Ein interessanter Artikel ist heute im Handelsblatt zu finden.
Die Wirtschaft der Halbinsel würde gerne mit Alemana tauschen.
Der EM-Sieg kommt für Spanien gerade richtig. Der Erfolg lenkt von der schwierigen Wirtschaftslage ab.
Brot und Spiele, das weiss auch der "Schuhmacher", ich meine natürlich den Zapatero.
YES, WE CAN! Zitat: Ja, wir können!
Spanien brauchte den Sieg bei der Europameisterschaft dringender als Deutschland. Nicht nur, weil damit eine 44 Jahre anhaltende Phase der Qualen endgültig beendet wird, in der die Nationalmannschaft keine bedeutende Trophäe gewinnen konnte. Wichtiger ist, dass Spaniens Triumph die Verhältnisse auf dem Wirtschafts-Spielfeld umkehrt, auf dem Deutschland derzeit der klare Gewinner ist.
Deutschland erholt sich gerade von der Baukrise, die auf den Wiedervereinigungs-Aufschwung der Jahre 1990 bis 1994 folgte. Jahre mit schmerzhaften Anpassungen, Senkungen der Sozialleistungen, der Steuern und der Lohnkosten haben Deutschlands Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit wieder hergestellt - zumindest wirtschaftlich. Auf der anderen Seite leidet Spanien unter den Folgen eines zehn Jahre andauernden Aufschwungs. Selten gibt es Tage, an denen die Spanier nicht mit der einen oder anderen Angst erzeugenden Statistik konfrontiert werden, weil der baugetriebene Aufschwung des letzten Jahrzehnts zum Stillstand kommt. Die Arbeitslosigkeit steigt, und der Einzelhandelsumsatz, ein Barometer für die Konsumnachfrage, sackte im Mai um 5,3 Prozent ab. Es ist nahezu unmöglich, in diesen Tagen einen optimistischen Spanier zu finden, vielleicht mit Ausnahme des Ministerpräsidenten Jose Luis Rodriguez Zapatero.
Auf dem Fußballplatz dagegen waren die Spanier klar überlegen. Vielleicht war es so, wie die Bank of America formuliert: Wer Durststrecken durchläuft, strengt sich stärker an, während im Erfolg Badende selbstgefällig werden. Der Optimismus, der nun die nationale Psyche der Spanier befällt, könnte dabei helfen, die gedämpften wirtschaftlichen Lebensgeister Spaniens wieder zu wecken. | ___________
Alte Grillweissheit:
"jeder soll auch seine meinung sagen, aber erst etwas nachdenken,(f) und es muss ja nicht so sein(f) das(f) jemand etwas schreibt(f) nur mit dem sinn(f) das(f) er andere damit provoziert,(f) unser forum ist halt manchmal auch wie die bildzeitung (f), und das ist gut so, aber nicht immer". Genau!!! Wir brauchen keinen Dritten Weltkrieg. Wir haben Kapitalismus, Kommunismus und Tourismus.
(Oliver Hassencamp)
Geändert von Hijos de Vilaflor (30.06.2008 um 19:26 Uhr).
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