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  #1 (permalink)  
Alt 07.04.2008, 15:41
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angweb befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard nach Teneriffa mit Kindern

Wir wollen nach Teneriffa ziehen und moechten unsere Kinder in eine oertliche Schule schicken, damit sie wirklich integriert werden und Spanisch lernen.
Mein Mann und ich sprechen Spanisch ( wir haben vorher schon mal in Spanien gelebt), aber ich mache mit Sorgen um meine Kinder ( 10, 8 und 5), dass sie sich mit den paar Worten und Saetzen die sie koennen total verloren fuehlen werden.WErden in den oeffentlichen Schulen Hilfen angeboten fuer Kinder deren Erstsprache nicht Spanisch ist? Ich waere dankbar ueber jeden Erfahrungsbericht den jemand haette, der seine Kinder in eine oertliche, spanische Schule geschickt hat. ... auch ueber den Sozialisationsprozess... :|
Gibt es Orte in denen die Schulen besser sind? Gibt es Wartelisten?

Freue mich auf Antwort!
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  #2 (permalink)  
Alt 07.04.2008, 17:03
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@ angweb

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Geändert von Pensador_XL (07.04.2008 um 17:06 Uhr).
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Alt 07.04.2008, 20:36
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Hi,

erstmal: die Anmeldung für die "normalen" einheimischen Schulen für das im Herbst beginnende Halbjahr sollte in diesen Tagen beginnen, also nicht verpassen, wenn relevant. Wir stecken gerade selbst in diesem Prozess drin, allerdings können unsere beiden einigermaßen spanisch (ansatzweise zweisprachig erzogen), trotzdem rechnen wir schon mit einem frustreichen ersten Jahr. Wenn ihr auf Dauer in Spanien bleiben wollt, dann macht sicher im Sinne einer Integration grundsätzlich eine "normale" Schule Sinn, allerdings - wenn das Spanisch wirklich nur aus ein paar Brocken besteht, dürfte es für die größeren schon etwas heftig werden, oder? Vielleicht dann doch zumindest die/den ältesten übergangsweise in die deutsche Schule und parallel kräftig spanisch pauken. Deutsche Schule gibts allerdings nur in der Nähe der Hauptstadt und kostet (steht in anderen Beiträgen) ein bisserl was.

Ich würde mal bei einer normalen einheimischen Schule nicht unbedingt auf allzuviel Toleranz und Sonderbehandlung zählen, davon kann man glaube ich nicht ausgehen. Tja, schade, dass es keine deutsche Schule im Süden gibt, da wären wir auch sofort mit dabei...

Bin gespannt auf weitere Antworten, denn so wahnsinnig viel substantielles (Ausnahme vom inzwischen leider historischen roten Traktor und ein paar andere) hab ich zu dem Thema tatsächlich auch nicht gefunden. Würde mich auch mal interessieren, ob´s konkrete Erfahrungen zur Integration der Kiddies in örtlichen Schulen gibt...

Gruß

Tomate

Geändert von ElTomate (07.04.2008 um 20:47 Uhr).
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  #4 (permalink)  
Alt 07.04.2008, 21:04
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Zitat:
Zitat von ElTomate Beitrag anzeigen
Deutsche Schule gibts allerdings nur in der Nähe der Hauptstadt und ....
Kleine Korrektur: Es gibt auch in Puerto de la Cruz eine deutsche Schule, allerdings nur Unterstufe.

Name: Deutsche Schule-Colegio Alemán del Puerto de la Cruz
Gründungsjahr: 1966
Anschrift: c./San Rafael 3, E-38400 Puerto de la Cruz, S./C. de Tenerife
Telefon und Fax: (0034) 922 38 40 62
E-Mail: colegioaleman@gmx.net
Schulleitung: Benedicta v. Levetzow
Rechtliche Stellung:
Die Deutsche Schule Puerto de la Cruz ist eine Privatschule mit staatlicher Anerkennung (Real Decreto 806/1993. Figura en el libro de Òrdenes del Consejero N° 611, folio 44 Vtc)


Außerdem gibt es in Tabaiba ein deutsches Gymnasium mit gutem Ruf. Dort kann mit einem in Deutschland anerkannten Abitur abgeschlossen werden.

Adresse: E-38190 Tabaiba-Alta- El Rosario, Calle Drago s/n
Telefon: 922/ 682010, Fax: 922/ 682746
Email: dstenerife@dstenerife.com
Webmaster: Jürgen Enders
URL: Deutsche Schule - Colegio Alemn Santa Cruz de Tenerife - Startseite

Zusätzlich hier die Liste der Schulen der Deutschen Botschaft, Madrid
__________________
Pensador_XL
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  #5 (permalink)  
Alt 07.04.2008, 22:00
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Für das fünfjährige und das achtjährige Kind dürfte es leichter werden. Die könnten durchaus in eine örtliche Grundschule gehen.

Das zehnjährige Kind könnte sich schwerer tun, weil es in D schon "sozialisiert" ist.

Privatschulen, das sind die deutschen Schulen auf TF, sind nicht billig. Schulgeld ab 260,00 EUR pro Monat, das können sich sicherlich nicht alle leisten.

Ich gehe davon aus, dass der Zuzug noch Zeit hat und die Kinder ab sofort intensiv spanisch lernen, denn eines muss klar sein:

Es ist auf TF nicht anders als in Deutschland, wer die Sprache nicht spricht, wird schnell ausgegrenzt.
Man muss wissen, was man den Kindern antun will. Auf Teneriffa sprechen zwar die wenigsten Eltern fremde Sprachen, sie reagieren aber häufig ganz verständnislos, wenn Ausländer unter ihnen wohnen, jedoch die Sprache nicht sprechen. Das gilt auch für die lieben Kleinen der Extranjeros.
Irgendwie kennt man das ja so auch von Deutschland. Das ist wahrscheinlich überall in Europa ähnlich.

Je besser die Grundkenntnisse, desto größer ist die Chance, dass die Kids "mitgenommen" werden und dort soziale Kontakte finden.

Hier mal ein Posting aus dem Michael Müller Forum:

Das wurde gefragt:
Zitat:
Hallo! Also, ich habe vor nach Teneriffa auszuwandern. Meine beiden Kinder sprechen aber glaube ich nicht genügend span., um in der Schule alles zu verstehen. Und auch mein span. ist nicht so gut, doch ich bin mir ziemlich sicher, dass wir drei es wohl im Alltag lernen werden. Wäre es aber ratsam, meine beiden Kinder (Juan-8, Hela-7) die Klasse, also meinen Sohn dann die 3., und meine Tochter die 2. Klasse erneut machen zu lassen? Ach ja, wie ist das denn mit den dt. Schulen, eigentlich war ich ja dagegen, aber vieleicht ist diese Idee gar nicht so schlecht, schließlich sollen die Kinder ihre alte Heimat nicht vergessen...! ; ) LG, Lisa


Geil finde ich ja, wenn die Mutter sagt,


Zitat:
Meine beiden Kinder sprechen aber glaube ich nicht genügend span., um in der Schule alles zu verstehen.
So, sie glaubt das. Na ja, dann wird es wohl so sein.


Zitat:

Thread aus Michael Müller Forum

Re: Schulen in Teneriffa


hallo lisa.
die spanischen grundschulen sidn sehr gut und biten auch foerderunterricht an fuer die kids.
sie lernen also in ner spanischen grundschule schneller spanisch als in der deutschen schule mit 8 wochenstunden spanisch...
und vergessen tun sie ihre deutsche heimat sicherlich nicht,weil daheim wird ja wohl weiterhin deutsch gesprochen...sie koennen sich mit spanisch besser auf der insel behaupten.
ich habe ein kind auf der deutschen schule und ein kleineres auf der spanischen,wuerde es jederzeit wieder machen. wuerde nur dann die deutsche schule vorziehen wenn ihr nur kurz,ein jahr oder so auf der insel bleiben wollt. ansonsten kannst du deinen kids doch nicht mehr mitgeben von der zeit hier, als wenn du dafuer sorgst dass sie sicher sind im spanischen sprachgebrauch, oder? denn das nimmt denen niemand mehr.
lieben gruss und gute entscheidungen
fata
Die Antwort ist ganz interessant. Fata argumentiert auch recht überzeugend!

Beeindruckend auch die Reaktion:

Zitat:
mit dem deutsch in unseren eigenen vier wenden wird es wohl in erster zeit etwas schwierig werden, da mein mann und ich (er ist marokkaner) meistens englisch reden. sein deutsch jedoch ist fast fehlerfrei, bis auf kleinigkeiten, deshalb habe ich keine bedenken, dass unsere beiden schätze unserem sprachchaos- englisch, spanisch, deutsch, und dann, wenn mein mann schimpft auch noch arabisch- bei uns zu hause nicht gewachsen sein werden.
Das sieht ja bei Euch viel besser aus.

Alles Gute für das "Unternehmen"!
Wenn noch Zeit ist, den Kindern intensiven Spanischunterricht zu ermöglichen, vielleicht in der Gruppe, dann kann alles auch ganz unproblematisch werden. Die Eltern können ja helfen, weil sie Spanisch sprechen!

Salu2

M.d.A./Integration ist alles!

Geändert von Vilaflor (07.04.2008 um 22:49 Uhr).
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  #6 (permalink)  
Alt 07.04.2008, 22:03
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Gomera befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo, ich lebe zwar auf La Gomera, aber ich kann Dir gerne Erfahrungen von hier schildern.
Normalerweise haben Kinder in dem Alter überhaupt keine Probleme sich in kürzester Zeit in den Schulen einzufinden, vor allem da Ihr ja auch spanisch sprecht. Problematisch ist es, wenn die Eltern in einem total deutschem Umfeld mit deutschem Fernsehen, deutschen Produkten, deutschen Akktivitäten " behindert" werden.
In unseren Schulen, öffentlichen, werden Ausländerkindern geholfen, sie bekommen extra Sprachunterricht, und oft auch einen deutsche Mitschüler neben sich, der in den ersten Monaten etwas hilft.
Wir haben hier auch schon Kinder gehabt, die lediglich 1 Jahr hier lebten und fast perfekt spanisch konnten, aber wie gesagt, das hängt sehr von den Eltern und deren Bemühungen um Integration ab. Sportliche oder musikalischen Nachmittagsaktivitäten sollten in einem spanischen Umfeld mit den Schulkameraden wahrgenommen werden.


Wegen der Schulauswahl: Jede Gemeinde hat ihre Schulen, die für die Bewohner zuständig ist, will man seine Kinder an einer anderen anmelden, geht es nur, wenn noch Plätze frei sind.
Eure Kinder können ja noch alle auf eine Schule, da bis 12 Jahre (6.Klasse) alle auf die Grundschule gehen, der/die 5-jährige kommt in die 5 Jahre Vorschulklasse.

Ab 7. Klasse gehts aufs Institut bis zur 12. Abitur.

Da ich viele Jahre im Elternrat und im Elternverein aktiv tätig war, und grade das Thema ausländischer Kinder oft Thema war, kann ich nur sagen, dass es äusserst wichtig, die Kinder von vornherein im spanischen Umfeld zu integrieren.
__________________
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  #7 (permalink)  
Alt 07.04.2008, 22:41
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Zitat:
Zitat von ElTomate Beitrag anzeigen
Hi,
Ich würde mal bei einer normalen einheimischen Schule nicht unbedingt auf allzuviel Toleranz und Sonderbehandlung zählen, davon kann man glaube ich nicht ausgehen. Tja, schade, dass es keine deutsche Schule im Süden gibt, da wären wir auch sofort mit dabei...

Bin gespannt auf weitere Antworten, denn so wahnsinnig viel substantielles (Ausnahme vom inzwischen leider historischen roten Traktor und ein paar andere) hab ich zu dem Thema tatsächlich auch nicht gefunden. Würde mich auch mal interessieren, ob´s konkrete Erfahrungen zur Integration der Kiddies in örtlichen Schulen gibt...

Gruß

Tomate
Ich dachte immer das Colegio Aleman in Miraverde wäre eine internationale Schule mit dt. Schwerpunkt ....oder????
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  #8 (permalink)  
Alt 07.04.2008, 23:30
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angweb befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Vielen Dank fuer die vielen Antworten.
Wir wollen jetzt anfangen uns auf den Umzug vorzubereiten, um dann im naechsten Sommer bereit zu sein. Meine Kinder haben also noch ein gutes Jahr Zeit intensiv Spanisch zu lernen. Wir leben in den USA, ( mein Mann ist Amerikaner) und sie sind schon zweisprachig deutsch/englisch, ich habe also Hoffnung, dass eine neue Sprache zu lernen recht schnell geht. Sie haben hier Spanish in der Schule jeden Tag fuer eine halbe Stunde, aber wirklich sprechen lernen tut man da ja leider nicht so.
Wir haben ziemlich realistische Vorstelllung, wie es ist in einem neuen Land anzufangen, da wir es schon oefter gemacht haben, speziell eben auch in Spaninen, (Wir haben in Barcelona gearbeitet und gelebt, da gibts noch eine Sprache mehr...) und werden diesen Sommer in Teneriffa verbringen als Vorbereitung. Man kann sich vieles schoen trauemen und deshalb finde ich es klasse, dass ihr euch die Zeit nehmt hier ein bisschen "Perspektive"zu schreiben.

Den Eindruck, den ich jetzt habe, ist, dass es unbedingt notwendig ist, die Kinder in eine spanische Schule zu intergrieren, da wir wirklich fuer lange Zeit bleiben wollen. Es scheint unterschiedlich in den Schulen zu sein, ob den auslaendischen Kindern geholfen wird oder nicht. Hat denn jemand hier Kinder in einer oeffentlichen Schule, der Sprachhilfe von der Schule angeboten bekommen hat? Der Beitrag von "Gomera" hat mich ermutigt :-),
....das mit dem deutschen Gymnasium kommt leider nicht in Frage, aber Danke fuer den Link, ich glaube mit 3 Kindern wird das zu teuer werden...

Bin weiterhin dankbar fuer jeden Erfahrungsbericht, den mir Eltern geben koennten!

Geändert von angweb (07.04.2008 um 23:34 Uhr).
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  #9 (permalink)  
Alt 08.04.2008, 12:32
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canaria111 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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So, dann melde ich mich auch mal zu Worte.

Ich denke mir, die "Kleinen" werden in der Schule nicht viele Probleme haben. Ich kenne zwar keine öffentliche Schule, die Nachhilfe in Spanisch gib, aber kenne auch keine Schule, die keine Ausländerkinder hat, die den Neuen dementsprechend unter die Arme greifen.

Auf welche Schule die Kinder kommen, kommt drauf an, wo Ihr wohnen werdet. Dementsprechend gehen die Kinder dann in die Schule der Ortschaft. Das kann man sich hier nicht so ohne weiteres Aussuchen. Wenn Ihr die Kinder auf eine Schule schicken wollte, wo sie eigentlich "nicht hin gehören", muss diese Schule Platz haben und die Kinder müssen zum Unterricht gebracht werden.

Ich halte das nicht für sinnvoll. Einfacher integriert werden sie, wenn sie mit den Kindern in der Nachbarschaft zur Schule gehen und samoit dorthin Kontakt bekommen. Die Schule zu der Ihr Wohnungsmässig dann gehört, muss die Kinder aufnehmen, egal wann ihr herkommt.
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  #10 (permalink)  
Alt 08.04.2008, 13:55
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Hi Gomera,

wie ist das denn genau mit Grenze Grundschule/Instituto? Unsere beiden sind Jg. Herbst 96 und man sagte uns heute, dass sie schon Kandidaten für´s Instituto seien. Im übrigen könnten wir in puncto Anmeldung von D aus jetzt gar nichts machen, sondern sollten das dann direkt im Sept. vor Ort in Angriff nehmen (mit den Unterlagen für empadronamiente etc...). Instituto entspricht ja hier dann der 7. Klasse (in D gehen die beiden gerade auf die 5. im G8-Gymnasium), erscheint mir dann doch eher ein bisserl gewagt, wäre mir etwas wohler mit der 6. auf TF, aber die richten sich wohl strikt nach dem Alter und nicht nach dem Können!?

Gruß

Tomate
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