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Alt 03.10.2007, 08:14
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Waltraud Waltraud ist offline
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Waltraud befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Es erleichtert mich ungemein zu erfahren, daß Gorbi sich so gut entwickelt.
Wobei mich das wieder auf das nette Thema bringt - wer erzieht da eigentlich wen ?
Wir haben nämlich auch Katzen. Jawohl Mehrzahl ! Geplant war das nicht. Eigentlich sollte es bloß eine werden, aber als wir die Eine und Einzige abholten saßen da 2 so kleine Würmer im Korb, 10 Tage alt und beide schön mit triefenden Nasen also mit Katzenschnupfen infiziert.
Wir brachten es irgendwie nicht übers Herz eins da zu lassen , denn wer weiss welche Schicksal ihm dräuen würde, wenn nicht wir uns drum kümmern würden.
So fings an , wir haben beide durchgebracht mit 3 stündlichen Fütterungsaktionen und häufigen Tierarztbesuchen.
Prächtige Katzen sinds geworden, das muss man ihnen lassen. Sehr anhänglich und wunderbar dressiert.
Irgendwann kam ich nämlich auf die glorreiche Idee, wenn man Hunde mit Clickertraining so wunderbar abrichten kann, dann muss das ja auch mit Katzen klappen. Denn Katzen sind mindestens ebenso schlau wie Hunde.
Meine Männer ,man muss dazu erklären, daß die immer zusammenzucken, wenn mich mal wieder eine epochale Idee heimsucht was öfters passiert , also ja meine Männer kringelten sich.
Egal, gesagt getan ich fuhr Clicker kaufen, zweie an der Zahl, denn jede Katz muss ihren eigenen Clicker haben.
Es klappte wunderbar, zumindest solange die Katzen Hunger hatten.
Wir fingen an mit dem für Katzen so nützlichen Befehl - SITZ.
Das war nach einer Stunde komplett gegessen , die konnten das. Unsere Nachbarn hingen über dem Zaun und kriegten sich nicht mehr ein.
Worauf ich das Training ins Haus verlegte ,denn wie kann man eine Katze bzw. 2 dressieren wenn die laufend von grölenden Nachbarn abgelenkt werden ?
Innerhalb kurzer Zeit waren die Beiden also getrimmt auf - sitz, komm, bleib und hopp spring mir auf den Rücken.
Ich persönlich war in der Zwischenzeit dressiert auf : Katzensalami beim Aldi zu kaufen für den zu dressierenden Kater, und ungepellte Ölsardinen , die man bloß noch schwer kriegt, für die Katzenlady des Hauses.
Da junge Katzen bekanntlich auch gerne Bäume erklettern war ich gut dressiert auf klägliche Laute aus unserem Baumbestand .Musste ich rennen, den Rücken krumm machen damit die armen armen Katzen drauf springen konnten und so leichter aus dem Baum kamen.
Also normalerweise können die das ja auch alleine, aber niemals wenn jemand von uns in der Nähe ist.
Jedenfalls machte das den Herren der Familie dann auch richtig Spaß und sie begannen eifrig mitzudressieren.
Die lange Leiter rauf oben Männchen machen und über den gebeugten Rücken wieder abzuspringen.
Was darin gipfelte, daß man seither nirgends eine Leiter stehen haben kann ohne Katz drauf die oben randaliert, weil weder eine triefende Ölsardine noch eine Aldikatzensalami noch ein Rücken zum Abspringen vorhanden ist. Egal ob die Leiter bei uns oder bei Nachbars steht.
Bäume absägen mit Hilfe einer Leiter ist unmöglich geworden - die Katzen sind als erste oben.

Niemand kann mehr den Rücken beugen wenn unsere Katzen in der Nähe sind.Ein Glück sind unsere Nachbarn begeisterte Anhänger unserer Katzenbande, die sich auch noch weiter vermehrt hat. Und eine Katze lernt bekanntlich von der Anderen.Clickern war da nicht mehr nötig.
Bei Gartenarbeiten in der Nachbarschaft hört man nun des Öfteren leicht erschrockene Schreie, die dann in Gelächter enden - unsere Viecher sind zu Gange .Springen voller Begeisterung den armen Leuten im Kreuz rum.
Helfen wo sie können und kassieren, das haben die denen auch schon beigebracht - lecker Schinken für die ungebetene Hilfe, weil sie ja sooo süß sind.
Nachbars rechts ließen einen Wintergarten anbauen. Klar war unsere unterdessen dreifache Bande zum Helfen da. Am nächsten Tag fragten die Bauarbeiter, ob wir die 3 nicht für höchstens einen Tag mal drin halten könnten, sie hätten Angst sie zu verletzen weil die immer im Graben rumturnten und sie wären da mit den Spitzhacken zu Gange , sie würden Bescheid geben wenn sie fertig wären.Und was die drei denn gerne fressen würden. Sag ich gekochten Schinken, wieso ?Na sie hätten für die Katzenfutter mitgebracht, aber das hätten die nicht angerührt.

Am nächsten Tag hatte unsere Bande wieder Freigang .Es bot sich folgendes Bild :auf jedem Schubkarren mit ausgehobener Erde saßen drei Katzen und liessen sich mitkutschieren und die zwei Bären von Männern schoben ganz vorsichtig ,hoben die Katzen runter vor dem Ausschütten und schwupp sassen die wieder drin zur Rückfahrt . Dann wurde gevespert und die hatten tatsächlich gekochten Schinken dabei - die Viecher frassen den Schinken und die Herren das leere Butterbrot.
Nur der Fliesenleger verzweifelte ob der ungebetenen Katzenhilfe. Der dreht halb durch, weil
ihm immer eine Katz auf dem Rücken hockte während von vorne mit einigen Tatzen dringend probiert werden musste, warum der die Fliesen immer so nett gerade legte ,bzw was der da so gekonnt auf den Boden schmierte .
Bei sämtlichen Nachbarn sind sie unterdessen auch wie zu Hause.Wir können niemals ohne Katzen aus dem Haus , wo wir eingeladen sind, da kommen auch unsere Katzen nach über kurz oder lang.
Wenn wir spazieren gehen wollen - nie ohne Katzen, die laufen mit.
Wir öffnen auf "Katzenblickbefehl "sämtliche Türen .Wir kaufen nur noch das Futter, das unsere Katzen bevorzugen. Wir lassen die Schranktüren auf wenn da ne Katz drin schlafen möchte.
Wir falten unsere Decken so, wie unsere Katzen das bevorzugen zum Schlafen . Nämlich vierfach. Wir vergessen nie den französichen gekochten Schinken zu kaufen, der ist einfach besser als der deutsche - meinen unsere Katzen.
Neue Besucher beurteilen wir ob unsere , unterdessen Viererbande, die mag oder nicht.
Wir reagieren sofort wenn die Viecher mit uns reden weil zufällig der Futternapf mal leer ist.
Wir nehmen sie oft beim Autofahren mit, denn das mögen sie unendlich gerne.(Sollten wir das vergessen schmeisst sich eine Kamikazekatz vors Auto und der Rest springt auf die Kühlerhaube.)
Wir finden Pfotenabdrücken auf frisch geputzten Autos klasse. Und wir putzen die Fenster eben öfter, weil die lieben Katzen da gerne die ungeliebten Fliegen dran fangen.
Sämtliche Anwohner unserer Sackgasse machen schon freiwillig die Autotür auf wenn sie aus der Garage fahren wollen und setzen die netten Tiere bei uns vor der Tür wieder ab, teilweise fahren sie sogar noch ne Extrarunde.
Weiter will ich nun nicht ausholen, man könnte sonst den Eindruck bekommen wir würden unter einer Katzendiktatur leben.
Weit gefehlt - wir haben uns bloß als äusserst lernfähige Menschen erwiesen und das ist doch auch was ..........

Sanmiguel du wirst auch noch Einiges erleben mit deinem Gorbi ,halt uns auf dem Laufenden !








editiert von: Waltraud, 03.10.2007, 10:23 Uhr
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