Hallo, ich bin neu in diesem Forum. Auswandern habe ich schon oft versucht, aber hatte nie das Gefühl von "Heimat" Eigentlich wäre das nächste Ziel ganz bequem Mallorca gewesen, aber wenn man sich anschaut, was da los ist mit platzender Immobilienblase und Masseneinwanderung aus dem Ostblock, fällt meine Wahl auf die Kanaren, spez. TF. Da ich seit acht Jahren eine treue Begleitung in Form eines Hundes habe, frage ich mich nun, ob es von Cadiz aus mit dem Schiff möglich ist, einen Hund zu Befördern, und vor allem, WiE ????? Hat vielleicht jemand Erfahrung ???? Ein Auto mitbringen, macht ja auch keinen Sinn, wie ich in diesem Forum gelernt habe !!!! Am Besten also nur mit leichtem Handgepäck und einem Konto voller dineros in Puerto ankommen ???????? Gibt es ein Schnellboot (Catamaran) ab Cadis ?????? Danke für Eure Hilfe
Hallo BelAir,
hoffentlich wirst Du nicht Deinem Nick folgen und Dich auf TF im barrio de Buenos Aires (Westrand von Santa Cruz) ansiedeln - dort stinkts nämlich dem Namen des Stadtteils zum Trotz (wg. Raffinerie) ganz gottserbärmlich...
1. Hund auf's Schiff? Ja, darf er.
2. Auto hier kaufen? Fast immer richtig(er)
3. Deine Gepäck-Ideen sind nicht zu toppen, notfalls könntest Du noch das Handgepäck weglassen, aber keinesfalls den Rest.
4. Schnellboot ab Cadiz ist nicht, aber das normale Fährschiff fährt auch "nur" 42 Stunden.
5. Mallorca - Masseneinwanderung aus dem OSTBLOCK? Ist das etwa die OSTZONE? Oder alles hinter dem EISERNEN VORHANG? Da wo die KOMMUNISTEN zu Hause sind? Jetzt, wo der KALTE KRIEG nur der allgemeinen Erderwärmung zum Opfer gefallen ist? Vielleicht muss ich Dich ein bißl verunsichern in Deiner Entscheidung für Teneriffa: auch hier ist nicht "russenfreie Zone", in 2007 waren schätzungsweise 80.000 - 85.000 russischsprachige Touristen auf Teneriffa, die ganzen Polen und Balten und Rumänen und Bulgaren und Jugos nicht gerechnet. Und mehr und mehr von denen kommen mit so viel Pulver hier an, daß sie gar nicht mehr zurückfliegen, sondern sich hier gleich einkaufen.
Aber ich kann Dich auch wieder beruhigen: das sind Menschen wie alle anderen auch, sie beißen auch nicht mehr als andere Nationen.
Schönen Dank für die schnelle Antwort. Das Handgepäck brauche ich für meine Unterlagen, damit ich meine Quali für einen Job nachweisen kann. Das Konto ist leider nicht so prall gefüllt, das ich davon den Rest meines daseins finanzieren könnte.
Aber das ist warscheinlich das grösste Problem, einen Job zu finden, mit dem man überleben kann ?????
Gibt es Hindernisse, oder gefragte Branchen ??? Ich habe mich jetzt zu lange mit den Balearen beschäftigt und glaube, das es auf TF etwas anders zugeht ???
Wenn ich ankomme, wäre es natürlich schön, eine Anlaufstelle zu haben.
Ich suche 40-60 m², gerne etwas ländlich, aber nicht zu weit von Arbeitsmöglichkeiten entfernt. Bin ich dann besser im Norden oder im Süden aufgehoben ????? Urlaub ist ja bekanntlich ein anderes Ding als Alltag leben.
Danke für Hinweise.
Natürlich geht's auf Teneriffa anders zu als wo anders. Und oder auch wieder nicht. Solange man nicht weiß, was Dich woanders stört, Deine Lebensqualität wirklich beeinträchtigt, kann man natürlich nie sinnvoll sagen, ob's anders ist oder nicht. Und in jedem Dort ist's wieder anders.
Aus Deiner sehr schiff-fokussierten Frage hatte ich vermutet, daß Du vielleicht Flugangst hast. Das wäre nämlich m.E. der einzige Grund, den Flieger zu vermeiden, alle anderen Variante (Fähre, Ruderboot, Schwimmen) haben massive Nachteile und sind auf jeden Fall unbequemer und teuerer.
Aber nun hab' ich in Deinem anderen Thema gelesen, daß "Sensibelchen" traumatisiert werden könnte im Flieger...
Ich kann Dich beruhigen, was Sensibelchen angeht, er wird den Flieger genießen, viel mehr jedenfalls als fast 2 Tage auf'm Schiff.
Ich kann Dich nicht beruhigen, was Deine Chancen bei irgendwelcher Arbeitsplatz-Suche angeht. Die Zahl der Arbeitsplätze, in welchem Beruf auch immer (vielleicht nicht Schäfer, aber hier gibt's kaum Schafe), wo Du Hund mitbringen kannst, ist nahe null. Deine Chancen gerade als Neuling im hiesigen Arbeitsmarkt, aber mit bellendem Klotz am Bein, sind's ebenfalls.
Also besser ein neues Zuhause fürs Hundi finden, und sich allein durchkämpfen, notfalls mit Kellnerjobs oder "Tanzeinlagen" wenn
ich richtig vermute ????? Und wenn es dann nicht klappt, ab in den Flieger und in die nächste Ungewissheit ??????
@ BelAir
Lass dich mal nicht zu sehr verschrecken. Wenn Du wirklich über Auswandern nachdenkst, dann ist Europa (innerhalb Schengener Abkommen) sowieso nicht das Richtige. Das wäre dann nämlich nur ein Umzug. Ansonsten hast Du geschrieben, dass Du des "öfteren" schon ausgewandert bist.Dann solltest Du eigentlich einiges an Erfahrung haben.Das soll jetzt nicht weiter ausgeführt werden. Fakt ist, wenn du deine Träume leben willst, dann versuch es. Es kommt sicherlich auch darauf an, wieviele "Rückschläge" du verträgst und dir auch leisten kannst. Deinem Hund bekommt es sicher besser zu fliegen, denn auf spanischen Fähren sind Hunde auch nicht sooo gerne gesehen. Dann ist es ganz wichtig, aber ist auch egal wo man hingeht, die jeweilige Sprache zu können. Beherrschen muss nicht sein, dass lernst Du dann vor Ort. Wichtig ist es, sich mit den Gegenbenheiten vor Ort klar zu sein. Es ist nun mal in jedem "Ausland" anders als zu Hause.
Ich finde es recht traurig ( oder sollte man eher arm sagen?) dass einige Persönlichkeiten hier immer über " Neulinge" mit allerlei Rügen, was ist das denn für ein Einstieg etc. herfallen. Naja, so ist es halt.
Lebe deinen Traum, einen Traum nicht gelebt zu haben ist hart, aber einen Traum sterben zu sehen ist die Hölle.Gruss Gunnar.
[quote=Gunnar;9559Ich finde es recht traurig ( oder sollte man eher arm sagen?) dass einige Persönlichkeiten hier immer über " Neulinge" mit allerlei Rügen, was ist das denn für ein Einstieg etc. herfallen. Naja, so ist es halt.
Lebe deinen Traum, einen Traum nicht gelebt zu haben ist hart, aber einen Traum sterben zu sehen ist die Hölle.Gruss Gunnar.[/QUOTE]
@ belAir und auch Gunnar
Ich geh' bestimmt nicht fehl, wenn ich mich durch die zitierte Bemerkung angesprochen fühle. Im Gegensatz zu den allermeisten anderen Forianern hier nehme ich seit nunmehr 7 Jahren als Betreiber zweier Firmen am kanarischen Alltagsleben in wirklich allen Höhen und Tiefen teil (Kunden, Lieferanten, Personal, Behörden, Politik). Meine in vielen Aspekten sehr skeptische Meinung zu den Alltags-Lebensbedingungen hier und zum Canario an sich ist nicht durch einen allgemeinen Lebens-Fatalismus begründet, sondern durch die Lebensrealität. Wenn man JEDEM sogenannten "Auswanderungswilligen" nach TF blind empfiehlt "lass' es bleiben", hat man eine Trefferquote von 90 %.
Dennoch gebe ich mir, und einige andere auch (die besinnliche, skeptische Einstellung, deren deutsch-TF-weite foren-Etablierung ich mir ganz stolz auf die Fahnen schreibe! hat sich sogar bis ins früher mal der "die sind alle so lieb hier" gepflegten Einstellung verpflichtete Forum nebenan fortgepflanzt) - abseits jeder sachlichen Logik und nicht vorhandener unbezahlter Freizeit Mühe, anderen Menschen zu helfen mit fundierten, beweisbaren Einschätzungen. Das ist kein "Herfallen", sondern aktive Lebenshilfe, kann Zeit, Geld, Nerven, zerplatzte Illusionen sparen helfen. Daß ich es nicht immer in die liebevollsten Worte kleide, hat ausschließlich sachliche Gründe. Zum Einen hab' ich meist schon zigmal die Antwort auf immer wieder neu auftauchende Standardfragen geschrieben (das Benützen der Suchfunktion oder tage-/wochenlanges Mitlesen scheint manchem Neuling wirklich Schmerzen zu bereiten, anders kann man sich Erstbeiträge in 4-fach großer Fettschrift mit der Bitte um möglichst vollständige Adresslisten nicht erklären!)
Zum Anderen sparts einfach Zeit und macht "die Message deutlicher", wenn sie ein bißl drastisch ausfällt.
einen Traum sterben zu sehen, ist vor allem dann die Hölle, wenn damit wie so oft alle noch verbliebenen sachlichen Lebensgrundlagen auch abgeraucht sind und man es mit ein bißchen Wahrnehmungsbereitschaft und Vorbereitung auch vorher schon hätte wissen müssen. Mit offenen Augen ins Waterloo zu rennen ist kein Zeichen von Vision oder Mut, sondern einfach nur doof! Frag' mal die dt. Seelsorger hier, wie oft sie schon Leute von Klippen "wegbeten" mussten, von denen sie springen wollten oder den dt. Honorarkonsul Ingo Pangels, wieviele Rückflugtickets zurück ins Land der nahezu grenzenlosen Sozialleistungen er schon regeln musste für Leute, die keinen Knopf mehr auf dem Leib hatten...
Es freut mich natürlich ungemein, dass Du dich angesprochen fühlst und auch noch innerhalb kürzester Zeit einen unheimlich langen Text dazu geschrieben hast. Es drängt sich mir der Gedanke auf, dass es vorbereitete Texte sind. Nicht für ungut, ist nur mein Gedanke, und Gedanken sind ja frei. Du hast ja auch so schön, dass "nebenan" eingefügt. Was meinst Du denn damit?
Deine Erfahrung in sieben Jahren als Inhaber zweier Firmen in Ehren, aber das ist nunmal nicht das Mass der Dinge. Es sei dir unbesehen, und natürlich auch verziehen, soweit du es zulässt, immer das selbe und auch natürlich nicht das schlechteste zu predigen. Aber andere haben auch Ideen und Gefühle. Das Gefühl, Deutschland verlassen zu müssen und irgendwo anders sein "Glück" zu suchen ist doch legitim. Ich selbst, du magst es mir nachsehen, habe schon einige Jahre im Süden verbracht. Meine Erfahrungen sind auch nicht so positiv gewesen, aber ich habe eine Menge gelernt und lebe noch. Warum sollte es anderen anders ergehen? Ich habe es versucht, vieles erlebt, vieles überlebt und mache es nochmal. In den Süden gehen. Was bin ich jetzt in deinen Augen? Unbelehrbar? Und was bedeutet denn heute noch die Sicherheit in Deutschland? Nichts. Und warum? Weil wir mittlerweile schnurstracks auf dem Weg nach Europa sind.Wie du selbst schon, irgendwann mal, geschrieben hast: Es ist hart, aber nicht unmöglich,in weniger als 6 Monaten Geld zu verdienen und zumindest seinen Kühlschrank zu füllen. Meinst Du wirklich (nicht persönlich gemeint), der Rest der Welt ist doof und überlebensunfähig? Gruss Gunnar.
Geändert von Gelöschter Benutzer 1 (19.01.2008 um 22:40 Uhr).
Hallo Belair-kom`einfach. Eine Wohnung,z.B. meine koent`ich dir organiesieren, Hund kein Problem; es gibt schon ein paar in der Anlage; unser Auto koennt ich dir auch ueberlassen; also--tell me!!