Die Waldbrände und die hieraus resultierenden Zerstörungen bzw. Beschädigungen von Privateigentum machen m.E. mal wieder einen Hinweis nötig vor allem für die vielen blauäugigen Auswanderungs-Interessierten:
Die Rechtssicherheit bzw. die Durchsetzbarkeit von legal (=theoretisch) bestehenden Ansprüchen gegenüber öffentlichen Institutionen sind für Nichtcanarios drastisch reduziert im Verhältnis zu den Erfolgsaussichten der Canarios - vor allem wenn die auch noch über die seit dem gemeinsamen Schulbesuch mit dem örtlichen Alcalde bestens stabilisierten Beziehungen verfügen.
In Deutschland gibt es in jedem Landratsamt Beratungsstellen für die nichtdeutschen Mitbürger, wo jedermann effizient und schonungslos offen die Informationen bekommt, die er für die Durchsetzung der legal bestehenden Ansprüche braucht, bis hin zur Prozesskostenhilfe. Auch die deutschen Medien, eh' nicht der typisch spanischen obrigkeitshörigen Hofberichterstattung verfallen, sind da dem ausländischen Mitbürger bei Bedarf ganz hilfreich...
Auf Teneriffa existiert einfach eine Verwaltungspraxis, die den Nichtcanario de facto fast völlig ausschließt von irgendwelchen Hilfsprogrammen. Falls er es aufgrund persönlicher Detailkenntnisse und der spanischen Sprache hervorragend mächtig doch schaffen sollte, sich an die Subventions- oder Hilfstöpfe heranzuarbeiten, bekommt der die Quittung für sein ungehöriges Verhalten eben wenig später an anderen Fronten - Alcaldes haben in ihren Ayuntamientos nahezu fürstliche Gestaltungsmöglichkeiten...
Jammern hilft da wenig, man muß den Sachverhalt als solchen kennen und akzeptieren (das kann durchaus so weit reichen, daß man als auswanderungswilliger Mitteleuropäer erkennt: da muß ich nicht hin, ich will ja meine Lebensqualität verbessern). Die einzig mögliche Antwort ist, durch den Einsatz der von manchem Blauäugigen hier so verpönten deutschen Tugenden "Leistungsfähigkeit/-willigkeit - Ideen - Witz - Schnelligkeit - Energie - Konsequenz - Fleiß" über den wirtschaftlichen Erfolg der eigenen Tätigkeit dies zu kompensieren. Die hilfreichsten Hände findet man meist am Ende der eigenen Arme![addsig] |