Thema: Elton John
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Alt 25.01.2008, 14:47
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sanmiguel sanmiguel ist offline
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So, dann also noch eine Meinung, von meinem Sohn Patrick, der ebenfalls (oder vielleicht "tatsächlich"??) dabei war:
- Konzert: sehr gut, wie andernorts schon genannt ca. 2, 5 Stunden lang, sehr gute Leistung von Sir Elton John himself und auch eine sehr gute, rockige Band. Er begann mit den aktuellen Sachen und endete wie zu erwarten mit den "all time greats".
- Publikum: tatsächlich am Anfang bei den ruhigen, eher unbekannten Sachen etwas verhalten. Das lag sicher auch daran, daß das Stadion sich erst 1/2 Stunde nach Konzertbeginn richtig füllte. Später dann aber "voll dabei", immer abhängig vom Stil, der eben im Lauf des Konzertes rockiger wurde. Wie Vater aus dem Veranstalter-Umfeld zwei Tage vorher erfuhr, waren bis dahin schlappe 11.000 Karten verkauft. In den letzten Stunden wurde dann der Vertrieb richtig gepusht, indem man über die touroperodores massenhaft Karten zu eher symbolischen Preisen losschlug, um den Eindruck eines einigermaßen gefüllten Stadions zu garantieren - was wohl auch so etwa funktioniert hat. An der Abendkasse war jedenfalls auch der Preis der teureren Stehplatz-Tickets um 20 Euro reduziert worden...
- Organisation: der Einlass tatsächlich ziemlich kanarisch, keine Ausschilderung, keine Hinweise, daß weiter unten auch mehrere Eingänge waren (der oberste Eingang wurde erst zuletzt geöffnet). Hervorragender Guter Sound und lightshow, gekonnt gefahren (also sicher nicht von Canarios am Mischpult, Meinung des Vaters...). Besucher-Abfluss reibungslos, sicher auch begünstigt durch die unter den Erwartungen gebliebene Besucherzahl. Die Straße den Golfplatz runter blieb bis nach dem Konzert gesperrt. Wie mein Sohn beobachtet hat, gab's tatsächlich Besucher, die mit Metallschere bewaffnet den Absperrzaun aufschnitten und völlig unbehelligt aufs Gelände kamen.
Der trainierte Canario musste es wohl wirklich als absolute Gemeinheit des Veranstalters empfinden, daß ein Konzert, das für 21.00 h angekündigt wird, um 21.05 h beginnt...
- Location: SUUPER. Der Platz ist wie für eine openair-Konzertbühne gemacht, durch sein natürliches starkes Gefälle von überall gute Sicht zur Bühne. Die Einbindung ins Umfeld (Lichtermeer von Las Américas, Golfplatz, das Hotel rechts) toll. Auch die fast schon bengalische farbige Beleuchtung des Golfplatzes war interessant.

Ach ja, Nachtrag in Richtung michelle: warum musste man sich schämen, Deutsche zu sein? Erstens waren eh' kaum Deutsche dort, weit überwiegend Engländer. Zweitens und aus jahrelanger Inselkenntnis hier statistisch stabilisiert: so ziemlich das einzige, was dem ansässigen tourismusabhängigen Gewerbe nicht gefällt am "Deutschen", ist, daß er recht zäh zum Geldausgeben zu bewegen ist. Schau' Dir mal die englischen oder skandinavischen Kampftrinkergruppen an oder geh' mal in die angesagten englischen Diskotheken - ohne Agitation des DJ's gegen die fucking germans via Mikrofon-Einpeitsche geht da gar nichts....
Um's deutlich zu sagen: ich bin wirklich nicht stolz, Deutscher zu sein, aber ich schäme mich auch nicht dafür. Wenn ich mir so anschaue, im weiteren und auch im ganz nahen Umfeld, was andere Nationen und sehr viele Einheimische hier verzapfen, muss man als Deutscher keine Scham wegen seines Passes haben.

Geändert von sanmiguel (25.01.2008 um 14:55 Uhr).
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