Ich mach' mich schon wieder unbeliebt, aber ich bleib' dabei: das Durchschnittsniveau der ärztlichen Versorgung auf Teneriffa ist miserabel.
Nehmen wir's mal ein bißl auseinander: Norden, Hauptstadtzone, Süden bzw. Normal-/Routineversorgung bzw. Intensiv-/Notfallversorgung.
Für die Regelversorgung kann man sich ein gewisses Maß an Qualität und sogar Perfektion kaufen, aber "(viel) bezahlen" ist kein Garant dafür, daß man sie dann auch kriegt. Ich bin z.B. von einem recht famosen Ärztezentrum in Las Américas mehrmals regelrecht ausgenommen worden, wogegen meine Partnerin bei Dra. Schweitzer sehr aufmerksam betreut wurde. Man muß halt den Arzt seines Vertrauens suchen und finden, genau wie in D oder A. Über die Standard-Versorgung reden wir besser nicht - was man in den gemeindlichen centros de salud erlebt, grenzt manchmal schon an Böswilligkeit - oder es ist nackte Inkompetenz. Angeblich gibt's auch gute, aber ich kenn' nur die anderen (Achtung, Mehrzahl!). Wie gigi schon sagt, können manche Behandlungen auf TF überhaupt nicht durchgeführt werden und es ist ein echtes Indiz für den realen Sachstand, daß nicht wenige Residenten im hohen Alter wieder zurück gehen in die Heimat, weil sie hier mit ihren multiplen Erkrankungen nicht ausreichend betreut werden können.
In der Hauptstadtzone (Santa Cruz, La Laguna) ist die Lage naturgemäß besser als im Norden (vor allem die nordwestliche Ecke, alles was über Los Realejos hinausgeht, hat ein ziemliches Problem) und vor allem der Süden ist nach meinem Dafürhalten desaströs.
Wenn wir zum Bereich "Unfall- und Akutversorgung kommen, denkt man am besten nicht weiter, sonst will man als diesbezüglich sensibler Mensch nicht auf TF leben). Schlaganfall, Herzinfarkt, schwerer Verkehrsunfall im Süden (alles Vorkommnisse, wo's auf jede Minute ankommt), da stirbt man an Verletzungen oder erleidet bleibende schwerste Schäden, wo man in Mitteleuropa nach rel. kurzer Zeit wieder rel. intakt aus dem Krankenhaus kommt. |