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Alt 03.01.2007, 13:12
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sanmiguel sanmiguel ist offline
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Hab's ja schon mal geschrieben: ich halte den Autobahnring auf TF für so wichtig wie 'ne dritte Brust an einer Frau.
Aber das sieht ein nicht unerheblicher Teil der Insulaner natürlich anders. Die Bewohner von Icod oder Los Silos oder Buenavista, die täglich per Auto oder TITSA nach Las Américas schaukeln (3 Std. Wegezeit) wollen das Ding haben auf Teufel komm' raus. Das Baugewerbe (die leisen "ganz großen" der Inselzaren) finden's auch nett wg. schöner Aufträge - schau Dir z.B. die Transportbetonfirma Olican an, deren Chef verdient mtl. sicher mehr als Megawelle im Jahr umsetzt. Das Cabildo wäre auch todtraurig, die vielen schönen EU-Subventionen sausen zu lassen (Infrastruktur-Förderung in extremen Randlagen), die Kostenkalkulation wurde vorher schon so aufgebläht, daß tatsächlich wohl das gesamte Projekt aus den Subventionen realisiert werden kann.
UND WO BLEIBT DIE UMWELT UND DAS BISLANG UNZERSTÖRTE WUNDERSCHÖNE ECKERL IM ÄUSSERSTEN NORDWESTEN?
Naja, das geht halt vor die Hunde, aber für Umwelt und deren Schutz hat sich auf TF noch nie jemand besonders interessiert.

Ein positiver Aspekt der besseren Verkehrsanbindung ist allerdings schon zu sehen: die schleichende Entvölkerung des Nordwestens hört wahrscheinlich auf. Wer die Statistiken der letzten Jahrzehnte verfolgt hat, weiß, daß die Ayuntamientos des Nordwestens die einzigen sind (und Vilaflor natürlich), wo die EW-Zahlen konstant zurück gingen, einem extrem anderen Trend im Rest der Insel zu Trotz. Aber das hätte man mit etwas feinfühligeren Maßnahmen und einer allgemeinen Verbesserung der Infrastruktur auch erreichen können.
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