre später, also in den 70ern, wieder einige Exemplare in einer abgelegenen Felswand der Golfo-Region (Risco de Tibataje) gesichtet und sofort von der staatlichen Umweltbehörte ICONA in Gewahrsam genommen wurden.
Ein bisschen historischer Hintergrund dazu:
"Es gibt Eidechsen so groß wie Katzen. Sie sind zwar sehr häßlich anzuschauen, doch richten sie keinerlei Schaden an ..." so ein zeitgenössischer Bericht aus dem Jahre 1405 durch die ersten europäischen Chronisten während der Eroberung der Kanaren durch die span. Conquistadores.
Diese Echsen wurden übrigens von den Bimbaches, den Ureinwohnern El Hierros als Delikatesse geschätzt, von späteren span. Siedlern als Schädling bekämpft und schließlich nach ihrer offiziellen Wiederentdeckung durch den Naturforscher Steindachner im Jahre 1889 von Trophäenjägern verfolgt, so daß ihr Bestand letztendlich auf eine Handvoll Exemplare dezimiert wurde.
Steindachner wählte für die Spezies den wiss. Namen "lacerta simonyi simonyi, zu Ehren seines auf den Kanaren tätigen Forscherkollegen Oskar Simonyi.
Wie gesagt, die ICONA nahm sich seinerzeit ihrer an, es wurde u.a. durch EU-Fördermittel in Frontera bzw. im althistorischen Dorf Guinea das sog. "Lagartorio", das "Echsenhaus" (nicht zu verwechseln mit HEXENHAUS) ins Leben gerufen, mit Nachzucht und schließlich auch mit (äußerst geheim gehaltener, was den genauen Standort angeht) Wiederauswilderung begonnen und ...
... so können wir heute mit Freude eine aktuelle Tagesmeldung der Verantwortlichen zur Kenntnis nehmen, daß sich die Zahl der in Gefangenschaft + in Freiheit befindlichen Exemplare auf sage und schreibe 813 (naja, wie genau die jetzt auf diese Zahl kommen, ist mir auch nicht ganz klar *g*) angewachsen ist! *froi-froi!!*
Die wieder ausgewilderten Exemplare sind übrigens alle mit einem Microchip versehen, um den Bestand besser kontrollieren zu können.
Ein guter Freund von mir ist Angestellter beim Medio Ambiente, also bei der insularen Umweltbehörde, hat mir ausm Nähkästchen berichtet, die ganze Sache ist ungemein faszinierend.
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