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  #1 (permalink)  
Alt 02.11.2008, 14:41
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 07.10.2008
Beiträge: 3
gabor befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Ist es wirklich so schwer, einen Job zu finden, oder es ist nur eine Ausrede??

Hallo an alle,

mein Name ist Gabor. Ich wollte mal ein Thema eröffnen, in dem man unabhängig von bestimmten Berufen und Branchen offen über das Thema "Arbeit auf Teneriffa" sprechen kann. Mich wundert es, dass die von neuen Mitgliedern gestellten Fragen immer mit der Antwort "kannst du versuchen, aber es ist besser, wenn du in Deutschland bleibst" oder änliches beantwortet werden.
Ich möchte mit diesem Beitrag niemandem zu nahe treten und ich meine es nicht persönlich, aber ich möchte wissen, ob hinter diesen Antworten etwas anderes steckt? Könnte es sein, dass die bereits auf der Insel lebenden keine neuen Einwanderer sehen möchten, da sie um ihre eigene Existenz bangen?
Ich kann es mir nicht vorstellen, dass auf Teneriffa, wo laut Kanaren News in der Hauptsaison Winter 2008 / 2009 die Hotels und Ferien-Immobilien ausgebucht sind, keine Arbeit zu finden ist.
Ich bin mal gespannt, was ihr darüber denkt.

Gabor
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  #2 (permalink)  
Alt 02.11.2008, 15:41
Gesperrt
 
Registriert seit: 02.11.2008
Ort: Makaronesien, südlicher Abschnitt bei "Zahnstocher Charly"
Beiträge: 119
Villaverde befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Zitat:
wo laut Kanaren News in der Hauptsaison Winter 2008 / 2009 die Hotels und Ferien-Immobilien ausgebucht sind, keine Arbeit zu finden ist.
Man darf nicht alles glauben, was so geschrieben wird.
Tatsache ist, Teneriffa ist nicht ausgebucht.
Tatsache ist, dass die Arbeitslosenzahlen auf Teneriffa im vergangenen halben Jahr explodiert sind.
Tatsache ist auch, dass es genügend einheimische Arbeitslose gibt.
Der Rat, in Deutschland zu bleiben, ist für über 90% der potentiellen Arbeitssuchenden ein guter Rat.
Tatsache ist, dass zuviele, die in Deutschland schon Probleme haben, gerne auf den Kanarischen Inseln arbeiten wollen.
Was sie in der Regel nicht wissen (wollen) ist, dass das Leben für Ausländer auf den Inseln viel härter ist, als es jemals in Deutschland sein könnte.
Ich würde es als "soziale Eiseskälte" bezeichnen, die Ausländern, welche nicht reich und unabhängig sind, dort um die Nase weht.

Keiner hat auf den Inseln Angst vor sog. "deutschen Konkurrenten". Man weiss ja, dass die überwiegende Mehrheit scheitert. Sie werden eher belächelt.
Ein O-Ton aus Adeje:
Zitat:
Zu verwöhnt, völlig unrealistische Verdienstvorstellungen, keine Ahnung vom "wahren Leben" auf den Inseln, schlecht vorbereitet und mit Spanisch auf Kriegsfuss, wenn sie ankommen.
Das ist die Wahrheit, aber wer will das schon hören, wenn er lieber da arbeitet, wo andere Urlaub machen. Das ist ja auch verlockend. Jahrelang Arbeit + Urlaub gleichzeitig. Da wird man nicht alt, sondern bleibt jung und frisch, wenn der Sonnenschutzfaktor stimmt.

Zitat:
Könnte es sein, dass die bereits auf der Insel lebenden keine neuen Einwanderer sehen möchten, da sie um ihre eigene Existenz bangen?
Vor "Einwanderern" aus Deutschland hat keiner Angst, dann schon eher vor "Rübermachern" aus Afrika, die arbeiten gerne auch für 2,00 - 4,00 EUR und schicken dabei noch den Großteil des Lohns nach Afrika. That´s life!
Living in a Material World!

Frag´doch mal in Los Christianos oder Las Americas. Da gibt es noch schwarze Leibeigene!

Geändert von Villaverde (02.11.2008 um 16:06 Uhr).
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  #3 (permalink)  
Alt 02.11.2008, 17:13
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Registriert seit: 19.07.2008
Beiträge: 31
El Golfo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Zitat:
Vor "Einwanderern" aus Deutschland hat keiner Angst, dann schon eher vor "Rübermachern" aus Afrika, die arbeiten gerne auch für 2,00 - 4,00 EUR und schicken dabei noch den Großteil des Lohns nach Afrika. That´s life!
Living in a Material World!
Man kann aber immer noch schnell ein KLEINES VERMÖGEN auf den Inseln machen, wenn man vorher ein GROSSES mitbringt.
Das ist sogar alles noch viel besser geworden!
___________
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  #4 (permalink)  
Alt 02.11.2008, 18:26
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.07.2006
Ort: Los Menores
Beiträge: 226
Benji befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Leben und Arbeiten

Leider ist es so, dass der Arbeitsmarkt auf Teneriffa nicht gerade gut ist. Die Hotels sind nicht ausgebucht, d.h. Leute werden entlassen und es wird mit Sicherheit keine Einstellungen geben. Dann hapert es bei den meisten sogenannten Auswanderer an Sprachkenntnis, was wirklich sehr wichtig ist.
Im Klartext ist es so, dass Gastronomie und Hotelbranche momentan kein Bedarf besteht.
Einfach mal Urlaub auf einer der Inseln machen und sich vor Ort ein Bild machen, dann kann man es sich immernoch überlegen, ob man Auswandern will.
Erwähnen will ich doch noch, dass es weder auf der Insel noch in Los Cristianos "Leibeigene" gibt.
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  #5 (permalink)  
Alt 03.11.2008, 01:23
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Registriert seit: 02.11.2008
Ort: Makaronesien, südlicher Abschnitt bei "Zahnstocher Charly"
Beiträge: 119
Villaverde befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Erwähnen darf ich noch, dass es auf diesem Kanal schon eine kritische Auseinandersetzung mit Meldungen zur Ausbuchung auf Teneriffa gab.
Von "Placebo Meldungen" war dort die Rede, was sicher auch für die "Ausbuchungsmeldung" der sog. Kanaren News - never heard this name - gelten dürfte.
Bezug: Kritischer Thread
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  #6 (permalink)  
Alt 03.11.2008, 10:31
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Registriert seit: 02.11.2008
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Villaverde befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Ich wusste doch, dass ich etwas gelesen hatte, was das Arbeiten von Ausländern in Spanien angeht.
Die Kanarischen Inseln gehören ja zu Spanien.
Ausländer haben es als Arbeitssuchende zunehmend schwer.
Das kann man vermuten, wenn man folgendes liest.



Madrid will Zehntausende arbeitslose Migranten zu Rückkehr bewegen


Zitat:
Spanien will angesichts der kränkelnden Wirtschaft Zehntausende arbeitslos gewordene Einwanderer aus Nicht-EU-Staaten sowie deren Familien zur Rückkehr in ihre Heimatländer bewegen. Als Anreiz sollen sie die gesamte ihnen zustehende Arbeitslosenhilfe erhalten, kündigte Arbeitsminister Celestino Corbacho in Madrid an. Die von der sozialistischen Regierung beschlossene Initiative bedeutet einen radikalen Wandel in der Migrationspolitik des Landes. Sie sieht vor, dass die Immigranten 40 Prozent des Geldes vor der Abreise und den Rest einen Monat nach der Ankunft im Ursprungsland ausgezahlt bekommen. Drei Jahre lang dürfen sie dann nicht nach Spanien zurückkehren.

Die Einwanderer sollen mit dem Geld die Gelegenheit bekommen, sich in ihren Ländern eine neue Existenz aufzubauen. Profitieren können davon Immi-granten aus 19 Ländern, mit denen Sozialversicherungs-Abkommen bestehen, darunter etwa Marokko, Ecuador und Kolumbien. Von den rund 2,2 Millionen Immigranten aus Nicht-EU-Staaten in Spanien sind derzeit etwa 190.000 arbeitslos. In Zeiten des Wirtschaftsbooms hatte Spanien Hunderttausende Einwanderer als Arbeitskräfte ins Land geholt und selbst illegalen Immigranten Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen gewährt.

Quelle: Infocanarias
Kanarische Inseln - Kanarische Arbeitnehmer dürfen bei der Stellenvergabe bevorzugt werden
Zitat:
Der Minister für Arbeit, Industrie und Handel der kanarischen Regierung, Jorge Rodríguez, bestätigte am Mittwoch vor dem kanarischen Parlament, dass die Europäische Union die Rechtmäßigkeit der kanarischen Arbeitsmarktstrategie ratifiziert habe, die eine Bevorzugung der Einheimischen gegenüber Ausländern bei der Vergabe von Arbeitsplätzen vorsieht.

Rodríguez erklärte, die Behörden in Brüssel hätten der Rechtmäßigkeit einer begründeten Bevorzugung der einheimischen Arbeitskräfte zugestimmt, wenn diesbezüglich ein öffentliches Interesse bestehe. Der Arbeitsminister hielt fest, dass dies genau die Position bestätige, die die kanarische Regierung bereits seit acht Monaten verteidigt habe.

Man werde nun den Plan umsetzen, der eine bevorzugte Arbeitsplatzbesetzung für 10.000 Kanarische Bürger verfolge. Mit dieser Maßnahme soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass viele kanarische Arbeitnehmer Qualifikationsdefizite bei der Stellenbewerbung gegenüber ausländischen Mitbewerbern aufweisen.



Las ich im La Palma Forum

Was soll man sagen?
Bleibt erst einmal weg?
Oder haben deutsche ausländische Arbeitnehmer vielleicht sogar Qualifikationsvorteile bei der Stellenbewerbung gegenüber inländischen Mitbewerbern?
Man weiss es nicht!

Geändert von Villaverde (03.11.2008 um 10:40 Uhr).
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  #7 (permalink)  
Alt 03.11.2008, 17:23
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Registriert seit: 07.10.2008
Beiträge: 3
gabor befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Zitat:

"Oder haben deutsche ausländische Arbeitnehmer vielleicht sogar Qualifikationsvorteile bei der Stellenbewerbung gegenüber inländischen Mitbewerbern?
Man weiss es nicht!"

Ich kann mir kaum vorstellen, dass es so viele inländische auf den Inseln gibt, die die gleiche Qualifikation haben wie ich, oder andere aus den Eu-Länder.

Ich habe mich zB. auf Gran Canaria für eine Stelle beworben. Um die Stelle zu erhalten muss man perfekt Deutsch, Grundstufe Englisch und Spanisch, und noch eine andere, möglichst oseuropäische Sprache können. Außerdem muss der Bewerber ein Allroundhandwerker sein und einen LKW Führerschein besitzen. Darüber hinaus sollte er nicht zu viel Gehalt verlangen.
Also ich bin mal gespannt, ob ein Insolaner diese Qualifikation besizt.?


Als ich dieses Thema eröffnet habe, wollte ich eigentlich genau diese Frage stellen?
Ich dachte nicht an Leute, die in Deutschland bereits zu Sozialfall geworden sind, ob die eine Chance auf den Kanaren hätten.
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  #8 (permalink)  
Alt 03.11.2008, 17:33
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Registriert seit: 02.11.2008
Ort: Makaronesien, südlicher Abschnitt bei "Zahnstocher Charly"
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Villaverde befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Zitat:
Ich habe mich zB. auf Gran Canaria für eine Stelle beworben. Um die Stelle zu erhalten muss man perfekt Deutsch, Grundstufe Englisch und Spanisch, und noch eine andere, möglichst oseuropäische Sprache können. Außerdem muss der Bewerber ein Allroundhandwerker sein und einen LKW Führerschein besitzen. Darüber hinaus sollte er nicht zu viel Gehalt verlangen.
Also ich bin mal gespannt, ob ein Insolaner diese Qualifikation besizt.?
Hut ab!
Da wird ja wirklich nicht wenig verlangt.
Wahrscheinlich sollte man auch nicht über 35 Jahre alt/jung sein.
Ganz persönlich:
Ist es zuviel verlangt, wenn ich Dich frage, wieviel Du persönlich verdienen musst, um diesen Job annehmen zu können.
Ich vermute mal, dass Du in Deutschland ganz schnell vermittelbar wärest.

Please give us your feedback!
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  #9 (permalink)  
Alt 03.11.2008, 18:01
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 07.10.2008
Beiträge: 3
gabor befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard

Liebe/r Villaverde,

Doch... das habe ich ganz vergessen...man sollte möglichst viel Berufserfahrung haben, aber nicht zu alt sein. Ist das nicht widersprüchlich??
Auf jeden Fall habe ich gute Chancen, die Stelle zu bekommen.
Du darfst mich natürlich fragen.
Du musst dazu wissen, dass ich nicht aus Deutschland bin. Ich bin Ungar und wohne in Deutschland, bzw. auch in Ungarn.
In Deutschland habe ich ziemlich gut verdient (mehrere tausend €), aber mit dem Klima und Arbeitsklima komme ich einfach nicht zu recht. Es geht vielmehr um einen anderen Lebensstil und nicht um viel Geld.
Ich denke, dass ich auf den Kanaren nicht mehr verlangen würde, als die Insolaner selbst.
Zurzeit bin ich in Ungarn als Dolmetscher tätig, bzw. ich betreibe meine eigenen Webseiten.

Vielen Dank für Eure Antworten. Die ehrlichen Antworten helfen vielleicht nicht nur mir, sondern auch anderen, unentschlossenen Leuten, die es planen, auf die Kanaren auszuwandern.
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  #10 (permalink)  
Alt 03.11.2008, 22:12
Benutzer
 
Registriert seit: 22.07.2008
Beiträge: 45
Smarty befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Berufsausübung auf den Kanaren

Hallo Gabor, ich lebe nicht auf den Kanaren, doch ist speziell Teneriffa unsere bevorzugte Urlaubsinsel. Durch unsere dortigen Kontakte werden wir immer wieder auf den neuesten Stand gebracht.

Die Botschaft lautet: Hohe Arbeitslosigkeit (knapp 20%), teuere Preise (Lebensmittel), leere Hotels und Ferienwohnungen, Immobilienmarkt zusammengebrochen.

Das war jetzt Telegrammstil, aber Du kannst sicher daraus ableiten, wie die Berufsaussichten sind. Wenn die Hotels leer stehen, kann es sicher für Urlauber von Vorteil sein, weil dann mehr preisliches und möglicherweise auch leistungsmäßiges Entgegenkommen der Quartiergeber zu erwarten ist. Aber bei der hoher Arbeitslosigkeit dürfte auch für einen qualifizierten Arbeisuchenden nur schwer ein Job, vor allem eine Daueranstellung, zu finden sein.

Ich wünsche dir recht viel Erfolg bei deinen Bemühungen.
Smarty
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arbeit, ausrede, auswandern, job, jobs, schwer


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