Hmmmh, daß diese Geschäftsidee wirklich eine tragfähige Existenzgrundlage sein kann, bezweifle ich sehr stark. "Schröpfen" ist sehr wohl seeehr bekannt auf Teneriffa und funktioniert
prächtig (man kann/konnte Millionär werden damit), allerdings meinst Du wohl doch eine etwas andere Art des Schröpfens.
Vieles spricht gegen einen erwartbaren wirtschaftlichen Erfolg:
1. Du scheinst selbst neu zu sein in diesem Bereich, da Du vom Aufbau eines Stammkundenkreises innerhalb der ersten 2 Monate in D sprichst (nach 2 Monaten ist nach meinem Dafürhalten auch noch niemand ein Stammkunde).
2. Die Bereitschaft der Menschen, für ihre eigene Gesundheit was zu tun, wenn's ihr eigenes Geld und nicht das einer Krankenkasse kostet, ist denkbar gering.
3. Touris werden als Zielgruppe völlig ausscheiden, da Du keine realistische Chance hast, zu diesen wirklich einen Kontakt herzustellen. Und sie haben, wie Du gut erkennst, bestenfalls die von mir eingangs zitierte andere Form des "geschröpft werdens" im Sinn.
4. Residenten höheren Alters (zumindest deutschsprachige) findest Du vorrangig im Norden, dort gibt's aber wiederum kaum Russen. Spar' Dir den Aufwand für viele Flyer, bevor Du wirklich hier bist und ein bißl Kennung hast, wen Du von Deinem Wohnsitz auf Teneriffa aus überhaupt sinnvoll erreichen kannst.
5. Die Anmeldung eines Geschäftsbetriebes ist so ziemlich das Allerletzte, was Du beim jetztigen Stand Deiner Überlegungen berücksichtigen musst. Halt, ein Detail vielleicht doch: wenn Du Dich im gesundheitlichen Bereich betätigen willst, musst Du sicherlich irgendwelche fachlich medizinischen Qualifikationsnachweise haben. Bis die von den spanischen Behörden anerkannt sind, bist Du vermutlich im Ruhestand. Und vorher darfst Du Dich nicht betätigen, wenn Du zunächst schon aus eigener Aktivität oftmals schlafende Hunde geweckt hast. Die spanischen Behörden machen kein Geheimnis daraus, daß sie, oft gegen geltendes EU-Recht verstoßend, die Anerkennung nichtspanischer Dokumente bis ins allerletzte Detail hinein verzögern, komplizieren und verteuern, um möglichst jeden Nichtspanier aus dem spanischen Arbeitsmarkt herauszuhalten.
Teneriffa ist eine wunderbare Insel, um hier nichts zu tun. Falls man doch arbeiten will/muß, hat man den ersten Verstoß gegen seine eigene Lebenszufriedenheit eigentlich schon begangen. Falls es aber dennoch sein soll, such' Dir idealerweise etwas im Bereich Handwerk, speziell Bauhandwerk und entsprechende Nebengewerke, oder Dienstleistung oder Gastronomie/ Tourismus. Alltagstaugliches spanisch erhöht Deine Arbeitsmarkt-Chancen um mehrere hundert Prozent.
Willkommen auf der "isla limpia" oder "isla amable" oder "isla de la primavera permanente" - alles realitätsverkennende slogans der hiesigen Tourismus-Werbung. Trotzdem ist die Insel wirklich sehr schön, aber das kennst Du ja bestimmt schon aus eigener Anschauung als Häuslebesitzer... [addsig]