Hi sanmiguel,
tja, mit einem Übermaß an Rosarot-Sehen bin ich sicher nicht ausgestattet. Realistisch gesehen werde ich (zumindest temporär) den Lebensunterhalt durch Projektarbeit in D erwirtschaften müssen, da mach ich mir nichts vor. Parallel möchte ich aber versuchen, mit Produkten/Services einiger meiner aktuellen Kunden auf den Kanaren Fuß zu fassen, sicher ein harter Brocken Arbeit. Dabei geht es zum Beispiel um die Vermarktung eines innovativen Desinfektionsverfahrens (hab von etwas ähnlichem allerdings auch schon mal in der deutschen TF-Presse gelesen).
Was ich mich manchmal frage, ist, wie denn die durchschnittliche kanarische Familie "über die Runden" kommt. Man liest von sehr niedrigen Durchschnittseinkommen, entsprechend geringer Kapitalkraft, Leben auf Pump, aber auf der anderen Seite von absolut mit D vergleichbaren Lebenshaltungskosten (sieht man mal - je nach Wohnlage - vom Wegfall Heizkosten ab). Denke mal die notwendige private KV wird nicht billiger sein als die deutsche gesetzliche, vielleicht sind die steuerlichen Abgaben etwas geringer. Mieten sind auf hiesigem Niveau, Immobilienpreise auch (noch?- droht hier evtl. ein USA-ähnliches Debakel?).
Letztes Jahr hab ich mal in Santa Cruz ganz interessante Gespräche wg. ZEC/Industrieansiedlung geführt. Man bemüht sich ja schon, Investoren nach TF zu locken, aber bislang zieht das ja die wertschöpfenden Industrien nicht so recht, aufgrund der logistischen Bedingungen ja auch kein Wunder...
Naja, Erfahrungen mit selbständigem Unternehmertum hab ich in D ausreichend gesammelt und vielleicht findet man ja im Laufe der Zeit noch die 137. Tourismus-Nische.
Gruß aus Germany bei Schmuddelwetter um die 0 Grad (Arona hat lt. Sidebar-Thermometer gerade 21 mehr)
Tomate |