http://www.tagesspiegel.de/zeitung/D...art705,2355429
"Schwarze Berghänge, verbrannte Häuser ? und Pinien, die aussehen wie geteerte Telefonmasten. Die Leute auf Teneriffa sind froh darüber, dass sie davon gekommen sind"
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"Als zwei Tage später alles vorbei war, fand die Familie von ihrem Haus nur noch rauchende Trümmer. Ihr kleines Gasthaus dagegen, ?Casa Riquelme?, blieb verschont. ?Launisch? sei das Feuer gewesen. Fraß im Tal ein halbes Dutzend Häuser, übersprang viele andere. Es tötete Ziegen und Hühner, ruinierte Plantagen und Äcker.
Auch die kleine Kapelle, die der Schutzheiligen Inmaculada gewidmet ist, blieb heil. Mit Blumengestecken auf dem Altar der hölzernen Jungfrau bedanken sich die rund 150 Dorfbewohner dafür, dass es nicht noch schlimmer kam."
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"Nicht nur göttliche Hilfe hat größeres Unglück verhütet: Überall in den Dörfern Teneriffas werden Helden gefeiert wie Juan Jose Perez. Der Mann ist Chef der Freiwilligen Feuerwehr in dem 1000-Seelen-Ort Santiago del Teide, fünf Kilometer östlich von Masca. Unermüdlich kämpften er und seine 40 Männer am Ortsrand gegen die Flammen. Mit drei Löschwagen und mit Angst, von der Brandwalze überrollt zu werden.
Nach 48 Stunden konnten sie die Schläuche endlich einrollen. Die ehemals weißen Häuser des Ortes waren rußgeschwärzt, aber gerettet. Sogar eine Tankstelle hatten sie vor der Explosion bewahrt. ?Das war knapp?, sagt Perez. Menschen klopfen ihm auf die Schulter, als er sich in der Ortsschenke an den Tresen setzt.
Zuweilen habe er sich machtlos gefühlt, sagt Perez. ?Kaum waren die Flammen irgendwo aus, ging es an anderer Stelle wieder los.? Der Wind habe sie immer wieder angefacht - teuflisch sei das gewesen."
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"?Ein wahres Wunder, dass es keine Toten gab?, sagt Rot-Kreuz-Koordinator Austin Taylor in seinem kargen Büro im Süden Teneriffas."
Viele Grüße
christian