ich habe im januar 2007 dein einzug der reyes (hl drei könige) nach garachico erlebt - sie ziehen mit echten kamelen (oder dromedaren?) von san pedro die strasse hinuntern in den ort hinein und dann zur kirche, wo die kinder geschenke bekommen.
die eltern können vorher in der gemeinde ihr geschenk für ein kind abgeben, das dann von den reyes an die kinder weitergegeben wird - das scheint hier eine der üblichen rituale zu sein - auch viele deutsche familien, deren kinder in spanische schulen gehen, machen das so.
generell möchte ich noch etwas dazu sagen:
kommt man in ein anderes land, dann wird einem oft so stark bewusst, wieviel gewohnheit in bestimmten dingen drin steckt - und auch wieviel willkür. klar gibt es jede menge religiöser und spiritueller "argumente", die das weihnachten für die menschen in deutschland genauso machen, wie es nun mal ist.
an weihnachten in einem anderen land zu sein (ich habe das auch schon zweimal in USA erlebt), führt einen dorthin, wo religiosität/spiritualität (meiner meinung nach) hingehört: in das eigene innere ... die äusseren rituale und gewohnheiten sind genau das: rituale und gewohnheiten ... die eine weile lang helfen, bestimmte gefühle zu erzeugen ... aber irgendwann ist damit schluss ... dann spätestens wird einem klar, was davon wirklich in einem drin lebt - und nicht nur "immer" von aussen erzeugt wird ...
nur so als kleine anregung, wie man diese dinge auch betrachten kann ... aber natürlich nicht muss ...
gruss von peter.[addsig]