Mal wieder was vom Nord-Ende der Südwestküste, Puerto Santiago also:
wild entschlossen, mal wieder die bekannt guten Schnitzel im "Salzburg" zu genießen, zogen wir also heute abend wieder gen Puerto Santiago. Dort angekommen, wollte madam aber unbedingt erst noch ein bißl spazieren gehen am peseo maritimo nördlich des schönen Strandes Playa Arena - und das war gut so. Wir schlenderten also an den beiden dort unten liegenden Restaurants "Neptuno" und "Pancho" vorbei und da das Neptuno neuerdings auch Tische heraußen auf der Strandpromenade stehen hat, haben wir mal einige Kleinigkeiten "para picar" getestet. Ergebnis: mein Salat mit Schinken und Käse war das Geld nicht wert, streng genommen eigentlich überhaupt kein Geld, madame war mit ihrem überbackenen Camenbert recht zufrieden. Ich durfte ihn auch testen, naja, was will man so einem Ding aus'm Tiefkühlfach schon viel falsch oder gut machen... Der danach eingenommene Café war hervorragend, was ihn vom service ziemlich gründlich unterschied. Mein Resultat: man muß DA nicht unbedingt hin, aber wenn man der Sonne beim Untergehen zusehen will, ist's ein ganz netter Platz...
Dann, nach einigen Verdauungsschritten über den Heliport dort haben wir das Schnitzel im Salzburg doch gegen den Test von "Restaurante Pancho" eingetauscht - bestimmt keine falsche Entscheidung, auch wenn am Schluß bestimmt die doppelte Euro-Zahl die Geldbörse verlassen hat als bei den Schnitzeln....
Es gibt sie also doch noch, die von mir schon so oft als auf Teneriffa fehlend beweinten outdoor-Restaurants, von Canarios besessen und geführt. Das Pancho besteht seit fast 45 Jahren, viele werden's wohl kennen, ich selbst war außer zum Kaffeetrinken noch nie dort, leider. Wunderschönes Ambiente, guter Service, hervorragende Küche zu sehr angemessenen Preisen. Der Eigentümer, ein Canario, wirklich ein Gastgeber, in 5 Sprachen parlierend, steuert sein Restaurant mit Blicken und Fingerzeigen und es genügt ein einfaches Kopfheben und schon steht Dein Kellner an Deinem Tisch! Fast schon unglaublich. Wir hatten: eine 1/4 Ente (auf den Punkt zubereitet, aber leider ein bißl fett) mit gaaanz feinem frischem Kartoffelpuree, einen Endiviensalat mit Lachs und Avocados, ein traumhaftes gofio-Mousse mit selbst gemachtem gofio-Eis. Als Einstieg schmolz noch ein Lachs-Trouffee auf der Zunge und dazu noch ein schöner Wein. Die ca. 60 Euronen waren sehr gut angelegt für 2 Stunden ganzheitlichen open-air-Genuß.
Falls Ihr's auch mal testen wollt: am rechten Ende des Balkons oberhalb vom Playa de la Arena die Treppe runter und dann ist's schon das erste Restaurants mit den schön gedeckten Tischen unter riesigen Bäumen. Montags geschlossen, ansonsten mittags bis 16.00 h und abends ab 18.00 h geöffnet. Reservieren muss man wohl nicht, auch die Parkplatz-Situation ist erträglich.[addsig] |