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Alt 27.07.2008, 00:17
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GuentherM GuentherM ist offline
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Ich möchte hier nicht nochmals eine Grundsatzdiskussion pro oder contra Zoos vom Zaune brechen.

Jedoch sind ein paar Details in diesem speziellen Falls doch ganz interessant:

Der Exoticpark wurde bereits Mitte 2007 von behördlicher Seite geschlossen.

Mit den paar zahlenden Gäste die dort vorbei kamen, konnte man sicherlich solch ein Projekt nicht pflegen und aufrecht erhalten. Ich war oft den ganzen Nachmittag im Leguangehege und da kamen mal, wenn es hoch kommt, 10 Gäste vorbei.Ich war sehr häufig dort. Aber mein alleiniges Interesse galt den Riesenechsen. Deren Haltung war, meiner bescheidenen Meinung nach, sehr gut. Ich kenne keinen Zoo in dem diese Tiere in so natürlicher Umgebung und vor allem in so einem großzügig gestaltetem Freigehege gehalten wurden. Man konnte sich frei in dem großen Areal bewegen. Das Gehege war stets gepflegt und die Futterschalen mit frischen Obst und Gemüse gefüllt.

Nach der Schließung der Tiergehege wurde die Cafeteria im Eingangsbereich weiter für Festivals, u.a. ein Oktoberfest genutzt ( die Inhaber waren Deutsche! )

Der Park wechselte den Besitzer.

Anfang Juli berichtete der Kanarenexpress, dass der Park geöffnet ist, aber mit großen finanziellen Problemen kämpft. Um Unterstützung wurde gebeten. Auszug Ausgabe 40 vom 31.05.08 Seite 11:

. . . Derzeit befindet sich der sehenswerte Park allerdings in großen Schwierigkeiten, was vor allem auf Kosten der dort befindlichen Tiere geht. Das Versorgungsunternehmen Canagua hat vor Kurzem das Wasser abgestellt, weil der Vorbesitzer eine Rechnung im vergangenen Jahr nicht gezahlt hatte. Die jetzige Besitzerin kann diesen Betrag aufgrund finanzieller Probleme nicht aufbringen. Sie bittet daher die Inselbewohner um Unterstützung und Geldspenden. Mehr Informationen bei Marion unter .........

Am 2.7.08 wollte ich den Park besuchen. Zu diesem Zeitpunkt war er allerdings wieder geschlossen. Im Eingang stand ein Auto quer, sodass man auch keine Möglichkeit hatte in den Vorraum zu gelangen. Vielleicht hätte ich damals penetranter sein und jemand suchen sollen.

Tatsache ist aber, dass die Problematik schon länger bekannt war. Wenn dann der Versorger das Wasser abstellt, liegt es doch eigentlich auf der Hand, dass es sich nur noch um Tage handeln kann, bis die Tiere verdurstet sind. Vielleicht hätte die Umweltschutzeinheit der Guardia
Civil (Seprona) sich schon Mitte 2007 einschalten sollen, damals als die Tiere alle noch am Leben waren und der Park das erste mal geschlossen wurde.

Zitat aus der neuesten Ausgabe des Kanarenexpress:
" Wer feststellt, dass Tiere in einem Park oder Zoo nicht entsprechend gewisser Standards
gehalten werden und leiden müssen, kann sich direkt an die Tier- und Umweltschutzeinheit
Seprona (Tel. 922 64 85 00, Durchwahl 379) wenden oder eine Anzeige bei der Policía Local in der jeweiligen Gemeinde machen. So kann der Leidensweg, wie ihn die Tiere des Exotik Park erfahren mussten, vermieden oder zumindest verkürzt werden."

Ich vermute hier einfach mal, dass hier Kommunikationsprobleme zwischen den einzelnen Behörden Schuld an dem Drama waren.

Geändert von GuentherM (27.07.2008 um 00:42 Uhr).
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