[quote=Vilaflor;8969]Die geistigen Brandstifter wissen auch ganz genau, dass Ursache für kriminelles Verhalten eben nicht die Herkunft selbst ist, sondern die Umständen, unter denen junge Migranten aufwachsen.
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Da hast Du Recht, vilaflor, aber für den Grund-Tenor Deines Beitrags muss ich sagen: pass' nur auf, daß Du Dich mit dieser Denkmechanik nicht zu einem der geistigen Väter all der Roland Koch's machst. Manche Situationen sind nun mal so, auch wenn das, klar ausgesprochen, nicht in die politisch korrekte Überprotektion des Ausländers in D passt.
Doch nicht der (junge) Ausländer an sich ist böse, sondern das Ergebnis/die Aufsummierung aller (gesellschafts)politischen Fehler des eingliederungswilligen/eingliederungsbedürftigen Staates. So wie in Spanien, in Frankreich, in Österreich auch ist's halt auch in D für Politiker wesentlich einfacher, zu fordern als wirklich zu machen/durch die Nachhaltigkeit und Konzentration auf bestimmte Dinge da auch Ergebnisse zu erreichen. Eine Jugendamt-Mitarbeiterin in D arbeitet vielleicht wirklich mehr als ein Ayto-Mitarbeiter auf TF, aber auch sie unterliegt der Ermüdung durch jahrelangen Nichterfolg. Und sie (also das frontend, auf das sich der Bundespolitiker verlässt) resigniert irgendwann.
In Bayern war einfach während der letzten vielen Jahre das Wirtschaftsklima, der Wohlstand, besser als in den meisten anderen Bundesländern, Hessen eingeschlossen. D.h., die Arbeitslosigkeit, die Jugendarbeitslosigkeit besonders, war drastisch geringer, die Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeit-Gestaltung waren besser, die Zahl von Vereinen und ehrenamtlicher Tätigkeit drastisch höher - alles Faktoren, die insgesamt bewirken, daß Jugendliche mehr "an die Hand genommen werden" und nicht völlig orientierungslos herumhängen. Verstärkend kommt hinzu, daß Bayern durch wesentlich brutalere Ausländer-Verhinderungspolitik viel weniger Migranten und damit auch junge Migranten aufgenommen hat als jedes andere Bundesland. Und unter der harten Hand des ehemaligen Innenministers und leider heute MP Beckstein nicht lange redete, Öffentlichkeit zuließ, sondern einfach ratzfatz Tatsachen schaffte - vieltausendfach.
Ich bin ein Freund jeder Multi-Kulturalität und jeder Mensch sollte sich rund um den Erdball bewegen und dort seßhaft werden dürfen, wo er möchte - wenn er die Regeln akzeptiert und mitspielt, die dort gelten, wo er bleiben will. Falls er sich vor allem im gewalttätigen Bereich gravierend daneben benimmt, muß er und auch die Gesellschaft es als logisch und angemessen ansehen müssen/dürfen, daß man ihm einen kostenfreien Rücktransport in sein Herkunftsland verpasst mit der dringenden Empfehlung, mal ne Weile nicht wiederzukommen. Eine durch vorbeugende politische Über-Korrektheit konstruierte "Wattebällchen-Werferei", die im Extremfall zu einer Besserstellung des Migranten gegenüber dem "gewachsenen" Bürgers im eigenen Land führt, ist nicht vermittelbar und angemessen. |