Das staatliche Statistikamt INE (
Instituto Nacional de Estadística de España) in Spanien hat herausgefunden, dass in Spanien beinahe jeder fünfte Einwohner unterhalb der Armutsgrenze lebt.
Genau
19,8 Prozent der Spanierinnen und Spanier sind von Armut betroffen. Besonders ältere Menschen in Spanien trifft die Armut, von den über 65jährigen gilt jeder Dritte als arm, bei den unter 16jährigen ist es jeder vierte Einwohner.
Auch das
Durchschnittseinkommen in Spanien wurde von der INE ermittelt, dies liegt bei
22.418 Euro pro Jahr. Allerdings ist es regional sehr unterschiedlich. In
Madrid liegt das Durchschnittseinkommen bei
27.540 Euro, während es in der
Extremadura nur bei
17.630 Euro liegt.
Das staatliche Statistikinstitut
INE ist die spanische Entsprechung zum
Statistischen Bundesamt in Deutschland.
Das nur zu denen, die uns die Zahlen liefern.
Jetzt mal zu den
Auswanderungswilligen, die ja wie Pilze aus dem Boden schießen.
Die INA hat gerade die neuesten Arbeitslosenzahlen für die Canarias veröffentlicht.
Mein lieber Canario, das lässt nichts Gutes für die Zukunft erahnen, weil Krisen auf dem Festland sich auf den Canarias immer noch ein wenig verschlimmert entwickeln.
Hier mal der Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf den CANARIAS innerhalb der letzten 12 Monate.
(In Klammern die Zahlen vor 12 Monaten)
Gran Canaria: 80.011 (62.164)
Tenerife: 67.687 (50.416)
Lanzarote: 10.432 (6.738)
Fuerteventura: 8.415 (5.473)
La Palma 7.403 (5.984)
La Gomera: 1.254 (960)
El Hierro 622 (517)
Seit acht Monaten steigt übrigens die Zahl der Arbeitslosen in Spanien.
Im
Durchschnitt sind die Arbeitslosenzahlen auf den Canarias in den letzten 12 Monaten
um 29,70 % angestiegen.
Abora hilf uns, kann ich da nur sagen.
Für Auswanderungswillige jetzt eine Art Wort zum Sonntag.
Bleibe im Lande und nähre dich redlich. Zitat:
Ist das der erhobene Zeigefinger der Großmutter, die vor frechen Abenteuern warnt?
Nein, es steht in Psalm 37 und stammt aus dem dritten Vers.
"Die Gottlosen ziehen das Schwert und spannen ihren Bogen, dass sie fällen den Elenden und Armen und morden die Frommen", heißt es dort.
In dem Spruch steckt ein Aufruf zu Selbstdisziplin und Gewaltlosigkeit, wie er auch der Bergpredigt im Neuen Testament würdig wäre.
Es ist freilich ein antirevolutionärer Satz und eine harte moralische Herausforderung. Er warnt die Menschen davor, den Kampf gegen das Böse auf eigene Faust aufzunehmen.
Eine Kapitulation vor den Zuständen bedeutet das allerdings nicht: Nicht davonlaufen, so lautet die Botschaft. Einer der Schlussverse fasst die zähe Hoffnung auf Veränderung zusammen:
"Ich sah einen Gottlosen, der pochte auf Gewalt und machte sich breit und grünte wie eine Zeder. Dann kam ich wieder vorbei; siehe, da war er dahin."
Bibelfest? |
Für einen neuen Anfang dürften die CANARIAS derzeit wohl nicht besonders geeignet sein, es sei denn, man hatte woanders schon ausgesorgt.
Oder sieht das jemand anders?
Grüße
Morta4U