Thema: Zorro
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Alt 10.02.2008, 16:56
susannah-anne susannah-anne ist offline
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susannah-anne befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Zitat von sanmiguel Beitrag anzeigen
Bei vielen deutschsprachigen „Südlern“ wird die Erwähnung des Begriffs „ZORRO“ heftige Gemütswallungen auslösen - ich kenne einige zumindest mitlesende Forianer hier, die ihm liebend gern den Kragen umdrehen würden, wenn das nicht mit erheblichen Problemen für sie selbst verbunden wäre…

Dieser Zorro verließ also vor einigen Jahren eher unfreiwillig die hiesige Maklerszene, zu viel „verbrannte Erde“ hatte seine Zukunftsperspektiven hierin wohl auf „weniger als 0“ reduziert. Mit der Überlebenskünstlern eigenen Anpassungsfähigkeit sprang er behende in den Bereich der Lebensmittelproduktion, fleißige Megawelle-Leser werden sich noch an die Eröffnung der Metzgerei vor wenigen Jahren in Parque de la Reina erinnern. Ich muss gestehen, ich fand das zunächst auch ganz positiv, hätte wohl sogar in einer vom Glöckner von Notre Dame eröffneten Metzgerei gekauft, um nicht mehr auf den schon an Menschenverachtung grenzenden „Service“ einer Metzgerei in Guargacho angewiesen zu sein. Die Hoffnungen auf eine echte Alternative erwiesen sich jedoch rasch als trügerisch, eigentlich aus allen nur denkbaren Gründen. Ich will hier nicht zu sehr ins Detail gehen, um eine sofortige Löschen meines Beitrags zu vermeiden, aber die vielen ehemaligen Kunden dort werden wissen, wovon ich rede.

Gestern war ich jedoch auf dem Rückweg von Las Chafiras so von einem plötzlich aufsteigenden Hunger nach einer Leberkäs-Semmel überwältigt, daß ich trotz meines vor über einem Jahr gefassten Beschlusses, mich durch nichts auf der Welt mehr in Zorro’s Laden locken zu lassen, die Zähne zusammenbiß und dortselbst über die Schwelle trat. Es war schon ein bißl irritierend, daß der Leberkäs und die Semmel zwar aus der Metzgerei-Hälfte kamen, aber dann in der Imbißbuden-Theke fertiggestellt wurden – ein bißl umständlich, dachte ich zunächst. Meine Frage nach dem Preis wurde mehrfach nicht beantwortet, dann war plötzlich der boss selbst zur Stelle und erklärte mit fester Stimme: „3 Euro 50“! Für eine Leberkäs-Semmel, nicht mal eine besonders große Portion! Ich fragte nach, da ich an einen Hörfehler glaubte, aber die Zahl wurde trotzig bestätigt mit dem Nachsatz: „ist doch ganz normal“.
Wer spinnt da jetzt? 3,50 Euro für eine Leberkäs-Semmel, wohlgemerkt nicht in St. Tropez, sondern an einer wirklich schmuddeligen finsteren Theke unmittelbar neben teilweise schon schwarzen vor sich hingammelnden Kartoffeln in self-service (bitte schaut Euch das selbst an, bevor Ihr jetzt den Beitrag löscht). Das ist nicht Geschäftsschädigung, sondern sachliche Berichterstattung real existierender Zustände. Da sollte wohl wirklich mal die Lebensmittel-Aufsicht vorbeischauen…

Unter Blinden ist der Einäugige König – das hab’ ich schon öfter mal hier im Forum geschrieben. Und so gesehen ist die dt. Metzgerei in Guargacho König, aber wirklich nur „so gesehen“. Ich hab’ mich schon öfters mal grün und blau geärgert über das m.E. dreiste Ausnutzen der marktbeherrschenden Stellung unter den dt. Metzgereien im Süden, daß ich jedem leistungswilligen, energischen, sowas wie „berufsständische Ehre“ im Leib habenden auswanderungs-willigen Metzger jede nur denkbare Hilfestellung bei seiner Etablierung hier anbiete, um die derzeitig jämmerliche Situation zu verändern - ich kenn' z.B. einige gar nicht so arg teure Ladenlokale in Autobahnnähe, wo man leicht hinfindet...
Die „Nordlichter“ habens da besser. Sprungmann schätz’ ich aus langjähriger eigener Erfahrung als hervorragende Metzgerei ein, zu Riedl kann ich wenig sagen, da ich einfach zu selten dort bin, aber es sieht immerhin sehr sauber dort aus und die Bedienung war immer schnell und freundlich.
ich bekomme herzschmerzen.erzähle mir mehr über die metzgerei mit dem leberkäse,
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