Wenn ich das so richtig vermute, sind wir Forums-Schreiber alle noch recht vital und irgendwie fähig, unser Leben aktiv selbst zu gestalten. Richtig schwierig wird die single-Falle aber für all die Alten, denen der Partner/die Partnerin plötzlich weggestorben ist. Niemand mehr da zur Kommunikation oder für die alltäglichen Arbeiten und Rituale. Spanisch hat man natürlich in 20 Jahren Aufenthalt hier auch nicht gelernt, nix mit Integration oder so. Das Geld ist knapp (Ihr glaubt gar nicht, wie viele Residenten hier haarscharf am Existenzminimum entlangschrammen...) Da nützt auch die Eigentumswohnung nichts, die man vor 20 Jahren für damals noch billiges Geld kaufen konnte. Sozialhilfe gibt's hier keine und die Rente wird meist von den ärztlichen Behandlungskosten und nötigen Medikamenten völlig aufgefressen. Oft ist nicht einmal mehr das Geld vorhanden, um zurückzukehren nach Deutschland in die relative soziale Sicherheit und sich dort einen Altenheim-Platz zu "kaufen". Fragt mal die deutschsprachigen Seelsorger der ev. und kath. Kirche hier, die können ein Lied davon singen, welche akuten psychischen Schieflagen meist in der Vorweihnachtszeit abzumildern sind.
Jetzt haben wir noch 4 Monate Zeit zur Vorbereitung, vielleicht fällt dem Einen oder Anderen was ein oder ein deutschsprachiger Nachbar auf, den man gerade auf's Jahresende hin seelisch ein bißl in den Arm nehmen kann - manchmal genügt ja schon ein kleines Gespräch oder eine Nachmittags-Einladung. Auch das könnte eine megawelle-Aktion werden, ich würde mithelfen. |