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  #1 (permalink)  
Alt 16.12.2007, 22:30
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Standard Direktflug nach St. Petersburg

"Es ist die erste feste Verbindung überhaupt von Russland aus auf die Kanarischen Inseln"...
was muß ich da lesen? Wer hat Euch DAS denn erzählt? Seit ca. 2 Jahren fliegen zwei russische Chartergesellschaften von Moskau nach TFS. Und schaufelten dabei im Jahr 2006 zwischen 68.000 und 75.000 russische Touristen in den Süden Teneriffa's. Die touristische Entwicklung aus diesem Sprachraum ist heftig steigend. Das wird u.a. dadurch begünstigt, daß jetzt eben auch St. Petersburg direkt angeflogen wird und ab nächstem Sommer gesellt sich Kiew/Ukraine als neues Ziel dazu. Es ist davon auszugehen, daß spätestens 2009 die 100.000-Marke russisch sprachiger Touristen geknackt wird (zur Orientierung: die Franzosen und Italiener liegen auch etwa bei dieser Hausnummer).
Etwas Gefahr droht dieser Entwicklung dadurch, daß ab Sommer 2008 auch Gando/Gran Canaria mit Moskau-Direktflügen (da allerdings wirklich erstmals) angebunden wird und so dem bisher konkurrenzlosen Teneriffa Konkurrenz entstehen könnte.
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Alt 16.12.2007, 23:27
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Sanmiguel hat Recht! (klein oder gross?)
Die Verbindung nach St. Petersburg macht absolut Sinn.
Spricht man mit Staatsanwälten, die sich mit "Organisierter Kriminalität" beschäftigen, dann weiss man, dass die "Russenmafia" sich auf Teneriffa breit gemacht hat.
Da war eine Direktverbindung nach Hause zwangsläufig.
Russische Touristen auf Teneriffa?
Ich kann nur hoffen, dass die Reise teuer genug ist, sonst wird es schon beim Frühstück einer guten Security in vielen Speisesälen bedürfen.
Andererseits könnte das Projekt "Russendisco" ein gutes Geschäft werden.
Oder gibt es das schon?
Spätestens wenn Vodka das meistgetrunkene Getränk in den AI Clubs ist, dürfte es zu spät sein.
Vielleicht fahren deutsche Touristen dann mehr nach St. Petersburg, Teneriffa kennen die ja schon.
Übrigens:
Nach neuesten Umfragen ist die russische "Unterschicht" mehrheitlich dagegen, dass Europa der Russischen Föderation beitritt. Man hat da ein wenig Angst vor Fremden.

M.d.A

Geändert von Vilaflor (16.12.2007 um 23:39 Uhr).
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  #3 (permalink)  
Alt 17.12.2007, 13:40
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Vilaflor, Du weißt, daß ich viele Deiner "mich lökt der Stachel"-Beiträge sehr schätze, aber manchmal verdeckt die Provokation ein wenig die Realität:
Es hat sich also die Russen-Mafia breitgemacht auf TF? Aber doch bestimmt nicht wegen der Direktflüge, die einschlägigen Herrschaften kamen schon Mitte der 90er-Jahre, als das politische und wirtschaftliche UdSSR-System flöten ging, mit z.T. 10-stelligen Beträgen im Schlepptau, und kauften/bauten soweit das Auge reicht alles, was nicht niet- und nagelfest war. Übrigens in brüderlicher Kooperation mit der canarischen Mafia, es gibt da so einige Insel-Zaren, von denen kann die Russenmafia noch was lernen...

Der weit überwiegende Teil der russisch-sprachigen Touristen kommt mit ebenso redlichen Absichten wie alle anderen auch. Richtig ist, daß der Teil derer, die zu sechst in einem 1SZ-Apartement absteigen, um's billig zu halten, verschwindend gering ist und dafür die 5sternigen Hotelgäste prozentual weit überdurchschnittlich repräsentiert sind. Im Bahia-del-Duque z.B. sind manchmal bis zu 30 % russischsprachiges Publikum. Was Nizacars freudig erregt zum Anlaß nimmt, für Kunden von dort die Zahlen auf der Preisliste mehr als zu verdoppeln...

Allerdings sind's nicht nur Multi-Millionäre, die hier einfliegen aus Moskau, sondern auch z.B. die gutverdienende Vorstands-Sekretärin einer der vielen tausend internationalen Firmen oder Familien, die tatsächlich rechtmäßig reich geworden sind durch den Verkauf einer Wohnung im preisexplodierenden Moskauer Immobilienmarkt, so wie z.B. viele Engländer auch im Umfeld von London. Nicht zu vergessen, daß es durchaus auch "traditionell reiche" russische Familien gab und gibt... Und die findet man typischerweise wieder als Gäste in all-inclusive-Hotels.

Die Zahl der russischen Residenten ist tatsächlich noch recht klein auf TF und praktisch nicht existent auf den anderen Inseln - halt, auf La Palma kenne ich eine ukrainische Apartmentvermietin... In Residentenkreisen findet man dann allerdings wirklich auch Leute, die allen Grund haben, hier zwar in überbordendem Luxus, aber "völlig unsichtbar" zu leben. Und die dann freundlicherweise alles kaufen an modernster Überwachungs- und Zugangskontrolltechnik, was der Markt so her gibt. Es stehen so einige kleine "Fort Knox" auf Teneriffa, von außen meist ziemlich unscheinbar bzw. eingemauert...

Geändert von sanmiguel (17.12.2007 um 14:09 Uhr).
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  #4 (permalink)  
Alt 17.12.2007, 15:45
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Mein lieber Sanmiguel,

na schön, dass ich Dich etwas kitzeln konnte.
Ich bleibe dabei, dass der Direktflug nach St. Petersburg eine Folge der von mir beklagten Entwicklung ist.
Was russische Touristen angeht, kann ich Dir nur empfehlen, die Erfahrungen in anderen Urlaubsregionen zu beachten.
Aber Du kennst ja offensichtlich nur die Guten.
Ich wollte mal beim Chilenen in La Escalona eines seiner Pollos und die guten Costillas vertilgen. Leider hatte ein Russe darauf bestanden, im Raum alleine essen zu wollen. Nur von 14.00 - 16.00 Uhr, aber immerhin!
Die Herren vor der Tür haben mich nur ganz freundlich angelächelt, es waren nicht die Brüder des Chilenen. Ja, so ist das. Bin halt später nochmal vorbeigegangen und hab´ vorher in Vilaflor Café con Leche genommen.

Am Roten Meer z.B. würde man gerne wieder alle Verbindungen kappen.
Die einen kommen vermehrt und die anderen bleiben vermehrt weg.
Milliardäre fahren sicher woanders hin!
Was kommen könnte, sind ganz problematische Gäste, die schlichtweg noch nicht an Reisen in den Westen gewöhnt sind.
Darauf möchte ich hnweisen.
Du kannst mich aber immer gerne hart rannehmen, das bringt allen was.

Fangen wir schon mal an, die Schriftzeichen zu lernen. Kannst Du sie schon?
Na ja, der Ensaladilla Rusa ist ja schon da, ich nenne ihn immer "Grobe Mayonaise".
Das ist schon ein Anfang. Russischer Salat steht ja in allen Tapas Theken. Das muss jetzt noch übersetzt werden und dann wissen die russischen Besucher gleich, dass man sie gerne hat, schon weil der Salat auch von den Einheimern wie verrückt gegessen wird.

Treffen wir nette Russen auf der Strasse, können wir es so machen:

Auf die Original-Shriftzeichen habe ich mal verzichtet, damit wir noch vor der Landung aus St. Peterburg gerüstet sind.

Möchtest du etwas mit mir trinken? Bez prezervativa ne pojdet.
Gehen wir heute abend was trinken? poidjom sevodnja vecherom vipitj
Darf ich dich zum Essen einladen? Ne xotel li by ty so mnoj vypit?
Laß uns gehen/ fahren! paschlí; pajéchalli (ch wie ach)
Ich will dir etwas sagen; Ja hachu tibe chtota skasatch
Das war doch nur Spaß; eto bila toljko schutka

Demnächst geht´s weiter!

Sanmiguel, stell schon mal den Krimsekt kalt!

Schampanskoje *** шампаньске

Prost!
ваше здоровье *** wasche sdarow'je

Wasche, wasche, wasche kann auch der Frankfurter gut aussprechen! Wie für ihn gemacht!

Gruß an die werte Dame!


M.d.A.

Geändert von Vilaflor (17.12.2007 um 16:05 Uhr).
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  #5 (permalink)  
Alt 19.12.2007, 20:43
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Zitat:
Zitat von Vilaflor Beitrag anzeigen
Mein lieber Sanmiguel,

na schön, dass ich Dich etwas kitzeln konnte.
Ich bleibe dabei, dass der Direktflug nach St. Petersburg eine Folge der von mir beklagten Entwicklung ist.
Was russische Touristen angeht, kann ich Dir nur empfehlen, die Erfahrungen in anderen Urlaubsregionen zu beachten.
Aber Du kennst ja offensichtlich nur die Guten.
Ich wollte mal beim Chilenen in La Escalona eines seiner Pollos und die guten Costillas vertilgen. Leider hatte ein Russe darauf bestanden, im Raum alleine essen zu wollen. Nur von 14.00 - 16.00 Uhr, aber immerhin!
Die Herren vor der Tür haben mich nur ganz freundlich angelächelt, es waren nicht die Brüder des Chilenen. Ja, so ist das. Bin halt später nochmal vorbeigegangen und hab´ vorher in Vilaflor Café con Leche genommen.

Am Roten Meer z.B. würde man gerne wieder alle Verbindungen kappen.
Die einen kommen vermehrt und die anderen bleiben vermehrt weg.
Milliardäre fahren sicher woanders hin!
Was kommen könnte, sind ganz problematische Gäste, die schlichtweg noch nicht an Reisen in den Westen gewöhnt sind.
Darauf möchte ich hnweisen.
Du kannst mich aber immer gerne hart rannehmen, das bringt allen was.

Fangen wir schon mal an, die Schriftzeichen zu lernen. Kannst Du sie schon?
Na ja, der Ensaladilla Rusa ist ja schon da, ich nenne ihn immer "Grobe Mayonaise".
Das ist schon ein Anfang. Russischer Salat steht ja in allen Tapas Theken. Das muss jetzt noch übersetzt werden und dann wissen die russischen Besucher gleich, dass man sie gerne hat, schon weil der Salat auch von den Einheimern wie verrückt gegessen wird.

Treffen wir nette Russen auf der Strasse, können wir es so machen:

Auf die Original-Shriftzeichen habe ich mal verzichtet, damit wir noch vor der Landung aus St. Peterburg gerüstet sind.

Möchtest du etwas mit mir trinken? Bez prezervativa ne pojdet.
Gehen wir heute abend was trinken? poidjom sevodnja vecherom vipitj
Darf ich dich zum Essen einladen? Ne xotel li by ty so mnoj vypit?
Laß uns gehen/ fahren! paschlí; pajéchalli (ch wie ach)
Ich will dir etwas sagen; Ja hachu tibe chtota skasatch
Das war doch nur Spaß; eto bila toljko schutka

Demnächst geht´s weiter!

Sanmiguel, stell schon mal den Krimsekt kalt!

Schampanskoje *** шампаньске

Prost!
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Wasche, wasche, wasche kann auch der Frankfurter gut aussprechen! Wie für ihn gemacht!

Gruß an die werte Dame!


M.d.A.
Und die Pelzmäntelsche? Russische Ladys kaufen unheimlich gerne Befelltes. Super Kontrast: Sonne und Winterpelz
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  #6 (permalink)  
Alt 21.12.2007, 20:58
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"man würde gern die Verbindungen zu den russischen Gästen kappen"? Wo anders zu den englischen oder deutschen oder - jeder hat so seinen Lieblings-Feind. Die Canarios z.B. würden, wenn man einigen ihrer politischen Ober-Wirrköpfen (z.B. von der CCN) glaubt, am liebsten die Verbindung zu allen Nicht-Kanarios kappen, natürlich erst, nachdem die ihr Geld hier gelassen haben. Und dabei großzügig übersehen, daß sie selbst vor 3 bis max. 5 Generationen auch noch keine Canarios waren.

Eine Regionalbevölkerung, die sich so gnadenlos freiwillig dem Tourismus und damit der Internationalität und Multikultur ausliefert wie die Canarios, tut gut daran, den Ast nicht abzusägen, auf dem man so herrlich konzeptlos der Maximierung seiner eigenen Lebensbequemlichkeit frönen kann. Und die Russen sind im Vergleich zu den Deutschen z.B. doch sehr angenehme Gäste: sie (bzw. zumindest der sehr sichtbare Teil von ihnen) kommen mit den Taschen voller Geld und sind bereit, es zügig unters Volk zu schmeißen, wofür auch immer. Und dann fliegen sie wieder heim - und kommen fleißig wieder, weils hier für sie so nett war. Das ist doch genau der Tourist, den die kanarischen Tourismusoberen (und nicht nur die), so lieben: Nicht viele Fragen stellen, zufrieden sein, wenn's teuer ist, Geld ausgeben.

Daß Du nicht in ein Lokal reindurftest, weil irgendein Russe drin allein essen wollte, ist natürlich bitter. Aber das passiert Dir in den Weltstätten auch, daß Du nicht zu Tiffany oder Hermes oder wem auch immer reindarfst, weil da grade irgendein mediengemachtes Hascherl ihren Fummel kauft. Und da findens dann alle doll inklusive derer, die sich draußen die Nase plattgedrückt oder den A... abgefroren haben, um einen Blick zu ergattern auf den star, dem man doch grade so nahe war. Die Welt ist einfach ungerecht... Vielleicht tröstet Dich aber der Gedanke, daß Du mit der Kohle, die der Russe dem Gastwirt für seine Exklusivrechte in die Hand drückte, wohl 2-3mal nach LaPalma fliegen kannst.

Ach ja: die "russischer Salat" genannten Pampe, die hier auf den Tisch kommt, lässt jeden Russen nur lachen. Echter russischer Salat, wie ihn die Russen machen und mögen, ist was sehr gesundes, frisches, wohlschmeckendes und besteht nicht nur aus Kalorien.
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  #7 (permalink)  
Alt 21.12.2007, 22:58
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Sanmiguel,

Vorsicht Satire!

Die Canarios sind so abhängig, dass sie nahezu jeden nehmen müssen.
Die reichen Russen stellen sicher nicht das Problem dar!

Auf meine Argumente mit der Sprache in Wort und Schrift bist Du natürlich nicht eingegangen, weil Du schlau bist.

Was den sog. russischen Salat angeht, so stimme ich Dir zu.
Normalerweise ist das Sondermüll!
Currywurst aber auch und ich kenne jede Menge, die das wie Ensaladilla Rusa essen!

Hoffentlich melden sich mal welche, die jetzt den physiologischen Wert von Herberts Currywurst erklären und dieses wertvolle Gericht verteidigen.

Die Canarias brauchen zukünftig Qualitätstourismus. Schon wegen der Lohnkosten können sie nicht mehr billig sein. Das können die in Marokko in der Türkei und am Roten Meer besser.
Ganz sicher!
Ich würde aber gerne mal durch Kamtschatka wandern, schon wegen der aktiven Vulkane.

Karymsky, Sheveleutch, Semiachik, Mutnovsky etc.

Übrigens:

Die jungen Russen haben keinen Bock mehr auf Vodka, die trinken jetzt lieber Bier!
Es tut sich was!
Cerveza Reina werden sie lieben.
Alles klar, Sanmiguel.
Wir warten auf die russische Invasion!
Vorher müssen wir aber noch mal über die Zahlen sprechen, die das "Tourismusministerium" heute vorgelegt hat.
Mehr dazu später.

Hoffentlich sind die russischen Maschinen verkehrssicher, die in Reina Sofia landen.
Nicht, dass wir auch eine Task Force Teneriffa brauchen.
Das könnten Deutsche machen!

Salu2

M.d.A.
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