Interessant was Mathias Siebold zu den neuen Tourismusüberlegungen von Puerto de la Cruz schreibt.
Quelle:
Alles fr Ihren Urlaub auf La Palma Zitat:
Das, was unter dem Strich bleibt
Auch wenn ich es gar nicht mag, verlassen wir gedanklich diese Insel mal einen kleinen Moment und spähen vorsichtig nach Tenerife, auf die Mutter aller Inseln. - Dort gibt es einen wunderbaren touristischen Ort mit dem gleichen Charme, den vielleicht auch Biarritz oder Nizza ausstrahlen, es pocht so ein bisschen der Geist vergangener Tage, was auf keinen Fall ein Minus sein muss, aber durchaus nicht in den progressiven Takt unserer Tage passt. - Der Vorsitzende der Hoteliervereinigung "Ashotel", José Fernando Cabrera deutet das mit folgenden Worten: Für jüngere Menschen taugt Puerto de La Cruz lediglich für die Assoziation, dass dort ihre Eltern die Flitterwochen verbracht hätten, so dass er einen Imagewechsel für den Ort fordert. - Das kann man mal dahingestellt lassen, denn bald werden die ehemaligen Flitterwöchner wohl dort ihre Goldenen Hochzeiten feiern, ab 50 "sells" nicht nur Sex, sondern auch Nostalgie. - Gut, ganz verzweifelte versuchen es auch mit Golf, aber wir wollen ja nicht immer gleich übertreiben… Man beklagt sich nämlich heftig über die gesunkene Rentabilität der Hotels im Ort und bemüht dabei auffällig die Regeln der Marktwirtschaft, um dieses zu erklären. - Früher, als alles anders und nur manches besser war, mussten die Reiseveranstalter bei den Hoteliers unterwürfig die Diele schrubben, bevor man die raren Zimmer der mondänen Hotelbranche in den Katalog mit aufnehmen konnte, heute ist es umgekehrt, die Hotels müssen sich den Veranstaltern anbieten und so Preise und Bedingungen akzeptieren, die früher nicht denkbar gewesen wären.
Das Überangebot sei dafür verantwortlich, eben in Verbindung mit dem leicht morbiden Image des Ortes, welcher gegen den modernen und kreischend lauten Süden der Insel wohl immer mehr verliert. - Das mit dem Überangebot, das ist natürlich komplett richtig, wer mehr anbietet als er verkaufen kann, der gerät in die Zwangslage seine Preise korrigieren zu müssen, so lautet nun mal eines der unangenehmsten Gesetze der Marktwirtschaft und ist komplett auch für La Palma so zu übernehmen. - Ob sich Puerto de La Cruz aber ein neues Image verschaffen sollte, das wage ich mal zu bezweifeln. Vielleicht sollte man im Gegenteil noch deutlicher auf gewachsene Strukturen bauen und diese Klientel so sehr mit "Corportate Identity" einlullen, dass man endlich wieder aus dieser Renditefalle herauskommt und auf "Stücknutzen" setzen anstatt auf Diskont-trächtige "Mischkalkulation". - Das ist ein bisschen so, wie mit den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern. - Auch die müssen, wegen erhöhter Konkurrenz im Werbegeschäft Einbußen fürchten und sägen nun an ihrem Image. - Oft kommt dabei leider eine peinliche Angleichung an den "Brot und Spiele-Journalismus" der Privatsender raus, anstatt Eigenheiten so weit zu verfeinern, dass man sich zu absoluten Spezialisten ausbilden kann. - Eben für genau sein Publikum und wer heute nur noch auf Jugend setzt, der hat morgen keine Kunden mehr, denn die heutigen Jungen sind nun mal die Alten von morgen und Nachschub gibt es immer weniger.
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Puerto de la Cruz war mir noch nie ganz geheuer.
Ich fand immer, dass es sich zu sehr "eingedeutscht" hat.
Noch vor kurzer Zeit traf ich einen deutschen Masseur, der dort 18 Monate gearbeitet hat.
Auf die Frage, ob er denn jetzt besser Spanisch spreche, antwortete er, dass es wohl keinen Ort ausserhalb Mallorcas gäbe, wo man mit Deutsch so gut zurechtkäme wie in Puerto de la Cruz. Er habe da nur Deutsch sprechen müssen und deshalb sei sein Spanisch in den 18 Monaten nicht viel besser geworden. Das habe er aber schon im Urlaub bemerkt, den er zweimal auf La Palma verbrachte.
Ey, da spricht kaum einer Deutsch!
WIE GUT, kann ich da nur sagen.
Salu2
M.d.A./Man spricht Deutsch!
Gerhard Polt - Im Urlaub
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