Thema: Fernweh
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Alt 12.11.2006, 19:19
Tiny Tiny ist offline
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Tiny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Bin auf Fernweh angesprochen worden, das ist tatsächlich vorhanden, seit ich von Teneriffa heimgekommen bin. Hier in A ist auch vieles nicht mehr so wie es sein könnte. Mir persönlich macht das Klima am meisten zu schaffen. Früher war mir der Winter ziemlich egal, aber jedes Jahr geht er mir mehr auf den Geist. Ich glaube es bildet sich eine richtige Winterdepression aus. Besonders am Anfang muss ich daran denken, dass die nächsten 5 Monate für die Würste sind und teuer !! Heizkosten pro Saison derzeit ca. 1800 €. Da möchte ich eigentlich nur mehr in den Flieger steigen.

Deshalb habe ich in letzter Zeit intensiv in diesem Forum gelesen. Ich habe natürlich schon damit gerechnet, dass die Tinerfenos (ist das korrekt so?) nicht gerade auf mich warten, solche „Flüchtlinge“ gibt’s dort bestimmt schon genug. 70.000 Deutsche und 15.000 Österreicher hat mir ein Deutscher in Tacoronte erzählt. Kann das stimmen?

Mir war allerdings sehr schnell klar, dass man sich gut informieren und vorbereiten sollte, wenn man den Einheimischen nicht auf den Geist gehen und auch selbst nicht moralischen und finanziellen Schiffbruch erleiden will.

Trotzdem lässt mich der Gedanke nicht mehr los. Für einen Neuanfang bin ich schon zu alt, für ein Rentnerdasein in Puerto noch zu jung. Einen längeren Aufenthalt, ev. Im nächsten Winter, könnte ich allerdings bei guter Vorbereitung schon einrichten. Zwischen Weihnachten und Ostern bin ich beruflich dem wenigsten Druck ausgesetzt, da werde ich mich mal um einen Sprach-Kurs umsehen. Glaubt ihr, dass man mit in A gelerntem Spanisch schon was anfangen kann? Ich glaube nicht allzu viel, ich habe die Einheimischen auf Teneriffa beobachtet, die reden wie ein Maschinengewehr, da sind die Holländer noch harmlos! Bei vielen (gelesenen!) spanischen Wörtern habe ich mir aber schon vorstellen können, was gemeint ist. Da ist es mir viel besser gegangen als in Griechenland, da weißt du nicht, ist das was zum Essen, zum Anziehen oder ein Schimpfwort...

Na, ja, mit den Resten meines Schulenglisch, mit den wichtigsten Sätzen in der Landessprache und den Rest mit Händen und Füssen bin ich überall über die Runden gekommen. Freundlichkeit und respektvoller Umgang ersetzt fürs Erste schon einige Sprachmängel. Als Gast in einem fremden Land verhalte ich mich so, wie ich es mir von Ausländern in Österreich erwarte. Damit bin ich immer gut gefahren.

Für einen längeren Aufenthalt ist das natürlich zu wenig. Ich kann mir zum Beispiel noch nicht recht vorstellen, wie ich mir eine Wohnung suche und mit dem Vermieter verhandle. Da bräuchte ich sicher Hilfe.

In den nächsten Monaten werden mich noch viele Fragen beschäftigen, wenn ich darf, werde ich einige davon an Euch weitergeben.

Vorerst mal servus, eine neue Arbeitswoche ruft.
Max
__________________
Saludos
Max

...und irgendwann bleib i dann dort...
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