Hallo!
eine kleine Korrektur noch zur Seg.Social.
Auch Rentner, können sich - sofern sie nur noch hier Residenten sind, in der Seguridad Social anmelden. Diese rechnet dann mit der ehemaligen deutschen Krankenverischerung ab.
Ich weiss dies, da meine Mutter das seit anderthalb Jahren so praktiziert.
susan
vielen Dank, das sind mal wieder konkrete weiterhelfende Antworten.
Bin nur am überlegen, ob ich - bis vor Ort alles gestaltet ist - zumindest übergangsweise bei meiner KV bleibe (bin derzeit freiwillig bei ner gesetzlichen versichert). Da ich meine selbständige Tätigkeit zunächst weiter von D aus mache, würde das wohl auch gehen, sagte man mir. Bei einer Mischtätigkeit in D und S wäre der Wohnort entscheidend, also dann S. Dann könnte man sich nur auf Antrag in D weiterversichern über Ausnahmegenehmigungen, was wohl auch geht, wenn man zumindest teilweise in D arbeitet. Über Vor- und Nachteile verschiedener Versicherer wurde ja hier schon einiges geschrieben, wahrscheinlich ist die Kombi aus Seg. Soc. + private Zusatz ganz gut, aber das wird wahrscheinlich sogar teuer, als die VS in D weiterzuführen. Naja, ich telefoniere diese Woche nochmal mit nem Anbieter privater VS auf TF, mal sehen, was das an neuen Erkenntnissen bringt.
Bei allen Vorbereitungen stelle ich aber fest, dass wir von einem vereinigten Europa noch meilenweit entfernt sind...
Halt uns aus dem Laufenden , el Tomate. Bei uns siehts so aus, daß wir wesentlich billiger kommen würden auf den Kanaren , selbst wenn wir noch eine private Zusatzversicherung abschliessen .Sie zocken uns eben ab als Selbständige hier, ohne Ende.
__________________ Waltraud
Niemand weiß, was in ihm drinsteckt,
solange er nicht versucht, es herauszuholen.
Wenn ich mal rekapitulieren darf (ich gehe von 1000 Euro brutto aus):
- Miete ca. 400 Euro
- Nebenkosten ca. 40 Euro
- Seguridad Social ca. 80 Euro (Vilaflor, laut den von Dir genannten Zahlen müssten es doch etwa 8% sein, oder?)
Da ist ja schon mal die Hälfte verpulvert.
Wie sieht es denn nun mit Steuern aus, oder habe ich das überlesen? Und welche Kosten würde ein Auto zusätzlich noch verursachen?
Einen schönen Tag wünscht euch,
Otis
__________________ ...I'm sittin' at the dock of the bay... Wasting time
@Waltraud: mit abgezockt meinst Du jetzt in D, nehm ich mal an (hatte gedacht, du seist schon auf TF). Na, in D zahlt man, wenn man über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, über 500 Euro für KV + PV und da is noch kein Pfennig für die Rente drin, aber die Verdienstmöglichkeiten sind halt deutlich besser als auf TF. Und wenn man in TF nix oder wenig verdient und in D weiter versichert ist, kommt man ja auch in ne Region um die 250 Euro...
Kostenhalbierung bei Umsiedlung nach TF bringt nix, wenn der Umsatz krepiert, im Gegenteil. Aber vielleicht habt ihr ja auch die ultimative Marktlücke für die Kanaren entdeckt..
Steuer-Thematik würde mich auch mal interessieren wie Otis. Ek-Str. soll sich ja nicht so viel geben zwischen D und E!? Außerdem soll das Absetzen von Betriebsausgaben einfacher funktionieren (naja, aufwändiger als in D kann ja kaum ne Steuererklärung aussehen).
Aufpassen müssen aber alle, die vielleicht ihre abbezahlte Hütte verkaufen und mit der Kohle nach Spanien kommen, da ist man nämlich schnell noch mit Vermögenssteuer dran und außerdem schlägt die Erbschafts- und Schenkungssteuer in Espana recht grausam zu, allerdings gab´s da wohl auch einige teilw. regionale Änderungen. Hab auch eine Meldung gelesen, dass 2009 die Verm.steuer abgeschafft werden soll, aber keine Ahnung, ob das Realität wird (sicher auch nicht so relevant für junge Aussteiger :-))
Die Mineralölsteuer ist jedenfalls deutlich niedriger...
Auto-VS scheint mir ziemlich vergleichbar mit D, hab gerade ein Angebot vorliegen, das sogar ein klein wenig teuerer ist als meine VS in D, bei etwas schlechteren VS-Leistungen, aber da muss ich mir noch Alternativen besorgen. Autosteuer wohl etwas günstiger.
@Waltraud, in welcher Größenordnung liegen denn so die privaten Zusatzversicherungen für die KV und wofür?
mh el Tomate , da ich nicht weiss, was du auf Teneriffa machen wirst, kann ich dir auch nichts dazu sagen ob dein Umsatz " krepiert ".Also mit abgezockt meine ich Deutschland, sicher. Bei uns ist die Lage so, daß ein Viertel der Familie auf Teneriffa ist seit über einem Jahr und der Rest hier noch warten muss bis es losgeht .Wir können von dort aus das Selbe machen wie hier aus, also keinerlei Unterschied vom Einkommen her, höchstens von der Ausgabenseite her .Steuern , du da kann ich dir nicht weiterhelfen. Der Junior gibt seiner gestoria jedes Vierteljahr seine Belege, den Rest macht sie. Bisher hat er minimalst Steuern abführen müssen.Und von der Erbschaftsteuerseite etc her - das ist hier in Frankreich auch nicht anders. Wenn man weiss wie, gehts immer gnädig aus.Ich werd mal am Wochenende meine gesammelten Links zu den Themen zusammensuchen und hier reinstellen.Da ist viel auch über das Steuersystem dabei.
Auch über Firmenstrukturen, wobei die eine sehr interessant ist auch in Bezug auf Erbschaften.
Thema Zusatzversicherung - also ich hab Bekannte, die so um die 45 € pro Moant berappen, weiss aber nicht genau welche Versicherung das ist.Das sei so ähnlich wie privat versichert in Deutschland.
Aber da sind sicher Leute im Forum, die das besser wissen !!
Grüße
__________________ Waltraud
Niemand weiß, was in ihm drinsteckt,
solange er nicht versucht, es herauszuholen.
Kleine Korrektur:
Die Sozialversicherung für "autónomos" betrug im vergangenen Jahr ca. 260,-Euro/Monat, da ein fiktives Mindesteinkommen des Selbstständigen von rund 650 Euro zugrunde gelegt wird.
Sorry, aber das ist nicht richtig. Ich habe letztes Jahr wie schon eine ganze Zeit 226,- und meine Tochter ist ganz normal bei mir mitversichert.
* Adeslas: Adeslas
Compania de Seguro Adeslas, S.A.
Passeig de Gracia, 85, 08008 Barcelona
Tel. 93 216 22 00, Hotline: 902 200 200
Seguridad Social - Grundsätze
Zur Finanzierung aller Bereiche der sozialen Sicherung wird ein globaler Beitrag von derzeit ca. 28,3 % erhoben.
Davon der Arbeitnehmer nur 1/6, der Arbeitgeber 5/6. Bemessungsgrenze: 2.652 Euro monatlich für die meisten Arbeitnehmer.
Es besteht keine freie Arztwahl, man wird dem Centro de Salud in seinem Wohnviertel zugewiesen, in dem man wiederum auf einen bestimmten Hausarzt beschränkt ist.
Das gesetzliche System gibt also den Arzt am Wohnort und die staatlich geführten Krankenhäuser vor.
Der Hausarzt muss grundsätzlich immer konsultiert werden, wenn medizinische Hilfe beansprucht wird.
Das gilt auch dann, wenn klar ist, dass ein Spezialist notwendig werden wird. Medikamente werden übernommen, abzüglich einer Selbstbeteiligung von 40% !!, wovon Rentner aber befreit sind. Die Medikamentenpreise in Spanien gehören zu den niedrigsten in der EU.
Will man freiere Arztwahl mit privaten Ärzten und Kliniken, muss man das selbst bezahlen!!!!
Um diese Kosten abzusichern, kann man eine private Zusatzversicherung abschliessen.
Meist besteht aber auch bei den Zusatzversicherern keine WIRKLICH freie Arztwahl, sondern man ist auf Vertragsärzte und -Kliniken des Versicherers beschränkt.
Teils kann man zwar auch freie Arzt- und Krankenhauswahl in Spanien (je nach Vertrag auch europa- oder weltweit) absichern, oft aber nur mit Eigenanteil von ca. 20%.
Immer zu beachten: Leistungsausschlüsse aller Art wie z.B. HIV/AIDS, Medikamente, Psychotherapie, Zahnbehandlungen und Jahreshöchstsätze für ambulante und stationäre Behandlungen, sowie evtl. ein jährliches Kündigungsrecht des Versicherers.
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So, das war´s.
Mein Sponsor hat immer gesagt: Bleiben Sie gesund!
Ein anderer fand das besser: Gute Preise, gute Besserung!
Wir Piraten meinen, dass man besser an der Vorsorge arbeiten sollte. Also immer schön gesund halten, bewegen und die Rumration nicht zu groß werden lassen.
Andererseits macht es auch keinen Sinn, auf die Empfehlungen der WHO zu hören, weil dann das Leben keinen Spaß mehr macht.
Wenn schon Tabak, dann bitte Kautabak, aber bitte nicht überall hinspucken!
Manche von uns haben auch nur noch ein Bein, weil es mit dem anderen Probleme gab, seitdem fühlen sie sich aber wohler.
Problematische Extremitäten also besser abwerfen.
Fazit: Es kommt also immer auf den Einzelfall an!
Hallo!
also wenn ich die verschiedenen berichte über die quoten der seg. social lese, bekomme ich den eindruck, dass es vielleicht auch branchenabhängig ist ??
mein mann ist autonomo in der baubranche und bezahlte vergangenes jahr monatlich euro 238,79 auf einer basis von 801,30 euro.
dieses jahr liegt der monatsbeitrag bei euro 256,99 mit einer basis von 859,50 (jährliche automatische anpassung zum februar)
was die steuer angeht:
alle 3 monate wird eine einfach einnahme-ausgabe-rechnung erstellt, auf den positiven ertrag werden 15% steuern abgeführt. dann gibt es im frühjahr eine jahressteuererklärung. die steuerfreigrenze bei 1 autonomo mit einer nicht-erwerbstätigen ehefrau liegt bei euro 6800,- . über die genauen steuersätze und progression kann ich aber nix sagen, da wir nie in höhere regionen kommen...
es ist jedenfalls wichtig, bei geschäftseröffnung jemanden / eine gestoria zu haben, die sich gut auskennt. im falle meines mannes ist dieser z.b. von der igic (mwst) befreit, sofern der jahresumsatz nicht einen bestimmten betrag übersteigt. das vereinfacht natürlich einiges.
ich bin nicht sicher, ob man einkünfte aus einem immobilienverkauf in deutschland hier in spanien angeben bzw. versteuern muss. eigentlich nur in deutschland. jedenfalls ist es bei uns so, dass wir nur noch "beschränkt steuerpflichtig" waren in brd und parktisch nur die kosten/einkünfte des hauses über das dt. finanzamt liefen.
ich hoffe, mein beitrag hat nicht nur zur weiteren verwirrung beigetragen!
grüsse
susan