Aber , wie Ihr in meiner Vorstellung lesen konntet, züchte ich Berner Sennenhunde. Jetzt mein Problem .
Eine Frau, die vor 3 Jahren nach Teneriffa mit ihrem Berner ausgewandert ist, hat bei mir einen Welpen aus unserem nächsten Wurf bestellt. (Sie musste ihre Hündin vor 3 Wochen einschläfern lassen)
Das Umfeld für den Welpen stimmt, ist OK.
Aber wie sieht es mit der Einfuhr aus? Wie alt muß der Welpe sein?
Abgabe wäre vom Züchter 9 te - 12te Woche. Nur dann hat der Welpe erst die erste Impfung - Tollwutimpfung fehlt dann noch.
Impfplan würde so aussehen: 6 te Woche - 1. Impfung
12. Woche - 2 Impfung plus Tollwut, plus Zwingerhusten und 4 Wochen später dann die Tollwutauffrischung.
Das würde bedeuten, das sie den Welpen erst mit 17 Wochen übernehmen könnte. Und das wäre für das Tier fatal.
Und was noch ganz wichtig ist, wie ist das Klima auf Teneriffa? Ist das überhaupt ein Ort, wo sich ein langhaariger Berner Sennenhund wohlfühlen kann?
Ich hoffe, der eine oder andere von Euch kann mir weiterhelfen, oder mir Links nennen, wo ich mich erkundigen kann.
Danke schonmal für Eur Antworten.
Hallo Maren,
ich bin kein Züchter und kein Hundeexperte aber lesen kann ich.
Zitat aus Wiki:
Heißes Wetter macht ihnen aufgrund ihres langen und dichten Fellkleides zu schaffen. Im Winter und bei kühlen oder frostigen Temperaturen fühlen sie sich pudelwohl.
Danke für Deine Antwort. Aber normales Sommerwetter, so wie bei uns ist für einen Berner kein Problem, sofern er gesund ist. Das er sich bei kalten Temperaturen wohler fühlt ist klar. Es gibt Berner auch in Mexiko und sogar in Afrika - wobei ich diese beiden Orte nicht so toll für den Hund finde und dort ist es garantiert zu heiß.
Wenn aber das Klima auf Tenneriffa so ähnlich wie bei uns ist, dann wäre das OK genau das kann ich nicht beurteilen, da ich noch nie im Süden war.
Danke, die Temperaturen habe ich mir erstmal ausgedruckt.
Weiß vielleicht noch jemand von Euch , wie das mit den Impfungen aussieht, oder wo ich dazu Infos bekommen kann?
Zum Klima und Berner Sennenhunde:
Es gibt z.B. viele Huskies auf der Insel, die sich ja auch eher bei kühlen Temperaturen wohlfühlen, einen "Berner" habe ich leider noch nicht gesehen.
Es kommt aber nicht nur darauf an, dass Teneriffe auf dem 28. Breitengrad 300km westlich Afrikas liegt, sondern dass es sich um ein maritimes Klima handelt. Das bedeutet, dass im Winter die Temperaturen nicht wesentlich abkühlen, im Sommer aber auch keine Saharahitze entsteht. Die Temperaturtabelle ist leider etwas pauschal. Immerhin hat Teneriffa ein ausgeprägtes Höhenprofil bis 3718m ü.NN, Siedlungen gibt es allerdings nur bis ca 1400m. Im Winter kann es bis auf 1000m herab schneien.
Ausnahme: Sollte eine Calima-Wetterlage herrschen, kann es bis über 40°C heiß werden. Diese Wetterlage bringt uns erhitzte Luftmassen mit rotem/gelbem Sand angereichert aus der Sahara (bei Ost- bis Süd-Ost-Wind). Diese Wetterlage dauert normalerweise eine Woche und kommt mehrmals im Jahr vor.
Der gewöhnliche Aufenthalt (Wohnort) deiner Kundin ist wichtig. Wohnt sie auf Meereshöhe, kann die hohe Luftfeuchtigkeit und höhere Temperatur dem armen Pelztier schon zu schaffen machen. Wohnt sie aber z.B. in Vilaflor (~1400m ü.NN.), welches auch im Südteil der Insel zu suchen ist, dann dürfte das kein Problem sein.
Vorschlag: Sprich doch mit einem der hier niedergelassenen Tierärzte in der Nähe des Wohnorts deiner Kundin (oder die Kundin macht's). Allerdings sind die nicht leicht zu finden, da die Gelben Seiten keinen Sammeleintrag "veterinario" enthalten. Ich suche aber gerne für dich weiter, wenn Du mir den Wohnort der Kundin NUR als private Nachricht zusendest.
Sie wohnt in Los Realejos.
Da sie ja schon einen Berner auf der Insel hatte, wird sie sich nicht so leicht eines Besseren belehren lassen. Ich möchte, wenn ich muß, ihr nicht einfach nur absagen, sondern wenigsten versuchen sie durch Argumente zu Überzeugen, das sie sich für eine andere Rasse entscheidet. Ich will sie auch nicht irgendwie verletzen und vor den Kopf schlagen. Angeblich hat sie mehr wie 30 Jahre Hundeerfahrung und ist sogar Hundetrainerin - gerade da muß ich stichhaltige Argumente haben, um zu überzeugen, das, wenn sie die Rasse so sehr liebt, sie es einem Berner eigentlich aus Liebe schon garnicht zumuten kann. Sie holt sich sonst doch irgendwo einen Wusel und das wäre dann auch nicht im Sinne des Erfinders, wenn , dann möchte ich sie vom Berner abbringen. Ich glaube, ein Rhodesian Ridge wäre für Teneriffa besser geeignet, oder irgendwas anderes Kurzhaariges. Ich bin auf diese Kundin nicht angewiesen und um von mir einen Hund zu bekommen , muß alles passen: Der Mensch muß mir zusagen, das Umfeld muß passen - Kurz: ich muß ein gutes Gefühl dabei haben, sonst geht das nicht.
Hi,
der Hund muss mind.drei Monate alt sein,komplette Impfungen müssen nachgewiesen werden und der Hund muss geschippt sein.
Außerdem musst Du einen Internationalen Pass haben bzw. der Hund.
Sollte er unter drei Monaten sein hast Du große Probleme auf den Kanarischen Inseln da ein neues Gesetz raus gekommen ist.
Patrick hat ja schon die aktuelle Rechtslage berichtet, so bleibt mir nur Ergänzungen zu machen.
Zitat:
Zitat von Clionyke
Sie wohnt in Los Realejos.
Das ist schon 'mal gut für den Hund, denn die Gemeinde liegt im Norden der Insel. Das bewohnte Gebiet erstreckt sich dort von ca. 75m (Kante Steilküste) bis knapp 900m ü. NN. Es gibt dort häufig den Stau der Passatwolken vor dem Teide-Massiv, was die Sonneneinstrahlung mildert.
Zitat:
Angeblich hat sie mehr wie 30 Jahre Hundeerfahrung und ist sogar Hundetrainerin - gerade da muß ich stichhaltige Argumente haben, um zu überzeugen, das, wenn sie die Rasse so sehr liebt, sie es einem Berner eigentlich aus Liebe schon garnicht zumuten kann.
Dann sollte sie eigenlich wissen, was sie tut. Und wo die Liebe hinfällt, da wächst kein Gras mehr. Ein Berner Sennenhund ist nun 'mal kein Rhodesian Ridge.
Ich hoffe sehr, dass es keine Affenliebe ist, wie leider oft beobachtet werden kann. Vor allem alleinstehende ältere Damen neigen dazu, nach dem Vorbild der eigenen Figur den Hund zu ernähren. Ich will Niemandem zu nahe treten, aber solche Hunde, die so breit wie lang sind und sich kaum noch auf den Beinen halten können vor Übergewicht, tun mir entsetzlich leid. Das ist Tierquälerei pur. Dagegen ist das Hecheln wegen Hitze noch recht harmlos.
Zitat:
... um von mir einen Hund zu bekommen , muß alles passen: Der Mensch muß mir zusagen, das Umfeld muß passen - Kurz: ich muß ein gutes Gefühl dabei haben, sonst geht das nicht.
Das ist löblich, dass Du dich so um das spätere Umfeld deiner Schützlinge kümmerst. Nicht um dich zu erschrecken, aber die Einheimischen neigen eher dazu, Tiere als Sache und nicht als Lebewesen zu behandeln, wie oft in südlichen Ländern zu beobachten.
Mensch klasse, das war genau das, was ich brauchte!!
Sie ist eine Deutsche und erst vor 3 Jahren mit ihrer Bernerhündin dorthin gezogen. Mit dem Hund gab es wohl keinerlei Probleme. Aber es ist eben etwas anderes, wenn ein Welpe auf Reisen geht.
Gechipt sind unsere Welpen sowieso und demnach haben sie auch den EU-Ausweis.
Alles weitere wird sich finden. Unsere Babies kommen Ende September und im Oktober kommt sie uns besuchen. Dann werde ich mir persönlich ein Bild von der Frau machen - und meine Menschenkenntnis ist eigentlich sehr gut. Sie hat dann sowieso noch Auflagen, was die eventuelle Abholung und Unterbringung bis zum entsprechenden Alter betrifft.
1000 Dank an Alle, die mir so schnell geholfen haben - ich werde sehen, wie sich alles weitere ergibt.