Mein lieber
medi8tor.
Welche Ziele verfolgst Du denn?
Hier soll und darf immer jeder seine Meinung sagen, das ist aber leider noch keine Selbstverständlichkeit in manchen kanarischen Foren, die immer noch von
UNOX geprägt sind, halt nach Gutsherrenart abgeschmeckt.
Zitat:
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Zumindest erlebe ich hier so wenig Rassismus wie nirgendwo.
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Nun, Du bist wenigstens nicht in dem Land, in dessen
Ostterritorium das sog. "Neger Klatschen" nicht selten vorkommt.
Hoyerwerda und
Mügeln lassen grüßen.
Mag sein, dass es dies auf Teneriffa nicht so häufig gibt, aber es gibt zumindest im Süden der Insel "deutsche Nester" mit Fehlgeleiteten, was ja hier und anderswo auch schon zu lesen war.
Das Nachfolgende will ich hier aber auch nicht unerwähnt lassen:
Zitat:
Das Teneriffa Magazin berichtete: "Hexenjagd" in einem idyllischen Bergdorf
Afrikanische Kinder werden zu Sündenböcken Garachico
Am Donnerstagnachmittag (31.05.2006) fragte man sich, wo die viel gerühmte Gastfreundschaft und Toleranz der Canarios geblieben ist.
Die Hilflosigkeit angesichts der nicht enden wollenden Flut von Flüchtlingen wurde auf dem Rücken minderjähriger Jugendlicher ausgetragen. Das idyllische Bergdorf La Montañeta in den Bergen oberhalb Garachicos verwandelte sich in eine brodelnde "Suppe" aufgebrachter Anwohner. Bei der Ankunft von 32 farbigen Teenagern, im Alter von 14 bis 17 Jahren tobte die Volksseele vor Zorn. Die Jugendlichen wurden in einer Herberge des Roten Kreuzes untergebracht, die alljährlich für Jugendfreizeiten genutzt wird. Nach Ansicht der Bürger ist dies kein adäquater Ort. Trotz der vorherigen Ankündigung und dem Versuch die Bevölkerung aufzuklären, prasselte der ungebremste Unmut der Bürger auf die jungen Menschen nieder. Rufe wie "Fuera" ("Raus") oder "Negrosucio" ("Schmutziger Neger") hallten den erschrockenen Ankömmlingen entgegen. Fahrzeuge des Roten Kreuzes wurden mit Faustschlägen und Tritten attackiert.
Ist es vielleicht tatsächlich so, dass man ja gerne spendet, um das Elend irgendwo zu mildern, aber sobald es an die eigene Haustür klopft, wendet man sich lieber ab? Der Bürgermeister Ramon Miranda, der gekommen war, um die Gruppe zu begrüßen, versuchte die Reaktionen zu erklären. Man muss berücksichtigen, dass wir uns in einem ruhigen, abgelegenen und entvölkerten Ortsteil befinden. Es leben kaum mehr als 100 Menschen hier, Die meisten sind alt und leben alleine. Deshalb ist die Reaktionen verständlicherweise von Angst geprägt. Die Höhle des Löwen ist ungefährlich Trotzdem lohnt es sich einmal hinter die Mauern der Vorurteile zu blicken. Einer der Verantwortlichen, der schon seit 20 Jahren in der Flüchtlingshilfe tätig ist, hatte so etwas noch nicht erlebt. Er bestätigte, dass von seinen Schützlingen keinerlei Gefahr ausgeht. Es sind sehr aufgeschlossene und zielstrebige junge Leute, die meisten stammen aus Senegal, manche auch aus Mali. Sie sind irgendwo auf dem afrikanischen Kontinent geboren, haben eine abenteuerliche und lebensgefährliche Fahrt in maroden Booten hinter sich gebracht, in der Hoffnung in dem gelobten Land eine rosigere Zukunft zu finden. Unser Gesprächspartner erlaubte die abgeschottete Jugendherberge zu betreten, um uns selbst von seinen Worten zu überzeugen. Allerdings nur unter der Zusicherung, dass aus Jugendschutzgründen keine Aufnahmen gemacht würden. Sie sind ganz normal Und tatsächlich, man sah heranwachsende Männer, die Fußball spielten, wie in jedem Land. Es war erstaunlich ruhig und friedlich, keinerlei Streit oder Randale. Sie sind sehr nobel, ordentlich und lernwillig. Es ist eine Freude mit ihnen zu arbeiten, betonte der Sprecher des Roten Kreuzes. Nach unseren Erfahrungen hat noch nie ein Minderjähriger aus diesen afrikanischen Ländern einen Fluchtversuch unternommen. Im Gegenteil, wenn man ihnen die Möglichkeit einer Ausbildung gibt, integrieren sie sich ausgesprochen gut in die spanische Gesellschaft. Außerdem werden alle ankommenden Flüchtlinge von medizinischen Diensten untersucht und es sind kaum Krankheiten festgestellt worden. Häufig sind die Ankömmlinge geschwächt von der strapaziösen Reise, aber krank sind sie nicht. In der Herberge, leben sie nach einem geregelten Tagesablauf. Spanischer Sprachunterricht steht an erster Stelle. Die jungen Menschen sind aufmerksame und lernbereite Schüler, die in einer guten Ausbildung eine Chance sehen, ihr Schicksal zu wenden. Allen Beteiligten ist klar, dass es keine optimale Unterbringung ist, aber angesichts der fehlenden Kapazitäten müssen Kompromisse geschlossen werden. Die Herberge wird von Polizeikräften bewacht, nicht um eine Flucht zu verhindern, sondern um die jungen Leute vor der Meute zu schützen. Trotzdem darf es nicht darum gehen den Voyeurismus des Spektakulären zu nähren oder die Schuldigen auf der einen oder anderen Seite zu suchen. Die Flüchtlingswelle überrollt nicht nur die Kanaren sondern auch Spanien. Auf diesen Ansturm ist keiner vorbereitet. Es ist eine Frage der Politik Lösungen zu finden. Dazu muss die gesamte europäische Gemeinschaft beitragen, denn dieses Problem geht alle Mitgliedsstaaten an. Auf dem Rücken hoffnungsvoller Jugendlicher darf diese Frage jedenfalls nicht ausgetragen werden.
Autorin: Sabine Wilferth kanaren-news |
Dies sollte man auch zur Kenntnis nehmen.
Alles klar, medi8tor? Gib immer schön 8!
Schönes Differenzieren
M.