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Alt 24.03.2007, 23:57
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Mauz mauz, hallo Mietze,
auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen (hab' das alles schon an vielen anderen Stellen im Forum hier geschrieben):
1. Nach Teneriffa umzusiedeln, ist als Idee schon mal ganz richtig. Daß man sie dann auch entschlossen und ZÜGIG umsetzt, wenn sie erst mal da ist, wäre auch wichtig. Es gibt immer im Leben zig Gründe, irgendwas "jetzt" nicht zu tun. Und meistens sind sie vorgeschoben, stark überbetont, nur um vor sich selbst die Rechtfertigung zu haben, jetzt keine Entscheidung treffen und dementsprechend handeln zu müssen. Ist mir selbst auch so ergangen, man muß einfach mal einen hard cut machen und sagen: jetzt oder nie!
2. Die Idee, noch eine Zeit in D zu bleiben, "um Kapital aufzubauen", ist zwar löblich, aber meistens nicht sinnvoll. Entweder habt Ihr schon Kapital, dann muß man eben am Ausgaben-Ventil drehen und in der unmittelbaren Startphase im neuen Leben sehr flexibel sein - Hauptsache, man ist "im Geschäft" und Kohle kommt rein. Mit der Kohle kommt auch die Inselerfahrung. Oder Ihr habt bislang kein Kapital aufbauen können, woher rührt dann die Vermutung, daß es in nächster Zeit klappen wird?
Zudem öffnet die finanzielle Schere immer weiter - so schnell, wie die Insel gerade im Bereich der Immobilie und der Mieten (vor allem Gewerbe) teuerer wird, so schnell könnt Ihr in D wohl kaum Geld aufbauen.
3. Die Idee mit dem eigenen Restaurant am Strand ist so gut, daß sie derzeit 8.000 gastronomische Betriebe auch schon hatten. O.K., Gastronomie geht irgendwie immer, aber bringt halt auch die Notwendigkeit mit sich, daß Ihr selbst 60 Wochenstunden arbeitet. Wollt Ihr das, was bleibt dann noch Zeit für Kind, Partner, Leben? Es gibt auch ein Leben vor dem Tod!
Mit der Gastronomie am Strand geht Ihr voll den touristischen Rhythmus mit, d.h., Ihr habt jedes Jahr einige Monate tote Hose, die Ihr auch finanzieren müsst.
Andererseits: wenn Ihr es schafft, ein im Wellneß- und Fun-Trend liegendes Lokal zu einem Treffpunkt zu machen, dann kann's "richtig warm kommen". Z.B. eine Zumería (ein Saftladen im wahrsten Sinn des Wortes), vielleicht noch leckere knackig frische Salate dazu, das gibt's wirklich noch nicht oft und grade die Jungen Schönen sind ja so figurbewußt, daß sie um Burger King und kanarische Würstchen einen weiten Bogen machen, wenn es eine Alternative gibt.
4. Der Sohn sollte auf eine spanische Schule gehen. Wenn Ihr im Badestrand-Tourismus arbeiten wollt, dann seid Ihr eh im Süden/Südwesten und da gibt's keine Alternativen zu spanischen Schulen, zumindest nicht mit erträglichen Schulweg-Zeiten. Der Filius lernt spanisch schneller als Ihr beide zusammen, keine Sorge. Ob er all das mitbekommt, was man lernen sollte, ist eine andere Frage, aber die Qualität ist von Schule zu Schule verschieden und da kann man erst was sagen, wenn er drin ist.
5. Jetzt schon sich für ein Objekt zu interessieren, wenn Ihr vielleicht irgendwann mal kommen wollt, ist verlorene Zeit. Fangt mit der energischen Suche an, wenn Ihr wisst, wann Ihr da sein werdet. Canarios und damit auch kanarische Vermieter planen nicht und schon gar nicht lange voraus. Wenn der Vorvertrag ausläuft und nicht verlängert werden soll, dann wird gesucht oder "se traspasa" ans Schaufenster gepappt. Und der erste, der den gewünschten Preis zahlt, kriegt das Ding.
Ist in D nicht anders: was lange auf einen Nachmieter wartet, sollte man im Allgemeinen nicht nehmen und die garantiert guten Lagen sind innerhalb von Stunden weg.