Heute mittag war ich auf der erstmals seit langem wieder durchgeführten "Romería Barquera" in El Médano - oh je, oh je. Ein Trauerspiel, da hätte man sich wirklich ein bißl mehr Mühe geben können, an allen Fronten.
1. Scheinbar wurde die
Romería nicht genug beworben, es waren erstaunlich wenig Zuschauer (natürlich war der Strand voll und die Strandcafés, aber das sind sie ja am Sonntagmittag immer).
2. Die Veranstaltung selbst war sehr klein, der Umzug zum Hafen wurde regelrecht "heruntergerissen". Die eigentliche Wasserprozession war völlig unkoordiniert und optisch unattraktiv, auch hat mich die geringe Zahl der
Schiffe und ihr sehr spärlicher Schmuck überrascht.
3. Organisation und Sicherheit waren unterirdisch. Das "Leitboot" mit der Statue des Hl. Hermano Pedro war derart überfüllt, daß der Bootsführer, kaum 20 m im Hafen unterwegs, die Leute an Bord lauthals anbrüllen musste, sich ja nicht zu bewegen, da das Schifferl zu kentern drohte. Das wär' eine Medien-Gaudi geworden, wenn die gleich beim ersten Anlauf "Bruder Pedro" ins Hafenbecken geschmissen hätten - und 20 Leute gleich mit...
3. Das
Ayuntamiento hätte aus Anlaß dieses denkwürdigen Ereignisses eigentlich die diversen gepflasterten Freiflächen zwischen den Bars/Restaurants und dem Wasser von jahrelang angesammeltem Dreck und Pisse befreien können, der Gestank ist wirklich unerträglich dort.
Insgesamt also nix dolles, war auch nach 45 min wieder weg (hab' zum Trost im "El Mejicano gegenüber vom Hotel El Médano noch gut gegessen). Wie man hört, soll's diese
Romería ab jetzt jährlich geben - vielleicht lernt das Ayto ja ein bißl dazu und es wird besser im nächsten Jahr...