Zum Thema "Subventionen":
Wenn Du es als Nicht-Kanario schaffst, auch an den eigentlich immer vollen EU-Subventionstöpfen mitnaschen zu können, dann hast Du's sozusagen geschafft - ist eine der Höchstformen der ökonomischen Integration hier. Du kannst es de facto also knicken, irgendwelche Subventionen zu bekommen, egal für was. Und im Bereich des Weinbaus sowieso, da werden die Subventionen und ihre Vergaben von den 5 Consejos Reguladores (das sind die regionalen Weinbau-Verbände, die auch die Herkunftsbezeichnungen "D.O." vergeben) mit eiserner Hand kontrolliert. Die 5 sind sich schon untereinander äußerst futterneidig und dann auch noch jemanden an "seinem eigenen Knochen" mitnagen zu lassen, der nicht seit 3 Generationen auf TF lebt, tzzzzzz....
Kannste übertragen auf jedes Subventionsprogramm in jeder Branche zu jedem beliebigen Thema anwenden, weniger die Vergabekritierien (die sind ja öffentlich zugänglich), aber die Finessen der Antragsbearbeitung und vor allem der Einreihung Deines potentiellen Subventionsantrags in die lange Schlange derer, die auch aus dem gleichen Topf schlürfen wollen, verschwinden mit der Antragsabgabe im geheimen Dunkel von Entscheidungsinstanzen, von denen Du überhaupt nichts weißt. O.K., wenn Du Fred Olsen heißt oder Loropark, dann sieht's wieder ein bißl anders aus, aber so heißt Du doch nicht?
Tröste Dich, ist in D nicht viel anders, zumindest bei der Forschungsförderung - 2/3 der gewiß nicht kleinen Forschungs- und Entwicklungsförderung geht an 3 Konzerne, Daimer-Benz, Siemens und Airbus.... Aber Du kriegst in diesem regnerischen mitteleuropäischen Staat wenigstens die Subventionen, auf die Du mehr oder weniger einen Rechtsanspruch hast. Hierzulande erfährst Du meist gar nicht, daß und ob es vielleicht sogar einen ANSPRUCH auf bestimmte Subventionen gibt.
Zum Thema "Legalisierung von Schwarzbauten":
verlaß' Dich nicht drauf und schon gar nicht auf die kurze Frist von 4 Jahren. Es gibt da unterschiedliche Fristen, abhängig von Größe, Art und Lage des Schwarzbaus - und jede ist länger als die genannten 4 Jahre. Und ihrerseits wieder, abhängig vom Schwarzbauer und dessen Verflechtungen mit denen, die darüber befinden müssen, unter Anwendung Dutzender von Verwaltungsvorschriften nahezu beliebig verlänger- oder verkürzbar. Abriß wird zwar immer noch recht selten verfügt und noch seltener durchgesetzt (ich bitte jetzt, einige Häuslebesitzer um El Sauzal herum nicht laut aufzuschreien - ja, bei Euch hat man tatsächlich einiges weggerissen oder von Euch höchstselbst rückbauen lassen), aber eine Baueinstellung ist ja auch ganz schön lästig, wenn man dann nicht mehr vor- und zurückkann und u.U. sehr viel Investition auf ungewiß lange Zeit blockiert sein kann. |