... diesen schönen Satz von @sanmiguel habe ich heute mal wieder zum Anlass genommen, um mich im Wellengang der Informationen des Blätterwaldes von megawelle treiben zu lassen. Da ein genereller "Gedankengang" ,oder neudeutsch "Thread", mit dem Titel "Leserbriefe" fehlt, hab ich einfach mal diesen hier eröffnet.
Der Bericht "74 Prozent mehr Scheidungen" gibt mir nun doch ein Rätsel auf. Ich hadere hier mal nicht mit dem Zahlenmaterial, auch nicht mit dem Warum und Weshalb. Nein, der Schlusssatz erregt meine Aufmerksamkeit. "Eine Ehe in Spanien dauert derzeit rund 15 Jahre."! Ein Fußballspiel dauert rund 90 Minuten, ein Jahr dauert rund 365 Tage, dann sind beide mit Sicherheit vorüber, soweit bin ich noch informiert. Aber wie ist das mit der spanischen Ehe? Laufen da etwa schon Feldversuche von Gabriele Pauli? "Probiert ihr es mal mit 15 Jahren, - wenn`s klappt reduzieren wir auf die Dauer der statistisch optimal errechneten Zahl Sieben". Und um dies gleich mal quasi von Staatsmacht zu Staatsmacht zu testen nahm sie direkt mit dem spanischen Königshaus Kontakt auf. Wenn ich mir die Scheidungsrate in Deutschland, die bei etwa 52% liegt, betrachte, könnte die Zahl der möglichen Anwärter für solch ein "Ehe - Light" Modell nicht unmaßgeblich für den Ausgang einer Wahl entscheidend sein. Ok, - Schluss damit, sonst komm ich wieder vom Hundertsten ins Tausendste.
Mit Freude habe ich auch gelesen, dass man Reginald Kenneth Dwight für Teneriffa begeistern konnte. Nun, jemanden für diese ausgewählte Insel der Glückseligen zu begeistern scheint nicht gerade eine Meisterleistung zu sein . Allen Teneriffa - Verliebten sollte dies mit voller Überzeugung im Freundeskreis gelingen und ein Brite mehr oder weniger auf der Insel wäre auch gewiss keine Pressemeldung wert. Nicht so bei ihm! Es handelt sich um keinen Geringeren als um Sir Elton John, Commander of the Order of the British Empire (CBE). Ja, er kommt nun doch, - voraussichtlich! Sicherlich nicht wegen des lebensverlängernden Klimas der Insel. Vielleicht sucht er ja wirklich nur mal Ruhe und Entspannung. Nachdem er die ausverkauften Konzerte in Berlin, Venedig und Paris abgesagt hatte und lediglich in Iffezheim , mir nur vom Galopprennen her bekannt, auftrat, muss er für seine europäischen Fans etwas tun. Er las megawelle - online und fand, alleine in Santa Cruz leben über 140 verschiedene Nationalitäten, da erübrigt sich eine weitere Tournee um den Erdball.
Ich hab ihn ja mal live erlebt, im Düsseldorfer Stadion. Was man halt so live nennen kann, wenn man in der entgegengesetzten Fankurve sitzt. Damals wurde mir auch klar warum er bei seinen Konzerten immer solch herrlich bunte Klamotten trägt. Das ist eine Orientierungshilfe bei Veranstaltungen, für so arme Musikliebhaber wie mich, die sich nur 120 DM leisten können. Dafür gab`s dann halt nur von der Nordkurve aus einsehbar das überdimensionale Bild auf der Leinwand und synchron hierzu das bunte kleine Etwas am Klavier zu sehen. Nicht synchron war allerdings der Ton zum Leinwandbild. Da der Schall ja bekanntermaßen 343 m/s zurücklegt ( und das auch nur bei 20 Grad C ), passierte es dann natürlich, nach den Regeln der Physik, dass bei mir der letzte Ton aus der Lautsprecherwand ankam, während die Nobelreihen bereits im tobenden Applaus erstickten und Elton John bereits seinen Pausenschluck genoss. Mag ja ein klein wenig übertrieben sein, aber so etwa hat es sich bei mir eingeprägt. Das Konzert aber war ganz große Klasse und die Stimmung im Stadion derer großer Pokalspiele ebenbürtig.
Und solch ein Multi Media Konzert mit 50.000 Fans soll nun in Adeje den Rasen des Golfplatzes einer Feuertaufe unterziehen. Jungs und Mädels von "Kanarische Inseln Live Sun Festival", da habt ihr euch aber ein Projekt vorgenommen, - Hut ab vor diesem Mut! Wenn ich lese, mit welchen logistischen Problemen selbst eingefahrene Großveranstalter im administrativ zivilen Teil Europas zu kämpfen haben, kann ich verstehen warum die Santa Cruzler diese Verantwortung nicht auf sich genommen haben. Dass der Golfplatz diese Anzahl Menschen fasst, bezweifle ich nicht. Die Konzertbesucher müssen aber erstmal rankommen, parken und falls dann doch endlich im Golfplatz angekommen auch mal müssen können. Wenn ich mich recht erinnere, stehen die Ein- und Ausfahrten an der Autobahn zwischen Flughafen und Adeje-Endkreisel schon zu Frühschichtzeiten nicht im Ruf transrapide Verkehrsverbindungen zu sein. Um dort die Hälfte der Gäste ( ich denke mal die "Nordlichter" werden bei der Veranstaltung nicht ausgeschlossen ) zusätzlich durch das Einbahnstraßengewirr zielsicher zu schleusen, bedarf es fast übermenschliches Organisationstalent. Sonst könnte es leicht passieren, dass wenn die letzten mit ihren Konzertkarten winkend in den Kreisel bei Adeje einfahren, die ersten schon mit den signierten Autogrammkarten wieder auf dem Heimweg sind. Ein Großparkplatz, weit außerhalb und dann Wassertaxis, das wäre eine Lösung.
Was die Preise angeht, das sind aber in der Tat echte Schnäppchenpreise. Karten zwischen 30 und 110 Euro. Da würde sich ja direkt noch ein zusätzlicher Billigflug nach Teneriffa lohnen. Unter "ab 200 Euro" hatte ich in den Tickethotlines für die aktuellen und kommenden Elton John Konzerte nichts gefunden. Da bleibt nur noch die Hoffnung und der Wunsch, dass alle Beteiligten nicht nur an einem Strang ziehen, sondern auch in die gleiche Richtung, dann könnte dies schon ein Mega Ereignis für Teneriffa werden. editiert von: GuentherM, 17.11.2007, 01:34 Uhr [addsig] |