Hmm, diese Äußerung ist wirklich ziemlich unüberlegt, da sie ja auch Seiner Excellenz keine größeren Landgewinne bringen wird. Andererseits, wie langweilig wäre es, wieviel Druckerschwärze bliebe unverbraucht, wenn es nur noch politisch korrekte Meinungsäußerungen gäbe? Wir haben doch die Meinungsfreiheit, die sowohl für Bischöfe als auch für deren Kritiker gilt. So ganz im realen Alltags-Leben zu stehen scheint Hochwürden allerdings wirklich nicht, sonst hätte er nicht vor wenigen Jahren, eben 2 Monate im Amt, seine jahrelang mit Millionenaufwand wunderbar restaurierte Bischofsresidenz im Herzen von La Laguna mittels eines vergessenen Heizlüfters in Schutt und vor allem Asche gelegt...
Übrigens bin ich der Meinung, daß es durchaus Aufgabe einer der wichtigen Weltkonfessionen ist, Lebenswerte und ihre eigenen kirchenpolitischen Ausrichtungen nicht kurzfristigen Trends und gesellschaftlichen Tendenzen anzupassen. Auch wir Mitglieder jedwelcher Konfession, die wir diese doch allermeistens nicht knallhart nach jedem Buchstaben ihrer Gebote leben (nicht nur der allseits beliebte so prickelnde Sex vor der Ehe ist pfui, sondern auch die innereheliche Vereinigung, sofern sie nicht unmittelbar die Erzeugung weiterer Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft zum Ziel hat...), müssen uns da nicht zu richterlichen Würden aufschwingen.
Den rationellsten Umgang mit derartigen Forderungen bischöflicherseits hat schon Fredl Fesl formuliert: "ned amoi ignoriern!"
Geändert von sanmiguel (30.12.2007 um 00:33 Uhr).
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