Hab' mal wieder eine pm mit zahlreichen allgemein interessierenden Detailfragen bekommen, also gibt's den Kerninhalt mal wieder hier im Forum:
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wir (44/42/14) liebäugeln schon eine ganze weile mit dem gedanken nach spanien zu ziehen um dort zu arbeiten. wir hatten eigentlich das festland in betracht gezogen, dort waren wir in den letzten jahren häufiger. dann hat und jedoch eine bekannte, welche seit vielen jahren teneriffa besucht, über die steuerlichen vorteile, besseres klima etc. erzählt. wir sind neugierig geworden und haben uns intensiver mit der insel auseinander gesetzt. vor kurzem waren wir zu erkundung vor ort
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Besseres Klima ist sicher richtig, in Europa gibt es nirgendwo besseres Klima als auf den Kanaren. Bei den steuerlichen Vorteilen bin ich am Rätseln, ich sehe nämlich eigentlich keine, die für einen Kleinunternehmer sinnvoll nutzbar wären. ZEC (Zona Especial de Canarias) könnt Ihr knicken, die administrativen Schwerfälligkeiten hierfür stehen in keinem plausiblen Verhältnis zu den Vorteilen eines Kleinunternehmers. Zwar haben wir keine MwSt. hier, aber dafür die IGIC - da die aber für alle Lebensbereiche auf den Kanaren im Soll und Haben gilt, ist das weder Vorteil noch Nachteil.
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mein mann wollte als allround handwerker tätig werden. den gedanken haben wir nach 2 tagen gestrichen. wir hatten den eindruck das jeder der dort hin zieht entweder in die gastronomie geht oder handwerker wird.
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Die Leute machen halt das, was Markt und Chancen hat, wo nicht langwierige kostspielige Vorleistungen zu bringen sind, um sich einen neuen Markt aufzubauen. Ich würde die Idee allround-Handwerker nicht sofort abhaken ? einer, der?s kann, kundenorientiert, freundlich, schnell ist, über umfassendes gutes Werkzeug verfügt, das ihn wirklich sein Können zeigen lässt und von zeitraubenden Fahrten für Kleineinkäufe unabhängig macht, der müsste es eigentlich packen können.
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da mein mann metallbauermeister ist und über einiges an qualifikationen verfügt, haben wir uns in dem sektor umgesehen ?. es ist uns tatsächlich gelungen mit einigen firmen kontakt zu knüpfen, leider nur mit solchen die deutsch oder englisch gesprochen haben. Wir sind bisher zu dem ergebnis gekommen, dass er dort zwar beschäftigung finden würde, jedoch nur mit diesen 3 betrieben keine genügende auslastung als subunternehmer hätte um vernünftig davon leben zu können.
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Man sollte m.E. entweder vernünftig angestellt arbeiten oder selbstständig ? das Subunternehmer-Dasein kombiniert hauptsächlich die Nachteile der ersten beiden Varianten. Man ist immer das hinterste Ende der Kette und wartet oft sehr lang auf?s Geld, wenn?s denn überhaupt kommt.
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Hier sei gesagt das ich neben deutsch fließend englisch spreche und neben einer ausbildung als industriekauffrau auch in der gastronomie zuhause bin, also könnte ich für ein kleines grundeinkommen sorgen.
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Das ist doch was. Warum denn nicht Euer beider Fähigkeiten in einem kleinen eigenen Handwerksbetrieb kombinieren, der dank Deiner guten englisch-Kenntnisse eine breite und zahlungsbereite Klientel aufbauen würde ? Dein Mann macht die frontend-Arbeit und Du das Telefon.
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unsere tochter würde gerne auf eine öffentliche spanische schule gehen, so dass die teuren privatschulen gespart würden.
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Was ich anhand des Schulbesuchs an der IES Adeje durch den Sohn meiner Partnerin an kanarisch staatlicher schulischer Qualität kennen gelernt habe, macht mich wieder mehr zum Privatschul-Fans. Du sprichst vermutlich um Längen besser englisch als die englisch-Lehrerin dort. In den letzten Wochen wurde nur noch die Zeit totgeschlagen in der Schule. Teilweise kam, auch im Spätwinter schon, stundenlang kein Lehrer usw?
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kennst du eventuell metall verarbeitende firmen, oder betriebe welche tor- türen- und fenster montieren bei denen man vorstellig werden könnte? der bauboom im süden scheint noch lange nicht abgeschlossen ?.
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Montage-Betriebe oder Metallbau-Betriebe? Wenn letztere, Alu-, Edelstahl- oder ?normale? Stahlbaufirmen? Die arbeiten nämlich hier auf TF fein säuberlich getrennt und wollen angrenzende Fachbereiche überhaupt nicht antasten. Ich hab? z.B. teilweise schon Schwierigkeiten, Alu-Tafelblech von einem Stahlbau-Betrieb überhaupt gekantet zu bekommen (weil die Alu-Betriebe natürlich keine Kantbank haben, sondern sich darauf beschränken, 45°- und 90°-Schnitte (einigermaßen) an den Standardprofilen durchzuführen. Versuch? mal, z.B. Einniet-Muttern bei einem Metallbaubetrieb hier zu kriegen?
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hier in deutschland führen wir einen kleinen betrieb der ?genormte baufertigteile? montiert,
feuerschutzeinrichtungen nicht nur installieren, sondern auch abnehmen darf. wir haben den eindruck, dass man auch auf den canaren langsam in richtung eu-norm tendiert und somit auch qualifiziertes personal benötig. schön wäre es, du könntest uns sagen ob wir damit richtig liegen ?
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Schön wäre es, wenn fachliche Qualifikation wirklich einen hohen Stellenwert hätte. Wenn es das geben sollte, dann steckt?s noch in den ganz frühen Anfängen. Preislich lässt sich Qualitätsarbeit kaum mit höherem Preis durchsetzen, da Qualitätsarbeit viel weniger faszinierend ist als ein zunächst niedrigerer Preis. Falls irgendwo ein Qualifikationsnachweis gefordert wird, z.B. im schweißtechnischen oder Feuerschutz-Bereich, dann werden nur spanische Zertifikate und Titel anerkannt. Spanien protegiert seine Fachleute oft auch wider jedes EU-Recht wo immer es geht. Oft ist es einfacher, ein benötigtes Zertifikat einfach in Spanien komplett nochmals zu machen als völlig ungewisse Zeitspannen zu warten, ob das vorhandene vielleicht doch anerkannt wird.
Um wirklich umfassend und zutreffend raten zu können, müsste ich mehr wissen: wann wollt Ihr kommen? Kommt Ihr mit wenig Pufferkapital oder könnt Ihr für den Beginn Eurer Selbständigkeit ernsthafte Beträge investieren für Service-Fahrzeug, Arbeitsausrüstung und Lager, Werbung? Wo wollt Ihr denn wohnen?
editiert von: sanmiguel, 22.06.2007, 14:16 Uhr [addsig]