Meine allgemeinen Anfragen hier passt sowohl in diesen Thread, als auch in den Thread "Das Leben auf Teneriffa". Aber hier doch hauptsächlich, weil es bestimmt einige zukünftigen Auswanderer auch interessiert.
Also folgendes:
.) Wie sieht es allgemein mit der sozialen bzw. medizinischen Versorgung auf TF aus? Beim Stöbern im Internet bin ich auf mehrere Zahnärzte, einige Allgemeinmediziner, 1 Neurologen und ein paar Chirurgen gestossen. Was kann man im Normalfall erwarten bei zB. einer Erkältung, einem Beinbruch, Grippe usw., also alltägliche Geschichten. Das man privatversichert besser fährt wissen wir ja schon.
.) Wie sieht es mit schwierigeren, längerfristigen Problemen aus, wo man gar ein Spital benötigt (Herzprobleme usw.)? Wie ist die Qualität im allgemeinen in den Spitälern? Wie sieht es aus im Bezug auf den Arbeitsplatz, bekommt man gleich die Kündigung wenn man mal krank werden sollte, gibt es überhaupt eine Art Krankengeld?
.) Eine sehr wichtige Frage ist auch: Wie sieht es aus wenn Frau ein Kind bekommt - bekommen will, ist es sinnvoll einen kleinen Canario in TF zur Welt zu bringen, oder lieber in der alten Heimat? Ich persönlich bin der Meinung, wenn man schon ausgewandert ist, dann soll der/die Kleine gleich von klein an zweisprachig aufwachsen. Wie sieht es mit Mutterschutz, bzw. die Unterstützung der Mütter aus (vom Spital, vom Staat usw.)? Gibts da überhaupt Unterstützung?
jaja, ich weis, sehr viele Fragen, aber bestimmt nicht unberechtigt ;-)
und ich bin mir fast sicher, San Miguel weis da so die eine oder andere Sache :-P
wenn du nun eine privatversicherung hast, ist die medizinische versorgung sehr gut. wenn nicht, kannst du glueck oder pech haben, haengt nur davon ab, wo du gerade gemeldet bist. da kann es sein, dass sie dich ganz schnell mit paar medikamenten wieder heimschicken.
fuer schwierigere probleme wird man auf die halbinsel zu einem dortigen krankenhaus geschickt - auf krankenkassenkosten!
man bekommt keine kuendigung, wenn man krank ist, sondern lohnfortzahlung. vooooooorausgesetzt, man hat eine arbeit mit vertrag und so, moechte nicht wissen, wieviel prozent durchschnittlich der bei staat oder stadt angestellten wegen depression krankgeschrieben sind. aber (je nach branche) kriegt man normalerweise keinen vertrag, grad in der tourismusbranche nicht und dann muss man wirklich mit fieber und alles weiterarbeiten um probleme zu vermeiden.
mit geburten kenn ich mich nicht aus, aber soweit mir gesagt wurde, ist der mutterschutz in spanien weitaus kuerzer, als in d.
ich glaube, der mutterschutz betraegt nur drei monate oder so. aber mit drei, vier jahren "hat man sie los". da gehen sie dann in ein parabolito oder so aehnlich. und die meisten schulen sind ganztagsschulen. :-) wenn man bezahlt, muss man sie auch ueber die mittagspause nicht abholen.
:lol: es ist eine Sie, ist meine kleine, und sie hat nicht wirklich einen "Namen", sondern hört auf "muuz" ;-)
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was meinst du mit "halbinsel" ? meinst du festland spanien? ohOH, dauert das nicht lange, bei zB einem Herzinfarkt wohl eher kritisch? wird man da "rübergeflogen" ??
und sie ist net die einzige.... haben noch nen kater, romeo und noch eine alte lady, jeanny.... also 3 katzen und noch nen hund (westi, cäsar-werbung) :-D :-D
Ich mach' mich schon wieder unbeliebt, aber ich bleib' dabei: das Durchschnittsniveau der ärztlichen Versorgung auf Teneriffa ist miserabel.
Nehmen wir's mal ein bißl auseinander: Norden, Hauptstadtzone, Süden bzw. Normal-/Routineversorgung bzw. Intensiv-/Notfallversorgung.
Für die Regelversorgung kann man sich ein gewisses Maß an Qualität und sogar Perfektion kaufen, aber "(viel) bezahlen" ist kein Garant dafür, daß man sie dann auch kriegt. Ich bin z.B. von einem recht famosen Ärztezentrum in Las Américas mehrmals regelrecht ausgenommen worden, wogegen meine Partnerin bei Dra. Schweitzer sehr aufmerksam betreut wurde. Man muß halt den Arzt seines Vertrauens suchen und finden, genau wie in D oder A. Über die Standard-Versorgung reden wir besser nicht - was man in den gemeindlichen centros de salud erlebt, grenzt manchmal schon an Böswilligkeit - oder es ist nackte Inkompetenz. Angeblich gibt's auch gute, aber ich kenn' nur die anderen (Achtung, Mehrzahl!). Wie gigi schon sagt, können manche Behandlungen auf TF überhaupt nicht durchgeführt werden und es ist ein echtes Indiz für den realen Sachstand, daß nicht wenige Residenten im hohen Alter wieder zurück gehen in die Heimat, weil sie hier mit ihren multiplen Erkrankungen nicht ausreichend betreut werden können.
In der Hauptstadtzone (Santa Cruz, La Laguna) ist die Lage naturgemäß besser als im Norden (vor allem die nordwestliche Ecke, alles was über Los Realejos hinausgeht, hat ein ziemliches Problem) und vor allem der Süden ist nach meinem Dafürhalten desaströs.
Wenn wir zum Bereich "Unfall- und Akutversorgung kommen, denkt man am besten nicht weiter, sonst will man als diesbezüglich sensibler Mensch nicht auf TF leben). Schlaganfall, Herzinfarkt, schwerer Verkehrsunfall im Süden (alles Vorkommnisse, wo's auf jede Minute ankommt), da stirbt man an Verletzungen oder erleidet bleibende schwerste Schäden, wo man in Mitteleuropa nach rel. kurzer Zeit wieder rel. intakt aus dem Krankenhaus kommt.