hallo ihr forianerInnen!
@waltraud: bin zwar aus dem badischen (kreis lörrach) ausgewandert, aber habe auch erfahrung mit kehrwoche...
meine erfahrungen im ausland sind fast durchweg positiv. allerdings habe ich auch die angewohnheit, mich zum beispiel auf den urlaub in einem neuen land recht gut vorzubereiten: diverse reiseführer, evtl. tv-sendungen, internet-recherche und wenn irgend möglich ein paar brocken der sprache - und wenn es nur "guten tag", JA und NEIN und DANKE ist. in thailand hatte ich den eindruck, dass die leute sich darüber freuen oder zumindest überrascht sind. so fliege ich nächste woche nach bali und habe wiederum einen "kauderwelsch" sprachführer dabei. ich finde das reine "touri"-dasein nämlich öde, wenn ich überhaupt keine möglichkeit habe, mit einheimischen ins gespräch zu kommen und nur auf auskünfte des guide angewiesen bin. also sprache finde ich ungemein wichtig.
habe ein paar jahre in der schweiz gearbeitet, da gab es ausser den normalen sticheleien gegen die "sauschwoobe" keine probleme.
ich habe auch mal anderthalb jahre auf korsika - in einem 100-seelen-dorf in den bergen - gelebt, nachdem ich vorher zwei jahre beruflich ab und an dort war. französisch war kein problem. allerdings konnte ich mich nicht integrieren. die korsen sind sehr gastfreundlich, aber eben nicht mehr. in ihre strukturen lassen sie keine "fremden" rein. leider habe ich erst gegen ende meines aufenthalts ein buch gelesen, in dem diese strukturen historisch und psychologisch aufgezeigt werden; schlagartig begriff ich all die fettnäpfe, in die ich reingetreten war, die mir aber auch niemand erklären wollte. so musste ich feststellen, dass korsika kein auswanderungsland für mich ist.
hier auf teneriffa kann ich einige parallelen erkennen, was das dörfliche leben angeht - die leute sind aber bei weitem nicht so verschlossen wie auf korsika. mag damit zusammenhängen, dass es hier schon länger eine "zuwanderungskultur" gibt. obwohl auch korsen massenhaft auswandern (so gibt es in marseille mehr korsen als auf der insel selbst), gestehen sie doch keine einwanderung zu. das scheint mir hier etwas anders zu sein.
die einzige einschränkung, die ich machen würde, ist dass ich keine muslimischen länder mehr allein oder mit freundin bereise - dort (und nur dort) wurde ich übel angemacht in einer art und weise, die mir den urlaub vermasselt hat.
ansonsten aber habe ich keine wirklich schlechten erfahrungen - nun freue ich mich auf bali und melde mich für die nächsten 4 wochen ab.
gute zeit für euch
susan :-)
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