Hallo Sanmiguel!
also zum test: von den ersten 30 fragen konnte ich doch 29 richtig beantworten - würde also im notfall wohl wieder in der brd eingebürgert werden....
von wegen heimat: wir leben jetzt seit 5 jahren auf teneriffa und haben unterdessen auch viele erfahrungen gesammelt - schlechte wie gute. die schlechten sind für mich meist die, bei denen ich an meine "deutsche" grenze stosse. bedeutet z.b. die "canarische unpünktlichkeit" verso meiner "deutschen pünktlichkeit". ich werd mich nie dran gewöhnen!! es nervt!! und ich will nicht so werden!! da pass ich mich nicht an!! so gibt es noch andre punkte, aber auch alle zusammen genommen sind nicht gravierend genug, um mich von hier zu vertreiben. es gibt nämlich dann auch die ausgleiche bzw. lebenswerte, die das gut wettmachen.
wir werden demnächst unseren letzten stützpunkt in deutschland verkaufen, damit gibt es dann zumindest keine materielle nabelschnur (wohnung) mehr und ich werde künftig in der brd auch einfach "besucherin" bzw. touri sein.
ich verbinde mit dem begriff "heimat" die beziehungen zu menschen, mit denen ich etwas gemeinsam habe oder tue. das ist an kein land gebunden, sondern eben an leute, bei denen ich mich "wie daheim" fühle. so gesehen spielt die deutsche nationalität für mich keine grosse rolle - jedenfalls bin ich nicht stolz darauf, deutsche zu sein - das ist einfach zufall. ob ich die spanische staatsangehörigkeit wollte?? weiss ich nicht, habe ich noch nicht nachgedacht - es würde aber wieder nationalstaatlichkeit bedeuten, die ich eigentlich überwinden will.
jetzt beim nachlesen merke ich, dass ich eigentlich keinen roten faden habe, nur geschrieben, was mir so einfiel. ich hoffe, ihr könnt mir trotzdem ein wenig folgen.
zum schluss: dieses land, vor allem die einheimischen hier, haben es uns leicht gemacht, hier anzukommen und wohlzufühlen (aller bürokratischen hindernisse zum trotz) - darüber freue ich mich sehr. wohl wissend, dass ich meine "frühere" geschichte immer mit mir herumschleppe und eben nicht an der landesgrenze abgeben kann, hatte ich hier anfangs das gefühl, mein leben sei es unbeschriebenes blatt - ich habe es in den letzten 5 jahren mit neuem text gefüllt und selbst bestimmen können, was die leute hier von mir wissen sollen und was nicht. das ist der grösste unterschied, da ich vorher fast meine ganzes leben lang in einer deutschen kleinstadt lebte, wo mich jeder kannte bzw. zu kennen glaubte. [addsig] |