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Alt 04.08.2007, 08:33
peterseth peterseth ist offline
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peterseth befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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danke, michaela!

meine freundin hat noch mal gesucht - und unser exemplar gefunden - Nr 105 der teneriffa nachrichten, gültig von Freitag, dem 13. Juli bis 2. August. Leider ist die web-site derzeit anscheinend nicht oder nur für registrierte benutzer erreichbar. deshalb hier ein paar zitate aus dem artikel auf der titelseite unter der überschrift "Kiefernwald-Forschung der Universität La Laguna: Alle zwanzig Jahre abfackeln" von Mathias Siebold:

"[...] Die Bäume [gemeint ist die kanarische Kiefer] haben bekanntlich die wunderbare Eigenschaft, bei einem Brand zwar außen zu verkohlen und alle Nadeln und die Rinde verbrennen zu lassen, aber dabei nicht abzusterben; schon nach wenigen Wochen sprießt wieder neues Grün aus dem schwarzen Stamm hervor. [...]"

"[...] Für die Inseln selbst [gemeint sind Teneriffa und La Palma] ist aber die evolutionäre Monokultur der kanarischen Kiefer ein Segen, denn die Nadeln dieses Baumes sind bestens geeignet, das Wasser aus den Passatwolken zu "kämmen" - und Wasser bedeutet Leben. [...] Um den Zusammenhang der Kiefer und dem Wasserhaushalt der Insel weiß man schon länger, und deshalb versucht man auch, die Kiefer so gut es geht zu schützen [...]"

"[...] Auf jeden Fall - so eine Erkenntnis [der Erforschung der großen Verbreitung der kanarischen Kiefer] - haben die großen Waldbrände dazu geführt, das Ausbreiten des Kiefernwaldes auf den Kanaren zu fördern statt ihn zu bedrohen. Das Feuer diente wohl dem Kiefernwald dazu, sich immer wieder von anderen "störenden" Pflanzen zu befreien; denn nur das Unterholz und alles, was nicht Kiefer ist, fällt dem Feuer endgültig zum Opfer."

"Die eigentliche Gefahr, die von Waldbränden ausgeht, besteht nicht für den Kiefernwald, sondern für alles andere, was sich in der Nähe befindet - und das sind nun mal Bauten oder landwirtschaftliche Nutzflächen der Menschen. Man könnte den Wald also ruhig brennen lassen, etwa alle 20 Jahre hat er das nach Einschätzung der Wissenschaftler der Universität La Laguna auch nötig."

"Das geht aber nicht, denn es wird kein Verantwortlicher zu finden sein, der sich im Fall eines Brandes vor die Leute stellt und sagt: Laßt ruhig brennen, das ist alles in Ordnung. Und so entpuppt sich der Mensch erneut als eigentlicher Störenfried und stellt sich gegen einen in unserem natürlichen Umfeld völlig normalen Vorgang - die Waldbrände."

peter-seth

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