TEIL 2
Fangen wir mit etwas Positivem an.
Lesen wir uns zunächst diese Meldungen durch.
Zitat:
El Hierro - Mehr Gästebetten
Der neue Tourismusplan von El Hierro erlaubt eine Verdoppelung der Gästebetten auf der Insel.
Gestern veröffentlichte die Inselregierung einen entsprechenden Bericht, nach dem in den nächsten zwölf Jahren über 2000 Betten geschaffen werden sollen.
Die neuen Unterkünfte sollen in allen Regionen der Insel entstehen. Der Umweltbauftragte der Regierung betonte, trotz des hohen Anstiegs an Gästebetten werde der Plan den Tourismus besser in die Insellandschaft integrieren.
Bei der Entwicklung habe man besonders den Aspekt der Nachhaltigkeit beachtet. Eine Meldung von: Radio CLM |
Zitat:
Im Boletin Oficial de Canarias sind gestern die neuen Normen für den Tourismus auf El Hierro veröffentlich worden.
Das Urlaubergeschäft auf der kleinen Inseln wird streng limitiert, lt. neuen Richtlinien werden die Obergrenzen für das Unterkunftsangebot auf 1 Gästebett pro 3 Einwohner beschränkt.
Bei einer aktuellen Einwohnerzahl von 10.600 ergibt das ein Maximum von 2.250 Hotelbetten. Die Neuregelungen sind von der kanarischen Regierung zum Schutz der kleinen Insel verabschiedet worden.
El Hierro verfügt über ein einzigartiges Ökosystem, die ganze Insel steht seit 2000 unter dem Schutz der Unesco. Eine Meldung von Sun Radio |
Zitat:
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El Hierro wird ab 2010 in der Lage sein, als erste Insel der Welt, nur mit erneuerbaren Energien auszukommen. Die dazu notwenige Installation eines zweiten Windparks ist gestern zur Ausschreibung freigegeben worden, für das Projekt wird eine Fertigstellungszeit von 496 Tagen gerechnet. Pünktlich mit Beginn des Jahres 2010 soll dann auf El Hierro umgesellt werden: zu 100 % auf erneuerbare Energien.
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Das hört sich doch alles sehr gut an und El Hierro gehört doch zu den 52 Punkte Canarias.
Vorbildlich machen die das auf El Hierro und in der Tat könnte man davon auch für andere Inseln des kanarischen Archipels etwas lernen.
La Palma und La Gomera können sich ganz locker mit einigen Inseln der Ranking Liste messen, das wurde ja zumindest für La Palma und El Hierro auch gesagt.
Was machen wir aber mit den Inseln, bei denen schon alles versaubeutelt wurde?
Lachen muss ich ja, wenn ich sowas lese.
Zitat:
Einerseits gäbe es touristische Qualität, hier werden explizit der Teide, einzelne Baudenkmäler in Las Palmas (GC) und Santa Cruz (TF) oder die Erschließung der Strände in Playa Blanca (Lanzarote) erwähnt.
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César Manrique rotiert im Grabe, wenn er sieht, was die da in Playa Blanca verbrochen haben. Früher waren die Papagayo Strände noch echter Aussenbereich, inzwischen ist die Bebauung an sie herangewachsen.
Playa Blanca und Umgebung sind eher ein Beispiel für chaotische Bauplanung.
Wo sind die gewesen?
Wirklich supervorsichtig erschlossen. Weiter so, dann ist die Rubicon Ebene bald vollständig "versiegelt".
Schaut Euch mal die Bilder in diesem Bericht an.
Lanzarote: Biosphärenreservat am Abgrund
Da ist alles bestens beschrieben.
El Hierro ist ein absolutes Vorbild dafür, wie man es machen muss, wenn man langfristig etwas vom Tourismus haben will.
Die Herreños sind aber ein besonderer Menschenschlag und sie haben in der Vergangenheit schon bewiesen, dass sie sich nicht verbiegen lassen.
Die haben sich schon gegen das
Girlscamp und
eine Raketenabschussanlagen sowie eine Radaranlage erfolgreich gewehrt.
"NI LANZADERA NI RADAR. EL HIERRO PARA LA PAZ"!!!
Sie schauen seit Jahren mit Grausen auf Teneriffa und lassen sich nichts vormachen, vor allem nicht von Investoren, die ihnen viel Geld durch Tourismus versprechen.
Das haben die Investoren den Menschen auf Teneriffa aber versprochen und inzwischen beuten Thomas Cook und TUI Travel, beide an der Börse in London gelistet, die Inseln bis auf den letzten Blutstropfen aus.
Kommen wir zu den Kriterien des Rankings.
Sechs Kriterien spielten für die Bewertung eine Rolle:
1. Ökologische und ökonomische Entwicklung
2. Soziale und kulturelle Integrität
3. Der Zustand von historischen und archäologischen Stätten
4. Der ästhetische Gesamteindruck.
5. Qualität des Tourismusmanagement sowie die Aussichten für die Zukunft.
Fangen wir mit Punkt fünf an, denn das ist auch die Note, die man für das Tourismusmanagement der Inseln vergeben muss.
MANGELHAFT!!
Ich behaupte, es gibt gar kein Tourismusmanagement, die machen auf den Inseln das, was die Multis aus London sagen.
Und was sagen die?
"
Macht es billig, damit wir mehr verdienen können.
Beliebt ist auch: Jungs, ihr seid einfach zu teuer, ich kann die Leute doch nach Marokko, Djerba oder in die Türkei schicken. Mal ganz ehrlich, so gut sieht das ja bei Euch wirklich nicht mehr aus!"
Das ist richtig. Es sieht gaz schlecht aus!
Da wären wir bei den Zukunfsaussichten. Die sind alles andere als rosig, jedenfalls für die Urlaubshochburgen auf Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote.
Für die Klientel, die man da angesprochen hat, werden die Inseln viel zu teuer.
Warum fünf Stunden fliegen, wenn man das ganze billiger und mit kürzerer Anfahrt woanders in Europa haben kann?
Soziale und kulturelle Integrität?
Kaum noch vorhanden, wenn man durch die Tourismushochburgen im Süden und Norden Teneriffas fährt. Mehr Bratwurst, Weissbier, Jägerschnitzel, English Breakfast, Krombacher, Köpi und Bratkartoffel geht kaum. Fehlt nur die Kutterscholle mit Specksoße, die der Flieger aus Hamburg täglich mitbringt.
Der Zustand von historischen und archäologischen Stätten?
Auf Teneriffa? Gut, die Pyramiden in Guimar wurden wirklich toll aufgeschüttet, wie kritische Einheimische behaupten.
Gibt es wirklich viel Architektur auf Teneriffa zu bestaunen? Klärt mich auf!
In
Santa Cruz de La Palma schon, ich meine auch in Las Palmas,
Santa Cruz de Tenerife haut mich da eher nicht so vom Hocker.
Der ästhetische Gesamteindruck?
Nun, rund um
Puerto de La Cruz, Los Christianos und Las Americas eher "Augenkrebsgefahr". Wie soll man das nur alles beheben?
Wenn gar nichts mehr geht, kann man ja im Loro Parque AI buchen!
Die Fehler der Vergangenheit rächen sich langsam, aber sicher.
Irgendwie sind auch die Touristen heute erheblich kritischer geworden und lassen sich nicht mehr überall unterbringen.
Was tun?
1. Endlich ein stimmiges Gesamtkonzept für die Inseln entwickeln und danach handeln. Eine Art Agenda 2012, für die zukünftige Ausrichtung.
2. Konsequenter Rückbau von Bettenkapazitäten. Es gibt viel zu viele und dies in einem Preissegment, mit dem man langfristig in Europa keine Geschäfte mehr machen kann.
3. Die konsequete Verfolgung des Zieles, einen ökologischen Qualitätstourismus zu offerieren. Der kann und muss ruhig ein wenig teurer sein. Die Menschen zahlen gerne für gute Qualität.
4. Es muss viel mehr Geld direkt auf den Inseln landen und nicht bei TUI und Thomas Cook. Es kann doch nicht richtig sein, dass der Gastgeber sich mit einem Almosen abspeisen lässt und die Aktien an der Londoner Börse steigen.
5. Konsequente Bekämpfung von Korruption in der kanarischen Gesellschaft. Die Schandflecken sind zum großen Teil durch Korruption enstanden und erweitert worden.
6. Schaffung des Bewusstseins bei den Einheimischen, dass IHRE Inseln auch noch für die Kinder und Kindeskinder lebenswert sein müssen. Erziehung zum mündigen Bürger, der sich gegen die "Vergewaltigung" seiner Umwelt auflehnt und den Politikern Feuer macht.
7. Einführung einer wirklich freien Presse und Beendigung der Hofberichterstattung. Das gilt auch für Rundfunk und Fersehen auf den Canarias. Bisher habe ich den Eindruck, dass diese Instititionen eher "Propaganda Stationen der Machthaber" sind.
8. Die EU darf nicht jeden Wahnsinn mitfinanzieren.
Zum Schluss noch was Positives.
El Hierro ist eine Superinsel von der man viel lernen kann.
La Palma ist noch zu retten, wenn die Korruption konsequent bekämpft wird.
La Gomera ist auch noch nicht verloren, wenn man sich nicht als "Zweigstelle Teneriffas" sieht.
Von den "Kleinen Canarias" müssen jetzt die Impulse für die zukünftige Entwicklung der "Großen Canarias" ausgehen.
Die drei Kleinen bekommen von mir viel mehr als 52 Punkte. Mindestens so viel wie Dominica (Das La Palma der Karibik).
Die Großen wurden eher zu gut bewertet. Was die Tourismushochburgen angeht, stehen sie in Wirklichkeit schon hinter Ibiza, nur das Wetter ist noch besser. Noch!
Bitte alles in einer SMS zusammenfassen und konsequent gegen die "Vielschreiber Korruption" vorgehen. Für einen ökologischen Umgang mit Zeilen! Bitte auf keinen Fall ausdrucken, sonst werden weiter Bäume für das Papier gefällt. Trinkt Krombacher, unterstützt das Regenwaldprojekt.