Genau so muss man es machen! Die Pädagogik ist im wahren Leben angekommen. BRAVO!
Jetzt bitte auch an allen Schulen in Germanien. Vielleicht kann Apple dafür iPhones zur Verfügung stellen.
Bestens
C.J.S./Jamba Dir einen!
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Handy-Pädagogik:
US-Behörde belohnt gute Schüler mit Gratis-Klingeltönen
In New York verschenkt die Schulbehörde Handys an Schüler aus sozial schwachen Gegenden. Gutes Betragen und Lernfortschritte werden mit Musik-Downloads belohnt, Schulschwänzer erhalten dafür prompt ermahnende Anrufe vom Lehrer.
Strebsamen New Yorker Schülern winken zukünftig nicht nur gute Noten, sondern auch Gratis-SMS, Gesprächsminuten und mobile Musik-Downloads. Die altersgerechte Belohnung mit Handy-Diensten gibt es für gelungene Aufsätze oder die akkurate Erledigung von Hausaufgaben, aber auch für gutes Benehmen oder weniger Fehlstunden - Klingeltöne gegen pünktliches Erscheinen zum Unterricht, scheint das neue Motto an New Yorks Junior High School.
Die scheinbar paradiesischen Zustände für elf- bis vierzehnjährige sind Teil einer Motivations-Kampagne namens "Million", die gerade in einem größeren Maßstab getestet wird. Dazu haben zunächst rund 2.500 Schüler ein Handy erhalten, und zwar kein langweiliges Simpel-Phone, sondern ein durchaus ansehnliches Modell von Samsung: Das "
U740" im zeitgemäßen Klappdesign kann MP3s und Videos abspielen, außerdem beherrscht es Instant Messaging.
Klingelton-Preisliste
Anders als zu erwarten, steckt hinter der Kampagne nicht einmal eine Marketingaktion, sondern schlicht
die New Yorker Schulbehörde. Die "Preislisten" für die Gratis-Dienste werden dementsprechend nach pädagogischen Kriterien für jeden Schüler individuell angepasst. So kann ein notorischer Schulschwänzer im Zweifelsfall sogar für regelmäßiges Erscheinen im Unterricht Musik-Downloads erhalten.
Das "Million"-Programm ist für Schulen in den armen Gegenden der Stadt konzipiert, in denen viele Schüler sich kein Handy leisten können. Neben der direkten Förderung der sozial benachteiligten Kinder soll die Aktion auch neue Kommunikations- und Verwaltungsmöglichkeiten bieten. So erhofft sich die Schulverwaltung "Echtzeitdaten" über die Leistung von Schülern aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Probleme sollen so nicht erst durch die Auswertung der Zeugnisstatistik erkannt werden, sondern schon im Ansatz.
SMS-Pädagogik
Als Aufforderung, im Unterricht Musik zu hören und in den Pausen SMS zu verfassen, sind die Gratis-Handys übrigens auf keinen Fall zu verstehen. Am strikten Mobiltelefon-Verbot an New Yorks Schulen ändert sich nichts. Der Schulbehörde geht es vor allem darum, die Jugendlichen auch jenseits des Schultores erreichen zu können.
Lehrer sollen damit einen direkten Draht zu ihren Schülern bekommen, etwa um schwänzende Schüler per Anruf zu ermahnen. Zuletzt sollen die Mobiltelefone aber auch für SMS-Kampagnen des Bildungsministeriums genutzt werden. Diese basieren auf den Karrieren von Menschen, denen durch Bildung der soziale Aufstieg gelungen ist. Sie sollen berufliche Perspektiven aufzeigen, und über Ausbildungs- und Förderoptionen informieren.
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