Man sollte das alles nicht gar so ernst nehmen.
Zunächst einmal ist zu fragen, wieviele Anträge denn der Regierung in der alten Legislaturperiode vorlagen.
Das waren die des Discounters Lidl.
Dieser hatte aber seine Anträge, nachdem man sie zunächst mit erheblichen Quadratmetereinschränkungen genehmigt hatte, teilweise mit Läden in Größen von 400qm !!!!, abgeändert.
Lidl wollte später keine
Discounts mehr betreiben, sondern "
Supermercados".
Der Unterschied zwischen Discount und Supermercado?
Z.B. mindestens 1000 Artikel, keine Paletten und Tüten umsonst.
Ausserdem muss man erwähnen, dass LIDL keine Frischwaren (Gemüse, Fisch, Fleisch) auf den Inseln verkaufen wollte.
Lidl ändert Strategie
So, wie es in der gestrigen Megawelle Meldung steht, verstösst es meiner Meinung nach gegen Europarecht.
Man muss das wohl zunächst so lesen, dass keine
weiteren, ausser den schon vorliegenden Anträgen, zugelassen werden sollen.
Lidl Espana hatte ja schon vor langer Zeit gemeldet, dass man die Märkte auf Lanzarote, Gran Canaria und Tenerife eröffnen wolle. Danach wurde es aber still und von Lanzarote war zu lesen, dass der ursprünglich geplante Standort neben Ikea wohl nich realisiert werden wird.
Dropout hat natürlich recht, wenn er auf die fehlende Konkurrenz hinweist.
Gerade diese ist in vielen Regionen der Insel auch der Grund dafür, dass die Preise so hoch sind.
Der Markt ist für die Anbieter teilweise paradiesisch und das wirkt sich auf die Preise aus.
Unlängst war auf der Welle unseres Vertrauens folgendes zu lesen:
Zitat:
Dienstag, 18. Dezember 2007 Lanzarote - Lebensmittelriesen verärgern Verbraucher 300 Bürger von Lanzarote haben gegen das Lebensmittel-Oligopol auf den Kanaren demonstriert. Laut Gesetz darf ein Unternehmen über maximal 25 % der Gesamtverkaufsfläche auf Lanzarote verfügen. Der Supermarktriese Dinosol, der Hiperdino, Netto und Cash Diplo betreibt, verfügt allerdings über fast 4 Zehntel der Gesamtverkaufsfläche. Auf Platz zwei steht die Kette Marcial. Beide Anbieter beherrschen zusammen über 62 % des Lebensmittelmarktes. Die Leidtragenden sind die Bürger, denn der Warenkorb Lanzarotes gehört mit zu den teuersten der Kanarischen Inseln. Nur auf La Gomera ist das Einkaufen noch teurer. Wann die langersehnten billigen Lebensmitteldiscounter Lidl und Aldi sich auf den Kanaren niederlassen dürfen, ist bislang unbekannt. Momentan ist es wieder ruhig um die Supermarktriesen geworden.
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Ja, das schrieb Megawelle!!!
Wir haben im La Palma Forum über lange Zeit die Szenerie beleuchtet.
Vilaflor am 11.11.2005 Zitat:
Der Vorsitzende der Industrievereinigung Asinca, Pedro Ortega, behauptet, dass die großflächigen Supermärkte, die in den letzten 10 Jahren auf den Kanaren eröffnet wurden, keine positive Wirkung gebracht hätten und es „reine Demagogie“ sei, wenn behauptet würde, dass Discount-Läden wie Lidl den Preis für den Warenkorb senken würden.
Er setzt auf weitere Hilfen von Spanien und der EU, um gegen den Preisanstieg anzukämpfen.
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Zitat:
Der Vorsitzende der Handelsvereinigung von Las Palmas Fedeco, Prudencio Lorenzo, hält dagegen nichts davon, immer weitere Subventionen zu verlangen und so als ewiger Bittsteller zu agieren.
Auch er meint, dass die Großflächensupermärkte keine signifikante Verbesserung gebracht haben, aber die Schuld sucht er nicht dort, sondern in einer verfehlten Steuer- und Abgabenpolitik.
„Die Hafensteuern sind stark gestiegen, ebenso wie die Kosten für den Transport. Gleichzeitig wurde die Steuerschraube von der kanarischen Regierung so fest angezogen, dass die Hilfen durch die EU praktisch neutralisiert werden“, erklärt Lorenzo.
All diese Kosten sind vom Unternehmer nicht zu kontrollieren und müssen entsprechend an den Verbraucher weitergegeben werden.
Die zahlreichen Subventionen für kanarische Produkte und steuerlichen Benachteiligungen für importierte Produkte, die ähnlich auch auf den Kanaren produziert werden, lassen oftmals das Gegenteil von dem eintreten, was eigentlich vorgesehen war.
Wird beispielsweise ein hier produziertes Lebensmittel mit einem Zoll von bis zu 17% auf importierte Produkte geschützt, wie innerhalb der sogenannten AIEM-Bestimmungen vorgesehen, kommt es letztlich dazu, dass der Verbraucher unnötigerweise mehr zahlen muss als eigentlich nötig.
Das liegt daran, dass das hier produzierte Lebensmittel die Nachfrage nicht decken kann und nicht-kanarisches Angebot mit dem Zoll bestraft wird, obwohl es nur auf die bestehende Nachfrage reagiert.
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Die Problematik ist in der Tat erheblich komplexer, als das auf den ersten Blick erscheint.
Mich würde ja mal interessieren, wo Megawelle die der Meldung zugrunde liegenden Informationen erhalten hat.
In der Meldung ist von
Zitat:
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Lizenzen mehr für Großmärkte und große Handelsketten
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die Rede.
Wenn damit
Dinosol und
Marcial gemeint sind, wäre der Ansatz ja richtig, den die haben ja beispielsweise auf Lanzarote einen Marktanteil von 62%.
Wie man jetzt daraus schliesst, dass
Lidl und
Aldi, die ja auf den Inseln bisher einen
Marktanteil von
0% haben, erschliesst sich mir nicht so recht.
Richtig ist eindeutig: Die bisherigen Anbieter zocken die Menschen auf den Canarias ab und sie können das, weil es zu wenig Konkurrenz gibt!
Zitat:
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Die Regierung will damit die kleinen und mittleren Betriebe der Inseln schützen, viele alteingessenen Betriebe mussten in den vergangenen Jahren wegen des Konkurrenzdrucks der Großmärkte ihre Läden schließen.
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Das sind alles Lippenbekenntnisse, um die eigene Klientel zu beruhigen.
Der Markt ist ständig einer Veränderung unterworfen und dies schon seit Jahren!!!
Auch bei vielen "alteingesessenen" Betrieben arbeitet die Kassiererin heute meist teilzeit und ihre Arbeitsbedingungen sind nicht besser als bei den Großen der Branche.
Die Menschen auf den Inseln müssen mit jedem Euro Cent rechnen und sie kaufen schon jetzt da, wo es am preiswertesten ist, jedenfalls muss das die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung so machen.
Die o.a. Großen machen den Kleinen schon lange zu schaffen, deshalb wandelt sich der Markt.
Dadurch entstehen aber Lebensmittel-Oligopole, welche die Preise bestimmen. Sicher nicht zum Wohl des Verbrauchers.
Gegen die ersten LIDL Märkte ist gar nichts einzuwenden, man kann aber schon jetzt prophezeien, dass deren Preise nicht mit denen in Deutschland vergleichbar sein werden.
Die abgelegene Lage der Inseln und die Folgen der sog. "doppelten Insularität" lasten ganz wesentlich auf den Preisen.
Konkurrenz würde aber gerade auf den Canarias das Geschäft beleben, da bin ich mir ganz sicher.
Salu2
M.d.A./himself