Ohne Bezug zu dem hier geschilderten Vorfall und wohl wissend, daß es sehr schwer ist, als Außenstehender die richtige Entscheidung erkennen zu können:
Eine Kindeswegnahme kann oft das einzig verbleibende Mittel sein, das Kind zu retten, gesundheitlich, psychisch, in seiner sozialen Lebensfähigkeit innerhalb unserer Gesellschaft.
Es mutet schon mehr als nur kurios an, daß man zwar in immer mehr Ländern einen oft an hohe Voraussetzungen geknüpften Befähigungs-nachweis braucht, um einen größeren Hund zu halten, aber Kinder in die Welt setzen darf man in beliebiger Zahl, in jeder Phase seines Lebens, aus jeder charakterlichen, intellektuellen, beruflichen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen Situation heraus. Wobei ganz unverhohlen wohl oft eine hohe Kinderzahl als garantiert funktionierendes Mittel zur Finanzierung des eigenen Lebens durch die Sozialgemeinschaft eingeplant wird.
Die Wurzel dieses Problems ist nicht erreichbar, schon gar nicht in einer Welt der werbungsdefinierten Lebenswerte, aber man kann und muß dann wenigstens die Resultate für die Unschuldigen dieses zynischen Mecha-nismus zu schützen versuchen - was auch wieder eine hehre Aufgabe ist, die den Jugendämtern mehr Verantwortung, Konzentration, Arbeitslast auferlegt, als mancher beamtete Mitarbeiter zu leisten bereit ist. editiert von: sanmiguel, 12.10.2006, 11:18 Uhr [addsig] |