So langsam, aber sicher, werden die "Placebo Meldungen" weniger.
Die harte Realität holt die Inseln ein.
Der hohe Euro Kurs zum britischen Pfund, die weltweite Bankenkrise, eine verfehlte Tourismuskonzeption, überalterte Tourismuszentren, der Ölpreis (Kerosin), die Konkurrenz in der Türkei, Marokko, Tunesien und Agypten, die Bauskandale und die wirtschaftliche Situation in Deutschland sind Gründe für die größte Tourismuskrise auf den Kanarischen Inseln.
Zitat:
Im kanarischen Tourismus unterscheiden die Experten zwischen den Hotels und den Bungalow- und Appartementanlagen. Letztere werden als Sektor „Extrahotelero“ bezeichnet. Dieser Bereich erleidet gerade die schlimmste Krise seit Jahren. In den Monaten März und April erzielte man das schlechteste wirtschaftliche Ergebnis dieses Jahrzehnts. Seit dem Jahr 2000 sind die jährlichen Übernachtungszahlen von 9 Millionen auf 6,1 Millionen gesunken, während die Hotels die Übernachtungen von 6,4 auf 8,2 Millionen steigern konnten.
Meldung: Mix 101 FM Radio |
Bungalows und Appartementanlagen siechen dahin und die Hotels verzeichnen Steigerungen.
Interessant wäre natürlich zu wissen, wie hoch die insgesamte Hotelauslastungsquote auf jeder Insel ist.
Es wurden ja selbst in Moratoriumszeiten noch Hotelplätze geschaffen.
Man kann vermuten, dass die Besucher zunehmend Billigangebote mit HP oder gar AI annehmen.
Beispielsweise fanden wir u.a. folgendes Angebot für die Frühlingsmonate in mehreren Hotels im Norden Teneriffas.
14 Tage VP incl. Flug für 529,00 EUR.
Wer das ganze mit AI Service haben möchte, der zahlt 685,00 EUR.
Man muss sich fragen, wer da noch ein Geschäft machen soll, bzw. was da auf den Tisch kommen kann.
Man kann es nur wiederholen:
Ein AI Tourist lässt nur ca. 12% - 18% seines Urlaubsbudgets im Gastland.
Ein Individualtourist, der sich auf der Insel selbst versorgt, gibt ca. 70% seines Budgets dort aus.
Diese hochprofitablen Besucher scheinen inzwischen woanders hinzufahren.
Oder machen sie vielleicht lieber Urlaub im eigenen Land?
Wenn es so weiter geht, werden viele kleinere Vermieter bald aufgeben müssen, vor allem, wenn ihre Häuser finanziert sind, denn die Hypothekenzinsen machen den Menschen ja auch richtig zu schaffen.
Bei dem Überangebot im Sektor "Extrahotelero" sinken automatisch auch die Preise.
Derzeit kann man wohl mit vielen Vermietern handeln. Für erfahrenen Individualreisende sicher eine Möglichkeit, Kosten zu sparen.
Preiswerte Individualunterkünfte buchen und dann preiswert mit
Ryanair auf die Inseln. Das kostet häufig pro Strecke nur 40 - 80 EUR, wenn man mit 15kg Gepäck und 10kg Handgepäck auskommt. Es geht problemlos, wenn man z.B. viel wandern oder radeln will.
P_L-I-B