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| es ist nur wenige Jahrhunderte her, da war El Hierro auch für die bestinformierten Kartographen das Ende der Welt, zumindest ihrer Kartenwelt. Ich habe vor kurzem bei einer anderen Recherche die fast schon märchenhafte Geschichte gefunden, wie es zu seiner Errichtung kam und welche Schwierigkeiten der Bau machte. Voilà: Eines Nachts kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges manövrierte ein spanisches Schiff aus Amerika kommend in der Finsternis. Mit wüsten Flüchen über die stockfinstere Nacht und den Wellengang suchte der Kapitän den Horizont auf der Suche nach irgendeinem Orientierungszeichen ab. Einige Felsklippen ragten als drohende Schatten aus dem Atlantik und brachten große Gefahr für Besatzung und Passagiere, die von der langen Überfahrt schon völlig erschöpft waren. Unter ihnen befand sich der Ingenieur José Herbella, dem in dieser Situation die Idee für einen Leuchtturm kam, der diese natürliche Grenze zu Amerika beleuchten sollte. Man befand sich soeben auf Höhe der Punta de Orchilla auf der Insel El Hierro. Das Schiff entkam dieser gefährlichen Situation auf der Suche nach dem Leuchtturm von Maspalomas auf der Insel Gran Canaria. Vielleicht befand sich unter seiner Besatzung jener, der sich wenig später daran machte, mit einem Schiff diejenigen Felsen von Arucas nach Hierro zu bringen, aus denen man dann den am meisten westlich gelegenen Leuchtturm der Kanaren errichtete. Zahllose Transportfahrten waren nötig zu dieser alten Enklave des Null-Meridians. Nach dem Entladen im Hafen wurden das Gestein durch eine Kamelkaravane in die Berge von Orchilla transportiert. Erstmals leuchtete der Leuchtturm im Jahr 1933 und für lange Zeit kam das zum Betrieb benötigte Petroleum alle 2 Wochen aus Teneriffa in den Hafen von La Restinga. Später wurde es zu einer Anlegestelle nahe dem Leuchtturm verschifft. 3 Leuchtturmwärter wechselten sich ab bei Betrieb und Wartung des Leuchtturms. Ständig mussten zwei von ihnen dort wohnen, da im Falle eines Unfalls einer von ihnen Hilfe holen musste. Man erzählt sich bis heute, dass während des 2. Weltkrieges plötzlich 27 Schiffbrüchige auftauchten, deren Schiff torpediert worden war. Obwohl man sich nicht verständigen konnte, wurden sie versorgt, bis die Behörden eintrafen sie unter misteriösen Umständen verschwanden. Die Leuchtturmwärter lebten mit ihren Familien am Leuchtturm, bis der Einsatz von Solartechnik sie ihrer wichtigsten Funktion beraubte, der permanenten Kontrolle des Petroleumvorrates. Das Ein- und Ausschalten des Leuchtfeuers erledigte nun dank der Dämmerung eine Fotozelle und um die Reinigung der Linsen kümmert sich ein Wichtel aus El Hierro. Diese Geschichte bezieht sich auf ein Ereignis, das in den „Noticias generales e historicas sobre la isla de El Hierro“ niedergelegt ist. Technische Daten des Leuchtturms: Leuchtturm erster Kategorie, Optik 184 cm, 3 U/min (12 weiße Blitze/min). Die Optik steht 132 m über dem Meer, 26 m über Grund. Das Leuchthaus hat einen Durchmesser von 3,5 m. Die Reichweite beträgt ca. 35 Meilen bei normalen Sichtbedingungen, 15 min. nach Sonnenuntergang schaltet sich das Leuchtfeuer ein und ca. 15 min vor Sonnenaufgang wieder aus. |
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| Jetzt muss ich mal wieder ein bißl granteln in eigener Sache: interessiert die breite still schweigend mitlesende Forianermannschaft nur noch Witze und Wetter?Sachen wie hier mit dem Faro de Orchilla oder das Thema mit den Anfängen des Tourismus im Süden sind anscheinend bereits zu komplex, um sie zu lesen. Besser smileys posten??? Oder lol oder rofl oder was für degenerierten Mist auch immer. Ich reiss mir den A... auf, um seitenlange Texte zu übersetzen, von denen ich annehme, dass sie noch keiner von Euch so gesehen oder gelesen hat. Finde nur ich diese Themen interessant? |
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| Schoen, deine Geschichte. Schade dass diese Romantik heute schon ersetzt ist durch Technik- siehe auch Glockenspiel. Ausnahme das Glockenspiel der grossen Kirche in Orotava. da wird noch selbst gezogen und da gibt es auch die verschiedensten Toene. Kannst dir sogar deine eigene Melodie bestellen.. Heute kann man sich- glaube an der Nordsee- in Leuchttuerme einmieten. Vielleicht gibt es das hier auch? M.E. gibt es aber auf Teneriffa keine verlassenen Leuchtomaten |
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| faro, leuchtturm, orchilla |
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