
06.02.2007, 12:43
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| Neuer Benutzer | | Registriert seit: 29.01.2007
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Zitat:
In Spanien ist die Stimmung zwischen der spanischen
Gesundheitsministerin Elena Salgado und der Weinindustrie
äußerst angespannt. Laut Salgados Gesetzesvorschlag soll in
der Weinnation Spanien die Reklame für alkoholhaltige Getränke
eingeschränkt werden. Der jüngste Kreuzzug der
sozialdemokratischen Gesundheitsministerin, die sich auch
schon mit der Tabakindustrie, der Modebranche und den
Fast-Food Restaurants angelegt hat, geht auch vielen
Parteigenossen zu weit. Der Gesetzesvorschlag enthält ein
Werbeverbote in Radio und Fernsehen zu den besten Sendezeiten;
erst ab 22 Uhr dürfen Bier, Wein und Hochprozentiges beworben
werden. Auch in Zeitungen und Zeitschriften sollen Inserate
für Alkoholgetränke nur noch selten auftauchen, gar keine mehr
im Sportteil, bei den Veranstaltungstips und in
Jugendzeitschriften. Angesichts des nationalen Aufschreis, den
vor allem die Winzerindustrie fleissig geschürt hat, sah sich
sogar Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero zu einem
Machtwort genötigt. Der bekennende Weintrinker versuchte die
Wogen zu glätten. Allerdings hat Spanien den Statistiken nach
tatsächlich ein Alkoholproblem. Hier gilt Autofahren nach
Alkoholgenuss immer noch als ziemlich normal. Jede Woche sind
dramatische Unfälle in den Schlagzeilen, meist verursacht von
betrunkenen jugendlichen Autofahrern. Gut 30 Prozent der
spanischen Heranwachsenden trinken regelmässig Wein; mit 13
Jahren greifen die Kids im Schnitt erstmals zum Alkohol. Mit
diesem Alkoholmissbrauch, der durch die Werbung angeheizt
werde, müsse Schluss sein, wettert Salgado und hat damit
wenigstens die Mediziner und Pädagogen auf ihrer Seite.
| Haltet ihr Alkoholwerbung wirklich für die Ursache des Alkoholproblems?
Schränkt die Politik mit ihren Verboten den eigenen Willen und die Freiheit zu Entscheiden ein?
[addsig]
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