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Alt 23.04.2007, 18:09
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sanmiguel sanmiguel ist offline
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sanmiguel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Tjaja Anke, wir sind halt hier das Forum der (überwiegend) inhaltsreichen und sinnvollen Beiträge, die Jubel- und Begrüßungs- und Lall-Orgien gibt's ja nunmehr "nebenan"...

Zum Thema bzw. etwas in Erweiterung desselben:
was man nicht ausgeben muß, muß man vorher erst gar nicht verdienen. In Adeje z.B. hat das Ayuntamiento rechtzeitig zur letzten Kommunalwahl eine Sozial-Eigentums-Wohnanlage mit Apartments und eine weitere mit Reihen-Bungalows (ca. 85 m² NFL) fertiggestellt für treue und nicht unaufgefallene Bürger von Adeje. Konditionen:
die Häuschen haben ¤ 65,000 gekostet, eine schöne 2-SZ-Wohnung ¤ 48.000. Dazu jeweils ¤ 8.000 "verlorener Zuschuß" für die Erwerbskosten (Notar und Steuern hat also das Ayto gezahlt), 100 % Finanzierung, Rückzahlung des Darlehens in 240 Monatsraten, 1. Jahr rückzahlungsfrei. Bindefrist 15 Jahre, danach kann das Objekt frei veräußert werden.
Die glücklichen Antragsberechtigten mussten junge Familie sein (Trauschein im ach so katholischen Teneriffa hierfür nicht nötig) und mindestens 1 Kind musste, äh, sollte schon da sein. Dazu wie üblich muß einer der Antragsteller seit mindestens 4 Jahren in Adeje empadroniert gewesen sein. Zuteilung nach etwas im Verborgenen gebliebenen Kriterien, da es natürlich ein Mehrfaches an Antragstellern gegenüber der zu verteilenden Beute gab.

Eine Bekannte von mir, sowas von ungebunden wie man sich's nur vorstellen kann und natürlich auch kinderlos, hat einen Bekannten kurzerhand zum Novio ernannt und, klein und zierlich wie sie nun mal ist, das Hascherl gemacht auf der Gemeinde - sie wünschten sich sooo sehr ein Kind oder zwei oder drei - und siehe da, sie hat eine der begehrten Wohnungen gekriegt. Daß ihr Vater der Häuptling der gemeindlichen "Protección Civíl" ist, hat da bestimmt überhaupt keine Rolle gespielt...

Aber lasst uns mal rechnen: 48.000 : 240 Monate ergibt schlanke ¤ 200,00 + nochmal vielleicht ¤ 100,00 für Strom/Wasser/Comunidad monatlich - für eine Eigentumswohnung, die in 15 Jahren vermutlich so um die ¤ 300.000 im Verkauf bringen wird. Das nenn' ich Vermögensbildung...

Wie sich die Ayuntamientos diesen Luxus leisten können? Ganz einfach, vor allem die, denen der Segen intensiver residencialer Baumaßnahmen zuteil wird, haben so unglaublich hohe Steuereinnahmen aus Immobilienkäufen und -verkäufen, daß sie vernünftig wirtschaftend ihre Straßen vergolden könnten. Und somit ist's auch wieder das Geld der Ausländer, Residenten, das zu einer unmittelbaren Wohlstands-Steigerung der Kanarios beiträgt - ohne daß sie richtig viel dafür könnten bzw. sich dafür anstrengen müssten.

[addsig]
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